Kindlicher Sammelwahn

Hi Eltern,

wir saßen neulich zusammen und redeten über unsere Kindheit. Letztere ist bei mir schon ein paar Jahre her (bin 30).
Dabei kamen wir auch auf das Thema, wer im Grundschulalter was gesammelt hat. Was wir mehr oder weniger alle gesammelt haben, waren die kleinen Kügelchen in den Pelikan- oder Geha-Tintenpatronen.

Ist das heute immer noch so oder gibt es mittlerweile andere unsinnige Sammlungen?

Danke

Tom

Hallo, Tom,
also sowohl aus meiner eigenen Erfahrung als auch aus denen, die ich mit meinem Sohn machen durfte:
Es wird alles gesammelt, das in mehr als Einzelstücken vorkommt (inclusive abgeschnittene Büchsendeckel, krumme Nägel, abgerissene Schnürsenkel … ). Dinge die wirklich nur einmal vorkommen, werden einer gesonderten Sammlung „Einmaliges“ zugeführt.
Zwar wechseln die Zielrichtungen des öfteren, sind auch ein wenig altersabhängig (wir hatten einmal einen „Schneckenzoo“), aber gesammelt wird immer und alles!
Zur Zeit: Sand von Stränden, an denen wir mal waren, Steine mit natürlichem Loch (sog. Hühnergötter), Modellautos 1:18.

Back to the roots, der Mensch ist Jäger und Sammler!
Gruß Eckard.

Also die Kügelchen gab es zu meiner Schulzeit auch (5 jahre her), ansonsten wird wohl immer noch gesammelt.

Ich sammle zur Zeit Drachenstatuen (bis zu 30 cm gross), Getränkedosen, Mangas, Animes. Früher waren es edelsteine.

Hühnergötter (off topic)

Steine
mit natürlichem Loch (sog. Hühnergötter),

Hallo Eckard!

Die kenne ich auch! Weißt Du, warum die so heißen?

Gruß
Diana

Die kenne ich auch! Weißt Du, warum die so heißen?

Hallo Diana,
was jetzt folgt ist durch nichts außer meiner Erinnerung belegt:
Hühnern wurden früher als Anreiz zum Eierlegen eirunde Steine oder eben auch solche nit Löchern ins Nest gelegt. „Götter“, denen die Hühner ihre Eier opferten.
Wir haben viele solche Steine an der Ostseeküste gefunden, aaber auch in Brighton :smile:

ich werde einen Hinweis auf diese Frage ins Sprachbrett stellen.

Lieben Gruß
Eckard.

Hühnern wurden früher als Anreiz zum Eierlegen eirunde Steine
oder eben auch solche nit Löchern ins Nest gelegt. „Götter“,
denen die Hühner ihre Eier opferten.
Wir haben viele solche Steine an der Ostseeküste gefunden,
aaber auch in Brighton :smile:

ich werde einen Hinweis auf diese Frage ins Sprachbrett
stellen.

Hallo, Eckhard, du hast wahrscheinlich recht. Genau dieselbe Erklärung habe ich auf folgender Seite gefunden:

http://www.g-o.de/geo-bin/frameset.pl?id=00001&frame…

„Früher legte man Hühnern durchlöcherte Feuersteine ins Nest. Diese sogenannten Hühnergötter sollten die Legefreudigkeit der Hennen steigern.“

Es gibt sogar eine „eigene“ www-Seite für diese Dinger:

http://www.ostsee.de/schon-gewusst/huehnergott.html

Und da ist dann zu lesen:

"Wo kommt das Wort her ?
Die Herkunft des Wortes Hühnergott ist bis heute nicht geklärt. In keinem Wörterbuch vor 1965 war die Eintragung Hühnergott zu finden. Es besteht andererseits kein Zweifel daran, daß unsere Großeltern auch schon Lochsteine sammelten. In den 60er Jahren erschien in der deutschen Übersetzung Jewgeni Jewtuschenkos Novelle „Der Hühnergott“.

Welche Bedeutung hat (te) der Hühnergott ?
Den Lochsteinen werden noch heute in einigen Regionen Deutschlands geheimnisvolle Kräfte zugeschrieben. Sie gelten als Mittel des Gegenzaubers gegen allerlei Unheil, das einem durch böse Geister, also Alben oder Druden, widerfahren kann, sind sie doch eine außergewöhnliche Naturerscheinung. Bedingung ist aber, daß das Loch nicht auf künstlichem Wege entstanden ist. Abenteuerliche Deutungen bringen den Hühnergott mit dem nordischen Gott Thor=Donar zusammen. Das Huhn steht in der Mythologie in enger Verbindung zum Donnergott. Um die Eier vor Blitz und Donner zu schützen, soll man die Hühnergötter in den Stall hängen oder sogar ins Nest legen. In der oben erwähnten Novelle von J. Jewtuschenko steht: Ein Hühnergott ist ein Meeressteinchen mit einem kleinen Loch. Man sagt, die Krimtataren hätten geglaubt, daß ein solches Steinchen, mit dem Faden an die Hühnerstange gehängt, das Federvieh zu besserer Legetätigkeit ansporne. Vielleicht auch daher der Name Hühnergott. Es wäre allerdings erstaunlich, wenn die Übersetzung einer russischen Novelle die Grundlage für die heute bei uns so weit verbreitete Bezeichnung „Hühnergott“ ist. Andere Legenden beschreiben einen Zusammenhang mit den Hünen und den Hünengräbern."

Grüsse
Linda

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Liebe Linda,
ganz lieben Dank für Deine Antwort und besonders für den Link!
Grüße
Eckard.

ja!
ich sammel gute und schlechte noten :=)
Und die zu hauf*g*

ciao
sven.