Kino und Jugendschutz

Hallo,
möchte etwas erzählen:
mein Sohn (13) hat seine kleine Schwester (5 1/2) ins
Kino eingeladen, „Cars“ gucken. Der Film ist ohne
Altersangabe und sollte halb sechs anfangen.
Ok, es war von der Zeit her für mich an der Grenze,
aber frühere Vorstellung ging nicht wegen Schule.

Sie zogen fröhlich los - und kamen nach 20 min. enttäuscht
wieder: Sie wurden nicht reingelassen!
Nein, nicht wegen der Uhrzeit, sondern weil eine
noch nicht 6jährige nicht ohne eine volljährige Person ins
Kino darf! „Jugendschutzgesetz“!

Ich war total perplex (hm, kann ja sein, dass Ihr das alle
wisst, aber ich musste erstmal googeln und mich informieren)

Ich meine, sind wir in Deutschland schon soweit, dass wir für
jeden Sch… ein Gesetz brauchen??
Reicht es denn nicht mehr, dass ich als Erziehungsberechtigte
wissen sollte, wann ich meine Kinder wohin schicken kann?
Dass es in MEINER Verantwortung liegen sollte - und nicht
gesetzlich geregelt werden muss?

Es war ja kein Porno, verdammt nochmal!
Ich finde es unglaublich, wieviele Gesetze dieses Land zu
benötigen scheint - und dann wundern wir uns, dass Eltern
„ihre Verantwortung nicht mehr wahrnehmen“? Welche haben sie
denn noch, wenn eh schon alles gesetzlich geregelt ist?

*Ärger* und lieber Gruß,
Christine

Hi Christine,

Ich erzähle Dir einfach eine andere Geschichte: In den USA trug ers sich zu, daß Eltern ihren kleinen Sohn mit ins Kino nahmen. Sie kauften ihm Popcorn. der Kleine war drei. Während der Vorstellung hat sich das Kind so sehr erschrocken, daß es an seinem Popcorn erstickte und starb.

Der Film war „Alien vs. Predator“, ein Horrorstreifen, der ab 16 freigegeben ist.

Warum erzähle ich das?

Es kann sein, daß Gesetze manchmal lästig sind, vor allem, wenn Du Dich gerade auf einen kinderfreien Nachmittag eingerichtet hattest. Ich bin trotzdem ganz froh, daß es sie gibt, und noch froher, daß manche Leute das Rückgrat haben, sie auch durchzusetzen.

Liebe Grüße,
Nike

Wo bitte ist da der Zusammenhang mit dem Eröffnungspost?

Das, was du hier berichtest zeugt nur von hochgradigem Schwachsinn (der Eltern, nicht von dir), jeder sollte wissen, was das für ein Streifen ist und das ich als Elternteil verdammtnochmal dazu verpflichtet bin einzuschätzen, ob das Kind einen Film mitgucken darf oder nicht - und das gilt für ein dreijähriges Kind bei dem Film ganz sicher NICHT.

Ob ein Kind, das mit einem älteren Bruder zum Kino tuckert um in einen KINDERfilm ohne Altersbeschränkung (!) zu gehen, ist ein gänzlich anderer Sachverhalt.
Hätten die beiden versucht sich in den Massaker-Amoklauf der Supertitten einzuschleichen, sähe die Sache natürlich anders aus.
Aber bei einen Kinderfilm? Find ich ein wenig arm.
Aber immerhin haben se kontrolliert, ich kam ab 14 in jeden Film rein, den ich echt nicht hätte sehen müssen >.[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi, Nike,
das Deine Geschichte nicht so wirklich zu meinem
Posting passt, wurde ja schon erwähnt.
Insofern fragst Du Dich berechtigterweise:

Warum erzähle ich das?

Was ich bei Deinem Posting etwas nervig finde, ist
Deine dreiste Unterstellung, mir ginge es um einen
kinderfreien Nachmittag!

Aber ist es nicht grotesk:
wenn dieses Gesetz unsere Kinder schützen soll, warum
macht es dann vor der Privatsphäre halt? Warum werden
nicht alle Eltern belangt, die ihre Kinder vor der
Glotze parken und sich einen Dreck drum scheren, was die
Kids gucken? - Das ist doch bigott!

Ich wäre froh, wenn „die Leute“ selbst sich ihrer
Verantwortlichkeit den Kindern gegenüber bewusst
blieben, bzw. wenn es wieder MEHR Leute gäbe, die das
Rückrat haben, sich hinzustellen und zu sagen:

Solche Gesetze brauchen wir nicht, denn WIR erziehen
unsere Kinder!
WIR informieren uns vorher und entscheiden dann
verantwortlich, was unsere Kids dürfen und was nicht.
WIR achten und kennen unsere Kinder und WIR wissen,
was sie können, was wir ihnen zutrauen und was wir
ihnen erlauben - und auch was nicht!

Sollte es denn nicht so sein?

Ich hätte es noch verständlich - und sogar
verantwortlich - gefunden, wenn der Kino-Betreiber sie
wieder nach Haus geschickt hätte und eine
schriftliche Erlaubnis der Eltern gewünscht hätte.
Aber gleich ein Gesetz gegen so etwas? Nee, nee, da ist
was faul im Staate Deutschland!

Und, Nike, ganz ehrlich: mir graust vor Leuten, die
Gesetze durchsetzen, ohne sie zu hinterfragen!

Gruß,
Christine

6 „Gefällt mir“

Hi

Ich war total perplex (hm, kann ja sein, dass Ihr das alle
wisst, aber ich musste erstmal googeln und mich informieren)

Dafür, daß Du es nicht wußtest, kannst Du den Kinobetreiber nicht verantwortlich machen. Wenn es ein Gesetz gibt, dann hat er sich daran zu halten. Ob es ihm oder Dir nu gefällt oder nicht.
Ich vermute mal, daß es dem Betreiber auch lieber gewesen wäre, 2 Karten zusätzlich zu verkaufen.

Reicht es denn nicht mehr, dass ich als Erziehungsberechtigte
wissen sollte, wann ich meine Kinder wohin schicken kann?

Woher soll denn der Kinobetreiber wissen, daß Du damit einverstanden bist/warst, daß Deine beiden Kinder in den Film dürfen?

Es war ja kein Porno, verdammt nochmal!
Ich finde es unglaublich, wieviele Gesetze dieses Land zu
benötigen scheint - und dann wundern wir uns, dass Eltern
„ihre Verantwortung nicht mehr wahrnehmen“? Welche haben sie
denn noch, wenn eh schon alles gesetzlich geregelt ist?

Das hat zwar jetzt nix mit Deinem Fall zu tun, aber wenn ich mir in der Vorweihnachtszeit ansehe, welches Alter da vor den Punschständen rumtorkelt, dann frage ich mich erstens wo die Eltern sind und warum zweitens das Gesetz, daß Alkoholausschank an Jugendliche verbietet, nicht beachtet wird.

Ich finde es also gut, wenn es doch noch den einen oder anderen Geschäftstreibenden gibt, der auf den Einhalt der Gesetze achtet.

Gruß
Edith

Buhu,
drücke ich mich wirklich so missverständlich aus?

Ich finde es also gut, wenn es doch noch den einen oder
anderen Geschäftstreibenden gibt, der auf den Einhalt der
Gesetze achtet.

Hab ich auch nur irgendwo den Betreiber des Kinos angegriffen,
für dessen Einhaltung eines Gesetzes??

Edith, ich bin die Erste, die eine Verkäuferin darauf hinweist,
wenn sie Alkohol an Jugendliche zu verkaufen droht, ich bin
die Erste, die sich in die Nesseln setzt, wenn Jugendliche
Joints auf der Strasse rauchen…bin kein Moralapostel, aber
ohne Werte bin ich auch nicht - und ich finde es auch gut,
wenn es in einem gewissen Rahmen gesetzliche Regelungen gibt.

Was ich in Frage stellen wollte - und damit auch zur
Diskussion - war die Tatsache, dass es sogar ein Gesetz gibt,
dass einem großen Bruder verbietet mit seiner kleinen
Schwester in einen Kinofilm zu gehen, der ohne Altersangabe
freigegeben ist.
DAS finde ich - mit Verlaub gesagt - schwachsinnig!
Und Sorgen bereitet mir in der Tat, dass wir immer mehr
Gesetze zu brauchen scheinen, für Dinge, die „eigentlich“
in elterlicher Verantwortung liegen sollten.

DAS wollte ich sagen (auch als Hinweis für diejenigen, die es
auch vielleicht toll finden, wenn ein großes Geschwisterkind
sein kleineres Geschwisterchen mal ins Kino einladen will - es
geht nicht!)
Nicht mehr und nicht weniger…wundere mich wirklich, was man
alles so in ein Posting hineininterpretieren kann - selbst
wenn es einigermassen klar geschrieben zu sein scheint.

Gruß,
Christine, die heute nachmittag ins Kino geht und für einen
Film zahlen wird, den sie gar nicht sehen will (zumal sie selbst
gerade mit Tochter schon HuiBuh gesehen hat) *grmpf*

2 „Gefällt mir“

Was ich in Frage stellen wollte - und damit auch zur
Diskussion - war die Tatsache, dass es sogar ein Gesetz gibt,
dass einem großen Bruder verbietet mit seiner kleinen
Schwester in einen Kinofilm zu gehen, der ohne Altersangabe
freigegeben ist.
DAS finde ich - mit Verlaub gesagt - schwachsinnig!
Und Sorgen bereitet mir in der Tat, dass wir immer mehr
Gesetze zu brauchen scheinen, für Dinge, die „eigentlich“
in elterlicher Verantwortung liegen sollten.

wie recht du hast…:smile:

Hi

Buhu,

Kommt das von zuviel Huibuh? *schmunzel*

Was ich in Frage stellen wollte - und damit auch zur
Diskussion - war die Tatsache, dass es sogar ein Gesetz gibt,
dass einem großen Bruder verbietet mit seiner kleinen
Schwester in einen Kinofilm zu gehen, der ohne Altersangabe
freigegeben ist.

Für den Gesetzgeber sind beide minderjährig und somit der große Bruder nicht groß genug um als Aufsichtsperson zu fungieren.

Außerdem: Wenn was passieren sollte: Wer haftet denn dann?
Der 13jährige wohl nicht, denn er ist ja nur eingeschränkt geschäftsfähig (oder wie immer das im Rechtsdeutsch heißt)

DAS finde ich - mit Verlaub gesagt - schwachsinnig!
Und Sorgen bereitet mir in der Tat, dass wir immer mehr
Gesetze zu brauchen scheinen, für Dinge, die „eigentlich“
in elterlicher Verantwortung liegen sollten.

Damit hast Du nicht unrecht. Ich denke mir bei vielen Gesetzen, daß es eigentlich auch mit Eigenverantwortung und ohne Gesetz gehen sollte. Aber offenbar ist das leider nicht so, das zeigen alleine schon viele Fragen/Threads hier im Rechtsbrett.

Nicht mehr und nicht weniger…wundere mich wirklich, was man
alles so in ein Posting hineininterpretieren kann - selbst
wenn es einigermassen klar geschrieben zu sein scheint.

Das ist das Problem, wenn nur auf Geschriebenes reagieren kann. Es fehlen einfach viele Dinge (Mimik, Tonfall) des RL.

Christine, die heute nachmittag ins Kino geht und für einen
Film zahlen wird, den sie gar nicht sehen will (zumal sie
selbst
gerade mit Tochter schon HuiBuh gesehen hat) *grmpf*

Wäre doch interessant auszuprobieren, ob Du tatsächlich mit in den Film gehen müßtest oder es reicht, wenn Du die entsprechenden Karten kaufst.

Gruß
Edith

Hi!

Ich hab dazu ein bissl gegoogelt und festgestellt, daß der Besuch ohne Erziehungsberechtigten in Deutschland tatsächlich ausdrücklich untersagt ist. (Andrerseits dürfen Kinder vom Kindergarten alleine heimgehen, was bei uns unvorstellbar ist.)
Ich konnte im Österreichischen (genauer: Wiener/NÖ) Jugendschutzgestez keine entsprechende Einschränkung finden, obwohl bei uns Kindergartenkinder abgeholt werden müssen - und große Geschwister dafür mindestens 14 sein müssen.

Sinnvoll oder auch nur logisch nachvollziehbar ist das für mich nicht.

alien

Buhu,

Kommt das von zuviel Huibuh? *schmunzel*

Was ich in Frage stellen wollte - und damit auch zur
Diskussion - war die Tatsache, dass es sogar ein Gesetz gibt,
dass einem großen Bruder verbietet mit seiner kleinen
Schwester in einen Kinofilm zu gehen, der ohne Altersangabe
freigegeben ist.

Für den Gesetzgeber sind beide minderjährig und somit der
große Bruder nicht groß genug um als Aufsichtsperson zu
fungieren.

Außerdem: Wenn was passieren sollte: Wer haftet denn dann?
Der 13jährige wohl nicht, denn er ist ja nur eingeschränkt
geschäftsfähig (oder wie immer das im Rechtsdeutsch heißt)

DAS finde ich - mit Verlaub gesagt - schwachsinnig!
Und Sorgen bereitet mir in der Tat, dass wir immer mehr
Gesetze zu brauchen scheinen, für Dinge, die „eigentlich“
in elterlicher Verantwortung liegen sollten.

Damit hast Du nicht unrecht. Ich denke mir bei vielen
Gesetzen, daß es eigentlich auch mit Eigenverantwortung und
ohne Gesetz gehen sollte. Aber offenbar ist das leider nicht
so, das zeigen alleine schon viele Fragen/Threads hier im
Rechtsbrett.

Nicht mehr und nicht weniger…wundere mich wirklich, was man
alles so in ein Posting hineininterpretieren kann - selbst
wenn es einigermassen klar geschrieben zu sein scheint.

Das ist das Problem, wenn nur auf Geschriebenes reagieren
kann. Es fehlen einfach viele Dinge (Mimik, Tonfall) des RL.

Christine, die heute nachmittag ins Kino geht und für einen
Film zahlen wird, den sie gar nicht sehen will (zumal sie
selbst
gerade mit Tochter schon HuiBuh gesehen hat) *grmpf*

Wäre doch interessant auszuprobieren, ob Du tatsächlich mit in
den Film gehen müßtest oder es reicht, wenn Du die
entsprechenden Karten kaufst.

Gruß
Edith

Hiho,

Insofern fragst Du Dich berechtigterweise:

Warum erzähle ich das?

Stimmt, aber ich beantworte die Frage ja auch selbst.

Aber ist es nicht grotesk:
wenn dieses Gesetz unsere Kinder schützen soll, warum
macht es dann vor der Privatsphäre halt? Warum werden
nicht alle Eltern belangt, die ihre Kinder vor der
Glotze parken und sich einen Dreck drum scheren, was die
Kids gucken? - Das ist doch bigott!

Bin ich voll und ganz Deiner Meinung.

Solche Gesetze brauchen wir nicht, denn WIR erziehen
unsere Kinder!
[…]
Sollte es denn nicht so sein?

Natürlich sollte es so sein. Das Jugenschutzgesetz ist ja für Kinder da, deren Eltern eben NICHT aufpassen. Sonst würde es nicht immer wieder Kinder geben, die mit Alkohol an den Ecken rumstehen - das fällt nämlich auch unters Jugendschutzgesetz.

Ich hätte es noch verständlich - und sogar
verantwortlich - gefunden, wenn der Kino-Betreiber sie
wieder nach Haus geschickt hätte und eine
schriftliche Erlaubnis der Eltern gewünscht hätte.
Aber gleich ein Gesetz gegen so etwas? Nee, nee, da ist
was faul im Staate Deutschland!

Wie sollte er eine schriftliche Erlaubnis der Eltern einfordern können, wenn es KEIN Gesetz gäbe?

Und, Nike, ganz ehrlich: mir graust vor Leuten, die
Gesetze durchsetzen, ohne sie zu hinterfragen!

Niemand will stumpfsinnige Befehlsempfänger haben. Aber daß gerade das Jugendschutzgesetz seinen Sinn hat, muß ich nicht umständlich hinterfragen: Daß Minderjährige sich nicht mit Alkopos abschießen und ohne Erwachsene in Kinos und Spielhallen abhängen sollen, halte ich persönlich für absolut sinnvoll.

Liebe Grüße,
Nike

Jugendschutz und Gesetze
Hi nochmal :smile:

Was ich in Frage stellen wollte - und damit auch zur
Diskussion - war die Tatsache, dass es sogar ein Gesetz gibt,
dass einem großen Bruder verbietet mit seiner kleinen
Schwester in einen Kinofilm zu gehen, der ohne Altersangabe
freigegeben ist.

Woher soll der Kinobesitzer wissen, daß es Bruder und Schwester sind? Hatten sie Ausweise dabei? OK, Du hast recht, selbst wenn, hätten sie nicht gemeinsam in den Film gehen dürfen…

DAS finde ich - mit Verlaub gesagt - schwachsinnig!
Und Sorgen bereitet mir in der Tat, dass wir immer mehr
Gesetze zu brauchen scheinen, für Dinge, die „eigentlich“
in elterlicher Verantwortung liegen sollten.

Ja, aber das Jugendschutzgesetz (wie auch alle anderen Gesetze) soll ja gerade da greifen, wo Eltern in ihrer Verantwortung versagen. Daß es in diesem Fall Dich trifft, obwohl Du nicht in Deiner elterlichen Verantwortung nachlässig warst, ist halt blöd gelaufen.

Nur, um mal ein anderes Beispiel zu nennen: Unsere Tochter ist 13 und rührt Alkohol nicht an. Da lege ich meine Hand für ins Feuer. Sie hätte Silvester ein Glas Sekt haben dürfen und wollte nicht („Das schmeckt ekelhaft“). Ich brauche für sie kein Jugendschutzgesetz, das es verbietet, wenn Kindern Alkohol verkauft wird. Deswegen schreie ich nicht, daß es sinnlos ist. Ich sehe in Köln zu Karneval genug 13-jährige besoffen auf de Straße liegen. :frowning:

Die Regelung mit dem Kino hat durchaus seinen Sinn: So manche Kids kaufen sich eine Kinokarte für „Felix 2“ und schleichen sich dann aus dem einen Kino und heimlich rein in das andere, in dem gerade ein Actionstreifen läuft. Weiß ich deswegen, weil genügend Kids aus meinen Klassen mir das erzählen. :confused:
Wenn Mama oder Papa dabei sind, kann das nicht passieren. Darum das Gesetz.

Ja, ich weiß, hätten Deine sicher nicht getan. Aber, wie gesagt: Um Dich geht es nicht.

Ich schlage auch keine Leute tot, trotzdem bin ich froh, daß es verboten ist…

Wenn Du verstehst, was ich meine. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

2 „Gefällt mir“

Hallo Christine,

Aber ist es nicht grotesk:
wenn dieses Gesetz unsere Kinder schützen soll, warum
macht es dann vor der Privatsphäre halt? Warum werden
nicht alle Eltern belangt, die ihre Kinder vor der
Glotze parken und sich einen Dreck drum scheren, was die
Kids gucken? - Das ist doch bigott!

Das frage ich mich auch,es müsste da wirklich ein Gesetz geben,das Kinder auch privat schützt, gegen nicht Altersgerechte- Sendungen,Ballerspiele,Passivrauchen u.s.w ,leider kann das niemand kontrollieren.

Ich wäre froh, wenn „die Leute“ selbst sich ihrer
Verantwortlichkeit den Kindern gegenüber bewusst
blieben, bzw. wenn es wieder MEHR Leute gäbe, die das
Rückrat haben, sich hinzustellen und zu sagen:

Solche Gesetze brauchen wir nicht, denn WIR erziehen
unsere Kinder!

Doch solche Gesetze brauchen wir,solange es immer noch Eltern gibt denen alles egal ist,Hauptsache sie müssen sich mit nichts auseinander setzen und die andern sind eh alle doof.(ist jetzt allgemein gemeint, betrifft niemanden aus den Brett)

WIR informieren uns vorher und entscheiden dann
verantwortlich, was unsere Kids dürfen und was nicht.
WIR achten und kennen unsere Kinder und WIR wissen,
was sie können, was wir ihnen zutrauen und was wir
ihnen erlauben - und auch was nicht!

Sollte es denn nicht so sein?

Klar sollte es so sein,muss so sein.Aber woher sollte der Kinobesitzer denn wissen,das du es erlaubt hast?

Ich hätte es noch verständlich - und sogar
verantwortlich - gefunden, wenn der Kino-Betreiber sie
wieder nach Haus geschickt hätte und eine
schriftliche Erlaubnis der Eltern gewünscht hätte.

Stimmt, das hätte er machen können,vielleicht ist er nicht auf die Idee gekommen und das Gesetz hat ja andere Vorschriften, an die er sich halten muss/sollte.

Ich finde das Gesetz so auch nicht OK,(wenn es um einen Kinderfilm geht), Eltern sollten das Recht haben,mit einer schriftlichen Einverständnis-Erklärung ihre Kinder auch allein ins Kino gehen zu lassen.

LG Biene

Hallo,

Ich finde das Gesetz so auch nicht OK,(wenn es um einen
Kinderfilm geht), Eltern sollten das Recht haben,mit einer
schriftlichen Einverständnis-Erklärung ihre Kinder auch allein
ins Kino gehen zu lassen.

Wollte den noch hinzufügen,das dann der Kinobesitzer auch nicht wissen kann,ob die Erlaubnis echt oder gefälscht ist.Das beste ist man geht persönlich mit.
HuriBuh fand ich übrigens lustig ,Cars war auch ganz gut,aber auch traurig.(für mich jedenfalls)

LG Biene

Ergebnis:smile:
Hallo,
ich möchte mich herzlich für den Austausch bei
Euch bedanken und Euch erzählen, wie es letztlich
gelaufen ist (mag jeder darüber denken, wie er will).
Ich hatte gestern wirklich einen Kloß im Magen, denn
ICH wollte doch gar nicht ins Kino, meine, den Film
wollte doch ICH gar nicht sehen.

Wie schon erwähnt, wir waren gerade gemeinsam und
Cars wollten die beiden halt gucken… Nebenbei:
so dicke hab ich’s ja auch nicht im Portemonnaie
und am „Billigtag“ (Dienstag) sind sie ja
zurückgewiesen worden…

Seufz, ich hab dann also bei der Behörde angerufen,
da gibt es eine Stelle für Jugendschutz bei der
Staatsanwaltschaft. Einer sehr netten Dame schilderte
ich das Problem. Sie schwieg lange, meinte dann ganz
vorsichtig, dass manche Gesetze etwas spinnert wären
und ob ich nicht in ein anderes Kino gehen könnte, wo
man es „weniger eng“ sehen würde…grins

Ich war sehr erleichtert, dass es amtlicherseits
ähnlich gesehen wurde (jedenfalls dieser spezielle Fall).

Bin also mit Sohnemann und Tochter zum Kino (vorher geübt:
„ich bin 6“ - so bringt man sein Kind zum Lügen). Um die
Ecke geschaut, ob besagte Kassiererin da ist. Sie war’s
nicht. Karten gekauft, Tochter verkündete dann

  • unaufgefordert und strahlend - „ich bin schon 6!“
    *peinlichgrins* und die beiden zogen los in den Film.
    So war das.

Natürlich finde ich es auch gut, dass es immer da Schutz und
Gesetze für Kinder gibt, wo die Eltern ihrer Verantwortung
nicht nachkommen (können), aber ich wünsche mir einfach, dass
ich in einem Land lebe, das mit wenig Gesetzen auskommen kann,
weil die Eltern - und auch andere Erwachsene - achtsam sind
und bleiben.
Es macht mir Angst, dass das eine immer mehr zunimmt, während
das andere abnimmt.

Lieber Gruß Euch allen,
Christine

offtopic
Hi!

Es macht mir Angst, dass das eine immer mehr zunimmt, während
das andere abnimmt.

Vermutlich nimmt das Eine eben deshalb immer mehr zu, WEIL das Andere immer mehr abnimmt…

LG
Guido

Hallo Guido,

Vermutlich nimmt das Eine eben deshalb immer mehr zu, WEIL das
Andere immer mehr abnimmt…

Eben! - und das ist NICHT offtopic, sondern genau das,
was mich wütend und traurig macht.

Lieber Gruß,
Christine

Abschließend hi,

Vermutlich nimmt das Eine eben deshalb immer mehr zu, WEIL das
Andere immer mehr abnimmt…

Eben! - und das ist NICHT offtopic, sondern genau das,
was mich wütend und traurig macht.

Und da sind wir dann wirklich völlig einer Meinung. :smile:

Liebe Grüße,
Nike

lügen
Hallo Biggi,

vorher geübt:
„ich bin 6“ - so bringt man sein Kind zum Lügen).

Ich verstehe dein mulmiges Gefühl.
Pädagogisch ist das bestimmt ganz daneben.
Aber zu deiner Beruhigung:
ich musste jahrelang mit unschuldigem Blick sagen:
„Ich bin noch fünf!“ oder später „Ich bin noch keine 12.“
damit ich noch zum billigen Preis reinkomme.
Ich bin keine notorische
Lügnerin geworden :wink:

Gruß
Elke