Kindheitserlebnis: Vectra Diesel geht wieder aus

Hallo!

Mir ist neulich ein Kindheitserlebnis von 1989/1990 eingefallen.

Und zwar hat ein Nachbar mich damals mit zur Schule genommen. Er hat einen Vectra Diesel gefahren. Im Winter ist das Fahrzeug nur sehr schlecht angesprungen und nach dem Anspringen meist wieder ausgegangen. Nach mehreren Versuchen lief der Motor dann.

Woran kann das gelegen haben? Der Vectra muss neu gewesen sein und ein Diesel läuft ja eigentlich, wenn er einmal läuft…

Viele Grüße

Marcus

Hallo Marcus,

zu dieser Zeit hatten die Vorglühanlagen noch keine Nachglühfunktion.
Sobald der Zündschlüssel aus der Anlassposition losgelassen wurde, waren die Kerzen stromlos.
Wenn die Verdichtungswärme zum sicheren Durchzünden bis dahin noch nicht ausreichte, genügte ein einziger Zündaussetzer, und der Motor stand wieder.

Gruß Fritz

Hallo Fritz,

bei meinem Ford TD BJ’98 schaltet die Vorglühspannung auch nach etwa 20 Sekunden ab, egal ob wir +20° oder -20° haben. Doof.

Auch ich muss bei dieser Kälte Vorglühen, Startversuch, Lenkradschloßschalter aus, Vorglühen, Startversuch - dann springt er an und läuft - hörbar - auf einem oder zwei Pötten richtig, auf den restlichen hustet er. Wehe, ich lasse dann die Kupplung kommen, um aus der Garage zu fahren! Dann ist er sofort aus. Erst nach etwa einer Minute Leer"lauf" kann man sich das trauen.
Meiner hat übrigens derzeit 271.000 km drauf.

Gruß
BT

Hallo Beuteltier,

das hört sich aber nach nachlassender Kompression an.

Ein Frohes Neues Jahr
Bernd

Hallo Bernd,

ja, an so was denke ich auch.
So lange er aber bei mediterranen Temperaturen beim ersten Mal anspringt, ist es ja ok.

Gruß
BT

Hallo Beuteltier,

Hallo Fritz,

bei meinem Ford TD BJ’98 schaltet die Vorglühspannung auch
nach etwa 20 Sekunden ab, egal ob wir +20° oder -20° haben.
Doof.

Meinst Du 20 Sekunden nach dem Beginn des Vorglühens?
Dann wird Dein Vorglührelais bereits eine Nachglühfunktion beinhalten.

Auch ich muss bei dieser Kälte Vorglühen, Startversuch,
Lenkradschloßschalter aus, Vorglühen, Startversuch - dann
springt er an und läuft - hörbar - auf einem oder zwei Pötten
richtig, auf den restlichen hustet er. Wehe, ich lasse dann
die Kupplung kommen, um aus der Garage zu fahren! Dann ist er
sofort aus. Erst nach etwa einer Minute Leer"lauf" kann man
sich das trauen.
Meiner hat übrigens derzeit 271.000 km drauf.

Gruß
BT

Bei Deiner Beschreibung würde ich jetzt eher auf eine schadhafte Kerze tippen.

Probiere doch einmal Folgendes:
Vorglühen, Anlasser betätigen, sobald die ersten regelmäßigen Zündungen einsetzen leicht Gas geben und damit die Drehzahl auf ca. 1 200 bis 1 500 1/min anheben.
Dabei den Anlasser ausschalten, sobald der Motor aus eigener Kraft weiter läuft.
Erst vom Gas gehen, wenn alle Zylindern arbeitet.
Mit dieser Methode ist mein alter Golf I wesentlich leichter gestartet, als mit Standgas-Drehzahl.
Viel Erfolg!

Gruß Fritz

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Hallo Fritz,

wenn ich den Lenkradschloßschalter auf EIN drehe, leuchtet die Vorglühkontroll-Lampe etwa 10 Sekunden lang auf.
Da die Drehzahl des Frischluftgebläses (steht bei mir immer auf I von III) etwa 10 Sekunden NACH dem Erlöschen der Vorglühkontrolllampe sich erhöht und gleichzeitig das Klacken des Vorglührelais zu hören ist, glüht der Ford also etwa 20 Sekunden lang insgesamt vor.

Wenn ich, was ich bei Kälte immer mache, mit dem Anlassen warte, bis die Vorglüherei ganz zu Ende ist, und dann nochmal von Vorne beginne und diesmal nach 10 Sekunden den Anlasser betätige, springt er meist an. Manchmal muss ich aber eben das Anlassen auch wiederholen.

Wenn ich, wie es in der Bedienungsanleitung steht, den Anlasser betätige, sobald die Vorglühkontroll-Lampe ausgeht (also nach etwa 10 Sekunden), springt er mir im Winter gar nicht an.
Im Sommer ist kein Problem.

Gruß
BT

Hallo Beuteltier,

herzlichen Dank für das Sternchen, - oder war es eine Schneeflocke?

Bei meinem alten Golf I musste ich im Winter auch mehrmals vorglühen.
Im fortgeschrittenen Alter ist er bei großer Kälte auch mit 88 Ah und 395 A nicht mehr angesprungen.
Da war es gut, wenn man eine fette Lkw-Batterie im hinteren Fußraum und ein dickes Starthilfekabel auf dem Rücksitz hatte.
Beim Fahren über die Bordsteckdose nachgeladen, konnte ihn die dicke Batterie immer wieder zum Anspringen motivieren.

Der Anlasser war zwar nur für einen maximalen Kälteprüfstrom von 450 A (DIN) ausgelegt, hat aber dennoch bis zum Schluss durchgehalten.

Gruß Fritz