King Arthur - was soll das?

Wenn ich das so richtig sehe, hat man einfach Namen und Fragmente der Arthussage genommen und in irgendeine Actionstory gepackt, die mit der Handlung der Sage nichts oder nur im allerweitesten Sinne zu tun hat - sehe ich das richtig?
Schade eigentlich…

M.

Hi,

Wenn ich das so richtig sehe, hat man einfach Namen und
Fragmente der Arthussage genommen und in irgendeine
Actionstory gepackt, die mit der Handlung der Sage nichts oder
nur im allerweitesten Sinne zu tun hat - sehe ich das richtig?

ja - genau so ist es:

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/kino/18139/1.html

wohl noch schlimmer, als damals bei Troja :frowning:

DT

Hallo!

…, die mit der Handlung der Sage nichts oder
nur im allerweitesten Sinne zu tun hat - sehe ich das richtig?

Was ist denn für dich die echte Handlung der Sage???

Gruß
Falke

Hallo!

Da wo Bruckheimer draufsteht ist auch Bruckheimer drin; ist doch
nichts neues. Macht der Typ doch jedes Jahr.

Tschüss

Matthias

Hi!

wohl noch schlimmer, als damals bei Troja :frowning:

Über Troja und die „mitspielenden“ Krieger und Könige gibt es aber wesentlich mehr historische Fakten als über König Artus.

Soweit ich weiß, wird heute noch bezweifelt, ob er wirklich je gelebt hat. Die Geschichten um ihn und seine Tafelrunde sind eine Ansammlung von keltischen Mythen. Camelot haben sie ja auch noch nicht gefunden.

Dass es allerdings Keltenfürsten gab, halb-römisch, die die Stämme gegen die Sachsen anführten, kann man belegen.
Warum dann nicht Artus?

Ist doch das gleiche mit Moses und dem Exodus. Für das Stattfinden dieses Ereignisses gibt es auch keine Beweise, aber man macht gemeinhin Ramses bzw. Sethos zum ägyptischen Buhmann.

Insofern finde ich es gut, dass sie diese doofe abgelutschte Liebesgeschichte mal beiseite lassen und sich mehr auf „politische“ Lage konzentrieren. Bin jedenfalls gespannt :o)

Viele Grüße
Silke

Vielleicht gehöre ich zu einer Minderheit, aber wenn ich ins Kino gehe, dann erwarte ich mir Spannung, Action, Komödie, Horror, usw. (abhängig vom jeweiligen Genre). Sollte ich jedoch in der Stimmung sein Fakten zu erfahren, dann sehe ich mir eine Doku an oder ganz altmodisch ich lese.

In keinen Arthur Trailer hörte ich „Nach einer wahren Begebenheit“ oder „nach historischen Tatsachen“. Wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt „wo Bruckheimer draufsteht, da ist auch Bruckheimer drinnen“ nicht mehr und nicht weniger. Schlimmer find ich persönlich so Leute wie M. Moore der vorgibt Tatsachen in einer Pseudodoku zu bringen.

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Hmm…ist Jerry Bruckheimer nicht ne Frau??

Stefan

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Hi Mike,

tut das nicht jeder Drehbuchautor, Regisseur, Autor?

Es gibt keine geschichtlichen Beweise über Arthus, Sohn des Pendragon und Lady Viviane. Tintagle ist alt, Reste kann man noch sehen, kommt aber als Geburtsort nicht in Frage, weil nicht alt genug. Alleine der Name Arthus ist unbekannt in historischen Quellen. Camelot gab es nie, die Tafelrunde auch nicht, Lancelot, Parsival, Merlin und Morgaine sind „Geister aus einer anderen Märchenwelt“, höchstwarscheinlich der bretonischen (keltischen), inkl. christliche Einflüsse (Gral).

Wenn du ganz tief bohrst dann ist die erste Arthus-Saga auch nur ein Zusammenpappen von „Sagenvorlagen“ aus mündl. Überlieferung, mit Minnedienst, mittelalterlichen Werten und viel Phantasy. Malory war der erste Phantasyschreiber des Mittelalters mit dieser Geschichte.

Die Grundzüge der Arthuslegende gehen auf alte, vielleicht sogar vor-keltische, Sagen und Mythen zurück. Und sie ist deshalb so beliebt und aktuell, weil sie alles beinhaltet was den Menschen „bewegt“, selbst Inzest.

Daher kann, gerade bei Arthus, Merlin & Co. jeder mit vollem Recht daherkommen und aus dem Stoff machen was er will und was sich verkaufen lässt.

Schade finde ich immer nur die Ausarbeitung des Stoffes, das schwarz/weiss malen, die Angst sich mit der Warscheinlichkeit der Mytheninhalte filmisch zu beschäftigen. Darauf warte ich noch, das wäre ein Film der nicht „nur“ mit Action unterhält, der unter die Haut gehen könnte.

Aber Action ist schneller, billiger (?), einfacher zu drehen und erfolgreicher an der Kinokasse. Die Leute wollen im Kino Abwechslung und Action, kein niveauvolles Dokudrama und das ist nunmal die Ausrichtung der Produzenten!

Gruß
Helena

Hi Mike!

Vorab: Ich habe die andere Antworten noch nicht gelesen.

Jedenfalls denke ich, daß dies zu den sog. „kunstlerichen Freiheiten“ eines Direktors gehört. Da kann man einverstanden oder nicht einverstanden sein, aber es ist so.

Die Sage von Arthur kenne ich nur sehr bruchenhaft (sagt man so?) und deshalb finde ich schade wenn durch solche „Freiheiten“ uns nicht ein Stück der Geschichte erzählt wird, sondern einfach diese Legende als Kulisse für des Regisseurs eigenen Märchen genommen werden.

Für mich, ein paar andere solche Beispiele sind: Die allseits bekannten Filmen von Romy Schneider über die Kaiserin „Sissy“ und neuerdings „Titanic“: Sehr, sehr Schade, eigentlich.

Schöne Grüße aus Nürnberg
Helena

Hi,

Hmm…ist Jerry Bruckheimer nicht ne Frau??

das sieht auf den ersten Blick jedenfalls nicht so aus:
http://www.imdb.com/name/nm0000988/

Gruß,
Christian

1 „Gefällt mir“

Ich interessiere mich schon seit Jahren für die Artussage, habe zahlreiche Filme und Bücher gelesen und ich muss sagen, dass mir persönlich die Bücher immer viel besser gefallen haben.

Am besten war fand ich die Interpretation dieses Sagenstoffes von Marion Zimmer Bradley in „Die Nebel von Avalon“ wurde ja auch vor gar nicht allzulanger Zeit aber leider sehr schlecht.

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf diesen Artusfilm, weil er sich mehr mit den historischen Fakten (König Artus war Römer usw.)befasst als die bisherigen Filme. In diesen Filmem war Artus immer eine schillernde Figur und überall war die Lovestory von Lancelot und Guinevra eingebaut. Ich bin schon gespannt wie es dieses Mal wird.

Ich werde mir den Film auf jeden Fall diese Woche noch anschauen

klar wollen die leute ( das gesindel ) anspruchloses actiongekloppe. aber aus lady guinevra eine kampf amazone zu machen geht zu weit. ich finde die eigentliche arthus sage spannend, phantasievoll und romantisch. trotz vieler schöner interpretationen haben alle einen gewissen vertrauten teil. ob es oder ob es keinen arthur gab weiss man nicht genau . das gibt aber noch lange niemanden das recht unsere liebgewonnen sagen so zu verunstalten. aber man kann ja nichts gegen machen, „brot und spiele“

Hi!

das gibt aber noch lange niemanden das
recht unsere liebgewonnen sagen so zu verunstalten.

Also, ehrlich gesagt, ich hatte die Kernsage nie besonders lieb. :smiley:

Die „Nebensagen“, wie die anderen Ritter durchs Land zogen und ihre Abenteuer erlebten - Drachen erschlagen etc. :smiley: -, waren unterhaltsam, aber die weinerliche Jungfrau Guenevere, den griesgrämigen „Moralapostel“ Artus und den Oberloser Lancelot mochte ich nicht.

Bin also sehr gespannt, gehe morgen ins Kino.

Viele Grüße
Silke

Hi!

Gestern war ich also im Kino und muss sagen, der Film hat mir gut gefallen :o)

Clive Owen ist der beste Arthur, den ich bisher gesehen habe, sieht einfach klasse aus! Und auch unter den anderen Rittern waren ein paar echte „Charakterköpfe“ gecastet.

Der Hadrianswall kam recht beeindruckend rüber, und es war interessant, dass da ein paar massive Zweifel an der Gutartigkeit einiger damaligen Christen gesät wurden.

Okay, Til Schweiger ist eine Null, aber das wusste ich schon vorher. :smiley:

Viele Grüße
Silke

Ähm, hat denn eigentlich niemand das Buch dazu gelesen?
Also, wenn ich das richtig verstehe, dann ist das da eher genau umgekehrt… Der Film versucht die historische Grundlage zu zeigen von der die Arthur-Legende dann inspiriert wurde.
Also eher Basis als Zusammenfassung.

Ich finde das haben sie eigentlich ganz gut gemacht.

Und das mit der Action sorgt wenigstens dafür, daß den Film nicht nur so heimwehkranke Briten wie ich sehen werden. Ist halt Disney.
Es soll aber wohl eine Doppel-DVD geben mit einer deutlich anderen (und weniger familienfreundlichen) Fassung. Vielleicht ist das ja dann vollständiger.

Allerdings würde ich auch nicht unbedingt Marion Zimmer Bradleys Avalon-Bücher als Grundlage empfehlen. Die Dame ist ja dann doch ein wenig zu viel des Guten. Sonst wartet man nämlich nicht nur vergeblich auf die altbekannte Dreiecksäffäre, sondern wundert sich auch warum Clive Owen nicht längst über Ioan Gruffud hergefallen ist.
(Wobei das ja auch ganz hübsch gewesen wäre.)

Damit erschöpft sich meine Weisheit aber auch schon. Deshalb hätte ich jetzt auch noch eine Frage:
WEISS VIELLEICHT JEMAND WAS ARTHUR’S RITTER BRÜLLEN BEVOR SIE ANGREIFEN???
Mehr als „Roooaaaarrrrr“ habe ich nämlich nicht verstanden.

Many thanks…
Sarah