Kirche und der Austritt

Hallo,

angenommen jemand will aus der Kirche austreten, erstens warum muss der deshalb zum Amtsgericht? Ist die Kirche etwa eine staatliche Organisation geworden? Und zweitens wie genau läuft das beim Gericht dann ab? Gibt es dort einen formlosen Antrag, entstehen Kosten?

Schöne Grüße
kruder77

Als vorabinfo. Andere wissen es sicherlich besser. Vll ist es abhängig vom Bundesland. Bei uns in Niedersachsen läuft der Austritt über das Standesamt. Man muss seinen Auswei bzw. Urkunde mitbringen. Ein Beamter geht dann ein Formular durch, man unterschreibt bezahlt eine Gebühr und man ist ausgetreten! Hier wird man nicht nach den Gründen gefragt!

Gruß
jesch

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Als vorabinfo. Andere wissen es sicherlich besser. Vll ist es
abhängig vom Bundesland. Bei uns in Niedersachsen läuft der
Austritt über das Standesamt. Man muss seinen Ausweis bzw.
Urkunde mitbringen. Ein Beamter geht dann ein Formular durch,
man unterschreibt bezahlt eine Gebühr und man ist ausgetreten!
Hier wird man nicht nach den Gründen gefragt.

Hallo,

danke für dein Antwort Jesch!
weiss jemand zufällig wie sich das in Berlin verhält?

Grüße kruder77

nochmal ohne Gewähr
schau mal hier:
http://www.berlin.de/SenJust/Gerichte/AG/kirchenaust…

hier muss man tatsächlich zum Amtsgericht. Ist aber sicher nur formsache! man sollte den Gang zum Finanzamt nicht vergessen. Bei uns ging das zum Bsp. gleich eine Etage teifer beim zusatändigen Einwohnermeldeamt… da kann man mal sehen wie sich alleine die Bundesländer bei sowas unterscheiden!

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Super Dankeschön!

Du zahlst trotz Austritt weiterhin kirchensteuer…
Hi Holger,
… wenn du arbeitslos wirst. Egal ob ausgetreten, Moslem, Buddhist, Atheist, du zahlst dann Kirchensteuer.
Ich finde das eine Riesensauerei.
Einer meiner besten Freunde ist Moslem, wurde nach 30 jahren Arbeit hier arbeitslos, warum wird ihm vom Arbeitslisengeld irgendwie pauschaliert die Kirchensteuer abgezogen?
Er hat doch nie einen Nutzen davon, ich weii im Moment gar nicht ob diese Sekten Moslems auf ihren Friedhöfen dulden.
In Fulda sicher nicht. Da war ich mal *graus* Aus dem Bahnhof raus gabs einen Kiosk, ich wollte die Zeitschrift „Spiegel“ haben. Sie sagte mir, den dürfe sie nicht führen, gäbe Ärger mit den Leuten!
Da möche ich nicht mal begraben sein in Fulda *weia*
Dieser Djerba oder wie da der kath. Sektenchef hiess , der war ja so schwarz der wirft ja in seiner Kiste in der er nun liegt auch noch Schatten.
Deutschland ist m.W. sowieso das einzige Land weltweit, was irgerndwelchen Sekten (mehr isses ja nicht was die sind) das Geld eintreibt.
Gruß
Reinhard

Hallo,

Kirchenaustritt
Hallo,

ich weiß nicht, ob dich die anderen Antworten schon weitergebracht haben, aber die beiden folgenden Links sollten eigentlich alle Fragen klären:

http://www.kirchenaustritt.de/
http://www.ibka.org/infos/FAQKA.html

angenommen jemand will aus der Kirche austreten, erstens warum
muss der deshalb zum Amtsgericht?

Das ist in der Tat in jedem Bundesland anders geregelt, siehe die obigen Links.

Ist die Kirche etwa eine
staatliche Organisation geworden?

Nein, im Gegenteil. Aber da der deutsche Staat für die Kirchen die Mitgliedbeiträge (also die Kirchensteuer) einzieht, muss man eben einer staatlichen Stelle gegenüber erklären, dass man diesen Beitrag nicht mehr leisten möchte.
Aus Sicht der Kirche kannst du sowieso nicht austreten, oder besser gesagt: deine Taufe kannst du nicht zurückgeben. Falls du dich irgendwann entscheiden solltest, der Kirche wieder beizutreten, wirst du mit offenen Armen aufgenommen.

Grüße
Wolfgang

Kirchenaustritt Erfahrungsbericht
Hallo Kruder,

warum du zum Amtsgericht musst, ist dir ja schon erklärt worden. Nur noch zusätzliche Hinweise von mir (ich bin Anfang diesen Jahres aus der Kirche ausgetreten, auch Berlin):

  • Du gehst zum Amtsgericht, Personalausweis mitbringen. Dort musst du ein Formular unterschreiben, warum du austreten willst fragt niemand. Das ging auch superschnell, ich musste nicht mal warten. Anschließend bekommst du eine Bescheinigung über deinen Kirchenaustritt.
  • Mit der Bescheinigung über deinen Austritt und deiner Lohnsteuerkarte (vom Arbeitgeber aushändigen lassen) gehst du dann zur Kirchensteuerstelle deines Finanzamts. Dort gibt’s nochmal einen Stempel auf die Lohnsteurkarte, und ab dem übernächsten Monat zahlst du keine Kirchensteuer mehr.
  • Mich hat das ganze etwa 10 min im Amtsgericht und 5 min in der Kirchensteuerstelle an Zeit gekostet, und das wars auch schon. Kosten gibt’s sonst keine.
  • Irgendwann ein paar Monate später gab’s dann noch Post von der Kirche, die wollten noch meine Taufpfarrei wissen um meinen Austritt korrekt zu ihren Akten legen zu können.

Das ist alles wirklich ganz einfach, schmerz- und kostenlos.

Viele Grüße

Andrea

Troll! (o.w.T.)
-nix-

falsch! keine (echte) KiSt auf ALG
…nur zur Info:

***Zitat***
Die „fiktive“ Kirchensteuer: Bei allen, auch den konfessionslosen BezieherInnen von Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, des Vorruhestands- und Unterhaltsgeldes sowie des Kurzarbeiter- und Schlechtwettergeldes wurde (bis zum Jahr 2004 einschließlich) ein Abschlag in Höhe der „fiktiv“ anfallenden Kirchensteuer vom Arbeitslosengeld vorgenommen, ein Betrag, der nicht den Kirchen zugute kam. Die Betroffenen wurden vielmehr Opfer der Verquickung von Staat und Kirche, denn die „einbehaltene Kirchensteuer“ wurde als „gewöhnlich anfallender Entgeltabzug“ bezeichnet. Erst mit der Neuregelung von ALG II ab 1. Januar 2005 ist diese Regelung weggefallen.

***Zitat Ende**

aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer

gruß,

barbara