Kirchenaustritt und Taufe

Hallo zusammen,

der Artikel unten (bzw. einige Antworten darauf) hat mich auf einen Gedanken, der mir so bisher noch nie gekommen ist.

Ich selbst bin vor fast 20 Jahren (zwei Tage nach meinem 18. Geburtstag) aus der kath. Kirche ausgetreten. Da ich weder an Gott glaube, noch die „Politik“ der kath. Kirche unterstütze, war das für mich -auch aus heutiger Sicht- ein richtiger Schritt.

Ich betrachte mich auch nicht als Christin, da ich keinen der Glaubensinhalte des Christentums teile (z.B. Gott, Auferstehung).

Meine Frage ist aber nun, als was mich eigentlich die kath. Kirche betrachtet. Natürlich wurde ich als Kind (unter viel Geschrei :smile:) getauft.

Bin ich nun kirchenrechtlich betrachtet immer noch Katholikin? Der Austritt ist ja mehr ein staatlicher Akt, der mit Steuern etc. zu tun hat. Oder wird so ein Austritt auch von der Kirche akzeptiert?

Vielen Dank und viele Grüsse,
Lisa

Hallo zusammen,

der Artikel unten (bzw. einige Antworten darauf) hat mich auf
einen Gedanken, der mir so bisher noch nie gekommen ist.

Ich selbst bin vor fast 20 Jahren (zwei Tage nach meinem 18.
Geburtstag) aus der kath. Kirche ausgetreten. Da ich weder an
Gott glaube, noch die „Politik“ der kath. Kirche unterstütze,
war das für mich -auch aus heutiger Sicht- ein richtiger
Schritt.

Ich betrachte mich auch nicht als Christin, da ich keinen der
Glaubensinhalte des Christentums teile (z.B. Gott,
Auferstehung).

Meine Frage ist aber nun, als was mich eigentlich die kath.
Kirche betrachtet. Natürlich wurde ich als Kind (unter viel
Geschrei :smile:) getauft.

Bin ich nun kirchenrechtlich betrachtet immer noch Katholikin?
Der Austritt ist ja mehr ein staatlicher Akt, der mit Steuern
etc. zu tun hat. Oder wird so ein Austritt auch von der Kirche
akzeptiert?

Soweit ich weiss wird der (verwaltungstechnische) Akt des Kirchenaustritts von den Amtskirchen zwar bedauert und nicht gern gesehen, aber Du bist für sie (da Du getauft bist) immer noch katholisch (oder im anderen Fall: evangelisch), in jedem Fall christlich. Erst der Ausschluss (Exkommunikation) trennt Dich (in den Augen der Kirche) von ihr, dafür musst Du aber was ganz schön ‚böses‘ machen :wink: (z.B. einer anderen Glaubensgemeinschaft beitreten).
Ich weiss allerdings nicht, wie sich beim Austritt deine Rechte in der Kirche (insbesondere auch auf Dienstleistungen) verändern.

Peace, Kevin.

Hallo,

einmal Katholik, immer Katholik. Das wirst Du auch nicht los! Egal, ob Du Kirchensteuer zahlst, an Gott glaubst oder was auch immer.

Gruß, Bernd

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Die Taufe verfällt nicht…
Hallo Lisa,

ich selbst gehöre zu den ‚katholischen Atheisten‘ - ich weiß, den Ausdruck gibt es nicht, aber: wie willst Du jemanden nennen, der das volle Programm (Taufe, Erstkommunion & Firmung) hinter sich hat und trotzdem aus voller Überzeugung aus der Kirche austritt… Die Sakramente verfallen ja nicht.

Daß wir dennoch als Katholiken - wenn auch abtrünnige, fehlgeleitete, verirrte - betrachtet werden, beweist folgendes Beispiel:

Vor einigen Jahren bekam eine Freundin von mir während meines Dienstes ein sogenanntes Blue Baby (Herzfehler) und bat mich - weil sie nicht wußte, ob Junior überlebt - einen Pfarrer zu besorgen, der das Baby tauft. Nun: versuch um 3:00 Uhr morgens einen Pfarrer aus dem Bett zu zerren… Na super: Ariane heult, Baby läuft blau an, Ärzte und Schwestern rennen umher - Panik pur und ich mittendrin.

Dann fiel mir aber ein, daß nach den Kirchengesetzen jeder, der christlich getauft und konfirmiert ist, eine Not-Taufe durchführen kann, diese muß aber ‚In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti‘ und unter Verwendung von Wasser (muß nicht einmal geweiht sein) erfolgen und gemeldet werden. Also habe ich den Zwerg - obwohl ich längst aus der Kirche ausgetreten bin - notgetauft. Was hätte ich denn bitte schön sonst machen sollen?

Der Herr Pfarrer, bei dem die Taufe dann einige Tage später gemeldet wurde, guckte zwar etwas blöd aus der Wäsche (Wie??? Sie haben Ihr Kind von einer Ausgetretenen taufen lassen???), die Taufe wurde aber anerkannt, ich mußte nur meine Tauf- und die Firmungsbescheinigung vorlegen. Der Junior meiner Freundin ist inzwischen putzmunter.

Ich betrachte mich zwar auch nicht als Christin, würde aber jederzeit wieder so handeln, wenn ein solcher Notfall eintreten sollte. Zu irgendetwas muß meine Taufe schließlich gut sein…

Viele Grüße

Tessa

Gulp du,
Ich weiß nicht ganz genau, wie das bei den katholicken aussieht, da ich evangelisch bin, aber bei uns muss jede® Getaufte die Konfirmation machen, um vollständig von der Gemeinde aufgenommen zu werden. Bei Euch (ich dage einfach mal Euch, meine aber die Katholiken) heißt das Ding, denk ich, Kommunion.
Jedenfalls geht es darum, dass man sich noch mal bewusst für Gott entscheiden soll, da man als Kind, bei der Taufe, ja mehr oder weniger entschieden worden ist.
Solange man dit also nicht gemcht hat, ist man noch gar nicht richtig drin, in dem verein, und dürfte somit ohne Probleme auch einfach raus kommen. Normaler Atheist halt.
Und auch sonst wird man denk ich nicht zum Ex-christen. Wer nicht an Gott glaubt, der glaubt halt nicht an ihn. Punkt, aus.
Was Rechte in der Kirche angeht:
Da ist die Kirche etwas widersprüchlich. Doch steht geschrieben, dass alle Menschen vor Gott gleich sind und dass wir unseren Nächsten lieben sollen, wie uns selbst. Die Rechte müssten somit eh für alle gelten. Und Gott steht auch denen bei, die nicht an ihn glauben. Dafür gibt’s Belege in der Bibel, ich schau mal, ob ich sie grad finde.
Du bist also einfach und schlicht ein Atheist oder sonst was.

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das ist hart
Hallo Kevin,

Soweit ich weiss wird der (verwaltungstechnische) Akt des
Kirchenaustritts von den Amtskirchen zwar bedauert und nicht
gern gesehen, aber Du bist für sie (da Du getauft bist) immer
noch katholisch (oder im anderen Fall: evangelisch), in jedem
Fall christlich.

Das ist hart. Da wird so eine persönliche Entscheidung also einfach vollkommen ignoriert. Kann mir zwar eigentlich wurscht sein, was die kath. Kirche denkt, aber irgendwie stinkt es mir doch ein wenig, daß man da einfach hineingezwungen wird und dann (zumindest in deren Augen) aus dem Verein nicht wieder rauskommt.

Erst der Ausschluss (Exkommunikation) trennt

Dich (in den Augen der Kirche) von ihr, dafür musst Du aber
was ganz schön ‚böses‘ machen :wink: (z.B. einer anderen
Glaubensgemeinschaft beitreten).

Hehe, guter Tipp. Auf zum Hostienschänden! *grins*. Oder kennst du zufällig eine Religion, der man beitreten könnte -aber bitteschön eine, aus der man dann ohne größere Komplikationen wieder rauskommt *grins*

Ich weiss allerdings nicht, wie sich beim Austritt deine
Rechte in der Kirche (insbesondere auch auf Dienstleistungen)
verändern.

Also Dienstleistungen will ich von denen nun wirklich keine. Ich bin froh, wenn der Abstand zwischen der kath. Kirche und mir so groß wie nur irgendwie möglich ist. Allerdings fände ich es gut, wenn das die Kirche auch anerkennen würde. Das wäre dann tatsächlich mal was, was man ihnen positiv anrechnen könnte *lachlach*

Viele Grüsse,
Lisa

Hallo Tessa,

ich selbst gehöre zu den ‚katholischen Atheisten‘ - ich weiß,
den Ausdruck gibt es nicht, aber: wie willst Du jemanden
nennen, der das volle Programm (Taufe, Erstkommunion &
Firmung) hinter sich hat und trotzdem aus voller Überzeugung
aus der Kirche austritt… Die Sakramente verfallen ja nicht.

Tja, ich wär schon lieber nur Atheistin. Es ist schon irgendwie seltsam, wenn man 25 Jahre lang mit einem Verein nichts mehr zu tun hat und dann plötzlich draufkommt, daß man da immer noch unfreiwilliges Mitglied ist *grmblgm*

Vor einigen Jahren bekam eine Freundin von mir während meines
Dienstes ein sogenanntes Blue Baby (Herzfehler) und bat mich -
weil sie nicht wußte, ob Junior überlebt - einen Pfarrer zu
besorgen, der das Baby tauft. Nun: versuch um 3:00 Uhr morgens
einen Pfarrer aus dem Bett zu zerren… Na super: Ariane
heult, Baby läuft blau an, Ärzte und Schwestern rennen umher -
Panik pur und ich mittendrin.

Üble Geschichte.

Dann fiel mir aber ein, daß nach den Kirchengesetzen jeder,
der christlich getauft und konfirmiert ist, eine Not-Taufe
durchführen kann, diese muß aber ‚In nomine Patris et Filii et
Spiritus Sancti‘ und unter Verwendung von Wasser (muß nicht
einmal geweiht sein) erfolgen und gemeldet werden. Also habe
ich den Zwerg - obwohl ich längst aus der Kirche ausgetreten
bin - notgetauft. Was hätte ich denn bitte schön sonst machen
sollen?

Ich verstehe nicht, wieso das geht. Wie kann man denn etwas im Namen Gottes tun, wenn man selbst davon überzeugt ist, daß der nicht existiert? Ich kann zwar deine Entscheidung nachvollziehen (in der Lage!), aber ich würde sowas sicher nicht fertigbringen. Da müsste ich zu weit über meinen Schatten springen.

Der Herr Pfarrer, bei dem die Taufe dann einige Tage später
gemeldet wurde, guckte zwar etwas blöd aus der Wäsche (Wie???
Sie haben Ihr Kind von einer Ausgetretenen taufen lassen???),
die Taufe wurde aber anerkannt, ich mußte nur meine Tauf- und
die Firmungsbescheinigung vorlegen. Der Junior meiner Freundin
ist inzwischen putzmunter.

Na, hat der Junior ein Glück. Und das bei dem Stress :smile:).

Solche Bescheinigungen hatte ich übrigens nie. Oder ich habe sie beim Großputz mal vernichtet.

Viele Grüsse,
Lisa

Hi du,

natürlich habe ich das auch alles hinter mich gebracht. Damals war ich so 8 oder 9 Jahre alt und entschieden hab ich mich vor allem für die Kohle, die die Verwandtschaft bei dem Ereignis springen hat lassen :smile:). Welches Kind schätzt denn schon die Folgen ab, die sowas später mal haben kann? *lachlach*

Viele Grüsse,
Lisa

Hallo Lisa,

Das ist hart. Da wird so eine persönliche Entscheidung also
einfach vollkommen ignoriert. Kann mir zwar eigentlich wurscht
sein, was die kath. Kirche denkt, aber irgendwie stinkt es mir
doch ein wenig, daß man da einfach hineingezwungen wird und
dann (zumindest in deren Augen) aus dem Verein nicht wieder
rauskommt.

so ist es leider.
Spricht man dann aber im Zusammenhang mit der Kindertaufe von einer „Vergewaltigung“, gilt man als Ketzer.

Jesus wollte immer nur freiwillige Nachfolger haben.
Und als christliche Kirche sollte man sich auch daran halten.

Hehe, guter Tipp. Auf zum Hostienschänden! *grins*. Oder
kennst du zufällig eine Religion, der man beitreten könnte
-aber bitteschön eine, aus der man dann ohne größere
Komplikationen wieder rauskommt *grins*

Das halte ich nicht für eine gute Idee.

Also Dienstleistungen will ich von denen nun wirklich keine.

Auch keine Beerdigung?

Gruss Harald

Hallo Lisa und Tessa!

aus der Kirche austritt… Die Sakramente verfallen ja nicht.

Ich verstehe nicht, wieso das geht. Wie kann man denn etwas im
Namen Gottes tun, wenn man selbst davon überzeugt ist, daß der
nicht existiert?

Ich glaube, Lisa vermengt da zwei Dinge. Der Austritt aus der Kirche (egal welcher) kann ja mindestens zwei ernsthafte Gründe haben:

  1. wenn ein Mensch zu der Überzeugung kommt, es gebe keinen Gott, wird er, wenn er konsequent ist, aus der Kirche austreten, und gleichzeitig sozusagen einseitig den mit der Taufe begründeten und in der Kommunion/Konfirmation erneuerten und „befestigten“( sic) „Vertrag“ aufkündigen - könnte also nicht handeln wie Tessa in dem geschilderten Fall.

  2. wenn ein Mensch zu der Überzeugung gelangt, dass die weltliche Organisation „Kirche“ nicht mit dem übereinstimmt, was den christlichen Glauben ausmacht, wird er zwar konsequenterweise aus der Kirche austreten, nicht jedoch aufhören Christ zu sein, christlich zu handeln.

Natürlich mag es noch weitere Gründe geben, der Kirche den Rücken zu kehren, aber die halte ich meist für nicht sehr überzeugend.

Lisa wäre sicher überrascht, wieviele Menschen zwar organisatorische „Heiden“ sind, die aber trotzdem christliche Prinzipiuen zur Grundlage ihres Lebens und Handelns machen.

Gruß
Eckard (Heide)

Hallo Harald,

so ist es leider.
Spricht man dann aber im Zusammenhang mit der Kindertaufe von
einer „Vergewaltigung“, gilt man als Ketzer.

Ist zwar ein harter Ausdruck, aber so ganz abwegig dann doch nicht. Schliesslich werden eigene Entscheidungen einfach nicht respektiert. Auch alle anderen Rituale (die die Taufe ergänzen etc.) sollen, finden in einem Alter statt, in dem man noch kaum Gelegenheit hatte, sich eigene Meinung (unabhängig vom familiären Druck etc.) zu bilden. Und wenn man die dann hat, ist es schön zu spät. Dann hängt man schon drin. Hat genau betrachtet was von einem Zeitungsabo, ohne Widerrufsrecht :smile:)).

Jesus wollte immer nur freiwillige Nachfolger haben.
Und als christliche Kirche sollte man sich auch daran halten.

Tja, sag das mal dem Papst.

Das halte ich nicht für eine gute Idee.

Das war doch nur Spaß. Obwohl ich schon bereit wäre, eine in Kirchenaugen „böse“ Tat zu begehen, wenn mich das endgültig zum Nicht-Mitglied macht.

Auch keine Beerdigung?

Nein, ganz bestimmt auch keine Beerdigung. Ich nehme bei Beerdigungen im Verwandtenkreis (da sind alle anderen Mitglieder) grundsätzlich nicht an Gottesdiensten etc. teil. Beten, Kreuze schlagen und das alles mache ich nicht, das wäre reine Heuchelei.

Für mich selbst möchte ich auf keinen Fall ein christliches Begräbnis. Mir widerstrebt sogar der Gedanke eines christlichen Grabes, zu dem dann die Angehörigen pilgern. Das Leben geht weiter, auch ohne mich. Am liebsten wäre mir daher sowas wie verbrennen und Asche ins Meer streuen (ist ja leider hierzulande nicht erlaubt). Aber bitte ohne irgendwelche christlichen Rituale.

Viele Grüsse,
Lisa

Hallo Eckard,

  1. wenn ein Mensch zu der Überzeugung kommt, es gebe keinen
    Gott, wird er, wenn er konsequent ist, aus der Kirche
    austreten, und gleichzeitig sozusagen einseitig den mit der
    Taufe begründeten und in der Kommunion/Konfirmation erneuerten
    und „befestigten“( sic) „Vertrag“ aufkündigen - könnte also
    nicht handeln wie Tessa in dem geschilderten Fall.

Ja, genau dieser Typ bin ich. Die Frage ist nur, ob die Kirche das auch anerkennt. Könnte mir zwar eigentlich egal sein, was die denken, aber es geht hier um den Respekt vor meinen Glaubensüberzeugungen (die mir schon wichtig sind). Dieser Respekt wird einem verwehrt, wenn man formal immer noch als Mitglied einer Kirche gerechnet wird, deren Inhalte den eigenen Überzeugungen widersprechen.

Lisa wäre sicher überrascht, wieviele Menschen zwar
organisatorische „Heiden“ sind, die aber trotzdem christliche
Prinzipiuen zur Grundlage ihres Lebens und Handelns machen.

*grins* Nein, überrascht bin ich nicht. Ich kenne sogar selbst den einen oder anderen. Nur gehöre ich nicht zu diesem „Heidentyp“ *lachlach*. Was die Prinzipien angeht: einige christliche Prinzipien halte ich für sinnvoll (das hat dann aber nichts mit Gott zu tun, sondern mit menschlichem Handeln) und andere nicht.

Viele Grüsse,
Lisa

Moin, Lisa,

Die Frage ist nur, ob die Kirche das auch anerkennt.

Erlaube mir gelinde Zweifel zu äußern. Allein die Säuglingstaufe ist bereits ein Hinweis darauf, wie genau es „die Kirche“ (als Institution gleich welcher Konfession) mit der Selbstbestimmung des Menschen nimmt. Auch die Vereinnahmung, die Diana etwas weiter unten geschildert hast (Mitglied weil Eltern Mitglied), wirft ein bezeichnendes Licht auf diese Institution, die zwar ihren Monopolcharakter seit längerem verloren hat, aber immer noch so tut, als ob.

Aber wie Du richtig sagst, es muß einen nicht wirklich berühren.

Gruß
Eckard
(dem ein ehrlicher Heide lieber ist, als ein verlogener Christ)

Am liebsten wäre mir daher
sowas wie verbrennen und Asche ins Meer streuen (ist ja leider
hierzulande nicht erlaubt). Aber bitte ohne irgendwelche
christlichen Rituale.

Meines Wissens nach sind sogenannte ‚Seebestattungen‘ (=Asche ins Meer) in Deutschland durchaus erlaubt. (Oder hat sich das in den letzten 10 Jahren geändert?)
Bestattungsinstitute bieten auch nichtchristliche Beerdigungen und Bestattungen an. Statt einer Predigt können Angehörige etwas sagen, oder der Bestatter hält eine Rede nach Wünschen der Angehörigen oder des Verstorbenen.

Peace, Kevin.

Meines Wissens nach sind sogenannte ‚Seebestattungen‘ (=Asche
ins Meer) in Deutschland durchaus erlaubt. (Oder hat sich das
in den letzten 10 Jahren geändert?)
Bestattungsinstitute bieten auch nichtchristliche Beerdigungen
und Bestattungen an. Statt einer Predigt können Angehörige
etwas sagen, oder der Bestatter hält eine Rede nach Wünschen
der Angehörigen oder des Verstorbenen.

Peace, Kevin.

Hallo Kevin,

genau so ist es. Es gibt Seebestattungen in Deutschland. Mein Schwiegervater wurde vor 3 Jahren so bestattet. Ohne Pfarrer, Kirche etc…Kein großes Brimborium, ganz schlicht, nur mit den engsten Angehörigen.

Gruß
Uschi

Die Taufe ist relativ unwichtig
Ja, ich meine es so, wie ich es sage: Die Taufe ist relativ unwichtig!!

Es gibt eine Stelle in der Bibel, die sagt „Wer glaubt und getauft ist, der wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, der wird der Verdammnis anheim fallen“. Wie immer man „Verdammnis“ versteht (die Diskussion hatten wir weiter unten), es ist glasklar, das Entscheidende ist der GLAUBE.

Damit sind getaufte Atheisten schlicht Atheisten, die Kirchensteuer zahlen, wofür es ja auch gute Gründe gibt.

Die Kirchen, die ein Problem damit deswegen haben, weil sie Babys taufen, sind hier in der Zwickmühle. Eigentlich dient die Kommunion bzw. die Konfirmation der glaubensmässigen Bestätigung der Taufe, aber auch dieses wird heutzutage durch die Praxis ad absurdum geführt. Und weil die evangelische und katholische Kirche viel zu oft lediglich eine Verwaltungsorganisation ist, bindet man die irdischen Zuwendungen eben an jenes öffentliche Baden eines Säuglings. Das ist auch durchaus ok, solange die auf diese Weise benetzten nicht meinen, daß sie jetzt automatisch das Himmelreich für sich gepachtet haben.

Gulp und hallo,
nun, jeder macht mal Fehler. Aber sag mal, ich hab ja auch Konfirmation gemacht, aber ich habe nicht mehr Geld bekommen, als die Leute, die „Jugendweihe“ gemacht haben. Jut, ich hätte niemals Jugendweihe gemacht, denn ich kann damit nix anfangen, aber ich meine die Geldsache spielt doch nicht die Rolle, oder?

Nun, da du alles mitgemacht hast und dich troztdem umentschieden hast, würd ich sagen, du bist trotzdem us Sicht der Kirche nur ein Atheist. ist meine Auffassung. Aber wenn das für viele hier nicht eindeutig ist, sollte mal jemand ne mehl an den Papst schicken, oder?
([email protected] *lach*)

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Jugendweihe?
Hallo,

nun, jeder macht mal Fehler.

Tja, das stimmt *grins*

Aber sag mal, ich hab ja auch

Konfirmation gemacht, aber ich habe nicht mehr Geld bekommen,
als die Leute, die „Jugendweihe“ gemacht haben. Jut, ich hätte
niemals Jugendweihe gemacht, denn ich kann damit nix anfangen,
aber ich meine die Geldsache spielt doch nicht die Rolle,
oder?

Nun ja, das kommt wohl drauf an, wo man herkommt *lachlach*. Ich bin im streng katholischen Bayernländle geboren und aufgewachsen. Da war nix mit Jugendweihe und so. Das gabs hier gar nicht. Hier wird schön brav bet und beicht *grins*. Und ein wenig Bestechung war da tatsächlich im Spiel. Ich weiß noch genau, daß ich (obwohl noch nicht mal in der Pubertät) eigentlich nicht zur Kommunion wollte (hatte keine Lust auf das Getue). Da hat mir die Verwandtschaft dann alles mögliche versprochen, wenn ich mich brav konform verhalte*grins**. So lief das damals in Bayern*lach*.

Nun, da du alles mitgemacht hast und dich troztdem
umentschieden hast, würd ich sagen, du bist trotzdem us Sicht
der Kirche nur ein Atheist. ist meine Auffassung. Aber wenn
das für viele hier nicht eindeutig ist, sollte mal jemand ne
mehl an den Papst schicken, oder?
([email protected] *lach*)

*grins* Weiß der überhaupt, wie man so ne mehl abfragt? Ich wage zu zweifeln, daß das was nützt*lach*

Viele Grüsse,
Lisa

Gulp und hallo,
ich bezweifle, dass der Papst ne Ahnung hat, was ne mail ist, aber ich hab mal hingemailt. Einfach mal auf gut Glück. Vielleicht hat der Papst ja einen hohen Kirchenmann abgestellt, der mal schauen soll, ob alles glatt läuft im Netz. Einen Schutzheiligen für das Internet gibt es ja schließlich auch schon habe ich gehört.*lach*

Tja und zum eigentlichen Thema ist meine Meinung immer noch, wer nox mit der Kirche zu tun haben will, der hat nix mit der Kirche zu tun. Aus der Sicht der Kirche biste wohl ne Atheistin oder sonste was. Nix mit besonderem Status oder so :wink:.
Ich habe guten Kontakt zu nem ev. Pfarrer, den werd ich mal fragen, wie es aus seiner Sicht ausssieht. Ist zwar nicht die 100% konkrete Info, aber vielleicht hat der nen hilfreichen Gedanken.
Lass es dir gut gehen,
Zwergenbrot (Philipp)

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