Guten Tag ihr lieben Wissenden,
für meinen sich sehr an Details erfreuenden schreibenden Mann, bin ich mal wieder auf der Suche nach Informationen.
Die Suche bezieht sich auf folgendes Zitat:
„In einer Legende des Jesuiten Aloys Boleslas Albin wurde berichtet, nachdem man Johannes Nepomuk in die Moldau geworfen habe, sei „alsbald ein wunderbarer Lichterglanz auf der Flut” zu sehen gewesen.“
Gibt es das Original von Aloys Boleslas Albin irgendwo.
Oder habt ihr Informationen darüber, wo genau dieser Lichterglanz war?
Also nur da, wo er reingeworfen wurde oder der ganze Fluß oder…
Was sagt die kirchengeschichtliche Legende noch z.Th. Lichterglanz und Versenkung des Hl. Nepomuk?
Ich danke euch und werde lichterglänzende Sterne regnen lassen
Lieben Gruß
Kerstin
Liebe Kerstin,
über den Aloys Boleslas Albin habe ich nirgendwo etwas finden können; der von Dir zitierte Satz kommt in einer Ausarbeitung vor, die vom Erzbistun Köln herausgegeben wurde:
http://209.85.135.104/search?q=cache:xernbeKQvZgJ:ww…
Da ist am Ende der ersten Seite die email-Adresse und die Telefonnummer des Verfassers - Dr. Becker-Huberti - verzeichnet.
Dort könntest Du - wenn überhaupt - fündig werden.
Ich kenne nur die Version, daß nach dem Tode des Nepomuk lauter kleine Lichter auf der Moldau erschienen seien; daher rührt der Brauch, kleine Brettchen mit Kerzen auf der Moldau schwimmen zu lassen.
Und als Letztes eine - zugegeben unfaire - Frage: Kann Dein Mann nicht selber fragen? Ich bin ein ausgesprochener Gegner des Brauchs, Frauen tun zu lassen, was Männer nicht tun wollen.
Gruß - Rolf
Danke und offtopic
Danke lieber Rolf für den Anfang,
auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen.
Und als Letztes eine - zugegeben unfaire - Frage: Kann Dein
Mann nicht selber fragen? Ich bin ein ausgesprochener Gegner
des Brauchs, Frauen tun zu lassen, was Männer nicht tun
wollen.
Die Frage ist nicht unfair, sondern sie ehrt dich.
Aber sowelche sind wir gar nicht.
Das gehört aber nicht ins Archiv, ich mail dir dazu.
Schönen Tag noch
Kerstin
Hallo Kerstin!
Die Suche bezieht sich auf folgendes Zitat:
„In einer Legende des Jesuiten Aloys Boleslas Albin wurde
berichtet, nachdem man Johannes Nepomuk in die Moldau geworfen
habe, sei „alsbald ein wunderbarer Lichterglanz auf der Flut“
zu sehen gewesen."
Vermutlich handelt es sich um:
Vita S. Joannis Nepomuceni … scripta primum a P. Bohuslao Balbino S. J.
und dann 1730 (im Jahr nach der Heiligsprechung des Johannes) aus den Prozess-Akten der Heiligsprechung (Rom, S. Giovanni in Laterano) ergänzt 1730 neu in Augsburg gedruckt.
Da müsste der Autor also auf Deutsch Bohuslav (Bohuslas?) Balbin heißen.
Gibt es das Original von Aloys Boleslas Albin irgendwo.
Ich hab einmal eine Papierkopie der Ausgabe von 1730 geschenkt bekommen. Also wird das Original in wissenschaftlichen Bibliotheken vorhanden sein.
Oder habt ihr Informationen darüber, wo genau dieser
Lichterglanz war?
An der Stelle unter der Moldaubrücke, wo er hinabgestürzt worden ist. Bei Balbin::
(Der König wollte, dass der Tod des Johannes verborgen bleibt; aber:smile:
ignes et flammae, quae olim S. Joannem nascentem signaverant, mortuum cinxerunt; totus continuo Moldava fluvius reluxit.
(nascentem: Balbin berichtet, dass bei der Geburt des Johannes um das Haus wunderbare Lichter zu sehen waren.)
Davon leitet sich das „Lichterschwimmen“ bei den Johannes-Nepomuk-Feiern mancherorts her.
Was sagt die kirchengeschichtliche Legende noch z.Th.
Lichterglanz und Versenkung des Hl. Nepomuk?
Vielleicht hängen ja die fünf Sterne im Heiligenschein als Attribut ursprünglich mit diesen Lichtern zusammen. Sie werden aber gedeutet als die fünf Buchstaben des Wortes tacui (ich habe geschwiegen), weil ja der Legende nach die Einhaltung des Beichtgeheimnisses der Grund für die Ermordung war.
Noch Fragen?
Schöne Grüße!
H.
Ps.: Was schreibt Ihr denn über meinen Namenspatron? Würd mich intressieren.
Danke, * und offtopic
Hallo Hannes, danke und ich habs weitergegeben.
In dem Krimi meines Mannes lernen sich Opfer und Mörder unter der Statue des Hl.Nepomuk auf der Karlsbrücke kennen.
Wenn das Ding mal verlegt wird, werde ich ähnlich begeistert davon sein wie Ann von den Werken ihres Liebsten und ihr werdet es mitbekommen und dann wirst du ja sehen, was winzigkleines aus deiner Info geworden ist.
Gruß
Kerstin