Jeder Geograf hat im ersten Semester gelernt, dass Bischof Usher eine theologisch-inspirierte Geochronologie verfaßt hat.Als Marginalie stand sie rund 200 Jahre in der King-James-Bible. Selbst Darwin war erstaunt, als er hörte das die Usher’sche Geochronologie ein apokrypher Text war. Besitzt jemand diese Bibel mit der Randbemerkung und könnte er/sie diese Seite mir kopieren oder als Bild mailen? Im Internet wurde ich nicht fündig. Aber das müßte bestimmt irgendwo stehen.
Man solle aber nun aber nicht leichtfertig annehmen, dass der fromme Mann aus Armagh von allen guten Geistern verlassen war. Nein, auch der mit Recht hochgerühmte Kepler hatte versucht, dass Alter der Bibel mit Hilfe des Alten Testaments zu berechnen und war auf den 27. April 3677 v.Chr. gekommen.
Doch zurück zu Usher, wie er zu seinem Ergebnis kam:
“On the basis and by following the ages of the patriarchs, priests, judges and kings he reached the fous estimate of 4004 as the number of years which elapsed from the creation to the coming of Christ. However, Ussher himself was aware of the provisional nature of his estimate which depended upon the
adoption of particular textual readings…” R. Buick Knox.
James Ussher. Archbishop of Armagh. S.105
Wenn mir jemand die Seite mit dem Randtext auftreiben könnte, wäre ich hocherfreut.
‚precisely‘…
…war das Wort, über das ich wirklich schmunzeln musste.
Natürlich will ich niemand lächerlich machen, der in vorkritischen Zeiten aufgrund der Bibel „wissenschaftliche“ Berechnungen anstellte. (Wer es allerdings heute noch tut - rückwärts oder vorwärts -, bräuchte sicher ein update seines hermeneutischen Horizonts.)
Hallo Pietro,
ich habe zwar Ushers Bibelauch nicht, doch die „historische Chronik“ der Geschichte con Johann Ludwig Gottfried. Aus dem Verlag Phillip Heinrich Hutter. Aus dem Jahre 1634.
Der meint auch, dass die Welt im Okrober erschaffen wurde. Nur nach seiner Meinung am Anfang Oktober. Und zwar 3993 vor Christi Geburt. Er bringt aber auch noch ander Erschaffungsdaten, bis zu der „ungeheurlichen“ Zeit von 7142 B.Ch.
Es ist herrlich, darin zu lesen!
Grüße
Raimund
Lieber Pietro,
trotzdem vielen Dank für Deine Zuarbeit. Ich sitze z.Zt. an einem Artikel über Geochronologie. Dabei fällt man natürlich zwangsweise über den Archbishop Usher. In vielen Büchern fand ich reine Häme über diesen Mann. Doch das ist ungerecht, denn der Erbischoff bediente sich der Mittel, die ihm damals zur Verfügung standen. Natürlich habe ich dann mal nachgeschaut, welche Erklärungsversuche damals en vogue waren. Als ich natürlich Keplers Datierungsversuch fand, „versetzte ich mich in den Geist der Zeit“ (fast Faust) und konnte nun mit diesen Dingen umgehen. Da ich viel in England zu tun habe, werde ich mir eine Kopie dieser Bibel im „Public Record Office“ in Kew besorgen.
Solletst Du bei chance über diese Seite de KJB stoßen, wäre ich Dir sehr über eine Kopie dankbar.
Mit Gruß an die Runde, Alexander
Hi dear,
ist die Gottfied’sche Chronik ein Original oder ein Faksimile? Könntest Du mir die Seiten mit den verschiedenen Datierungsversuchen als Scann-Datei evtl. zukommen lassen.
Alexander
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Die jüdische Zeitrechnung…
…beginnt ja übrigens mit der Weltschöpfung. Sie geht dabei vom Jahr 3761 v. Chr. aus.
Als die ersten Fossilien gefunden wurden, die man keiner lebenden Tierart zuordnen konnte (v.a. Saurier), nahm man an, dass es die Reste eines Riesengeschlechtes seien, das bei der Sintflut vernichtet wurde. Der lateinische Name der Sintflut: diluvium wurde dann zur wissenschaftlichen Bezeichnung der Eiszeit(en) - und dem Volksmund blieb das Adjektiv „vorsintflutlich“.
hallo Alex,
es ist ein original nachgebautes Faksimili: Schweinsleder gebunden, Originalpapiermischung…
So Du nicht verlangst, alle Seiten der beiden Bände zu kopieren…(etwa 3000 Seiten!).
Grüße
Raimund
Könntest Du mir die Seiten mit den verschiedenen
Datierungsversuchen als Scann-Datei evtl. zukommen lassen.
Alexander
könntest Du mir bei Gelegenheit eine Kopie dieser Berechnungen zukommen lassen?
Ich hab selber auch mal nachgerechnet. Ich komme auf 4111 v.Chr.
Allerdings würde ich das als jenes Jahr ansehen, in dem Adam den Garten Eden verlassen musste. Davor hatte er wahrscheinlich keinen Grund, die Tage zu zählen
Hallo Harald,
bevor meine Fragen falsch gedeutet werden, folgendes:
Ich bin gelernter Naturwissenschaftler. Ich fand Ushers Bemühungen, das Datum der Erdentstehung der Entstehung der Erde mit Hilfe der Bibel datieren zu wollen, als originellen Ansatz. Doch mittlerweile sind fast 400 Jahre ins Land gegangen und die Methoden der Geochronologie sind jetzt ausgefeilter. Ich hoffe nicht, dass Du zu den Hard core Fundamentalisten gehörst. Falls ja, sind unsere Weltbilder grundverschieden.
Gruß, Alexander
könntest Du mir bei Gelegenheit eine Kopie dieser Berechnungen
zukommen lassen?
Ich hab selber auch mal nachgerechnet. Ich komme auf 4111
v.Chr.
Allerdings würde ich das als jenes Jahr ansehen, in dem Adam
den Garten Eden verlassen musste. Davor hatte er
wahrscheinlich keinen Grund, die Tage zu zählen
bevor meine Fragen falsch gedeutet werden, folgendes:
Ich bin gelernter Naturwissenschaftler. Ich fand Ushers
Bemühungen, das Datum der Erdentstehung der Entstehung der
Erde mit Hilfe der Bibel datieren zu wollen, als originellen
Ansatz. Doch mittlerweile sind fast 400 Jahre ins Land
gegangen und die Methoden der Geochronologie sind jetzt
ausgefeilter. Ich hoffe nicht, dass Du zu den Hard core
Fundamentalisten gehörst. Falls ja, sind unsere Weltbilder
grundverschieden.
es geht mir nicht um Geochronologie.
Es geht auch nicht um Weltbilder.
Ich würde mich nur interessieren, wo die Berechnungen Ushers (oder auch andere) von meinen abweichen.
Die Entstehung der Erde steht auf einem ganz anderen Blatt und hat mit den Zeittafeln der Bibel nichts zu tun. Aber gewisse historische Ereignisse sind ja in den Geschichtsbüchern wiederzufinden.
Bitte lieber Harald, verlange von mir keine Zuarbeit zu Deiner Geochronologie. Ich bin sicher, dass Du sehr sorgfältig den Tag berechnen wirst, an dem der liebe Gott Hammer und Zollstock aus der Hand legte und sprach: Das wars. Vermutlich in Latein. Ich lebe bei solchen Dingen praktisch auf einem anderten Planeten und bin für solche Dinge nicht zu haben. Usher hat kulturhistorischen Wert! Sonst nichts. Glaube mir, mir wird bei meinen Recherchen schlecht, weil oft Fundi-Pages lesen muss und die sind bei naturwissenschaftlichen Fakten so schlimm ahnungslos und sie lassen sich genau so wenig belehren, wie die moslemischen Fundis. Sie sind ja aus dem gleichen Holz geschnitzt. Please, no more comments.
Alexander