Kirchenverständnis

Hallo Leute,
weiter unten wurde mal wieder geschrieben, in Dominus Jesus würde Nichtkatholischen Christen das Christsein abgesprochen, dabei ging es in diesem Dokument nur um das Kirchenverständnis.
Das katholische wurde mit

  • apostolischer Sukzession
  • Glaube an die Realpräsenz
    beschrieben. In einem späteren Interview sagte Kardinal Ratzinger, zusätzlöich ginge es noch um den weltweiten Auftrag, den die in LANDESkirchen organisierten Protestanten so nicht hätten.
    Daher meine Frage: Was verstehen Protestanten unter „Kirche“?
    Gibt es bei Protestanten eine Sukzession?
    Gibt es eine Protestantische „Weltkirche“?
    Gibt es überhaupt DEN Protestantismus oder Untergliederungen wie Reformierte, Lutheraner, Calvinbisten…, die das je anders sehen?

Viele Grüße,
Philipp

hallo, Philipp
Kardinal Ratzinger will der nächste Papst werden. deswegen gibt er sich als Eisenfresser aus.
Doch hat Jesus den Jüngern den Missionsauftrag gegeben, nicht der kath. Kirche.
Zu den Evangelischen. die „Protestanten“ sind meines Wissens nur die Lutheraner, die protestiert haben. Alle anderen wurden später der Einfachheit halber unter dem selben Begriff „katalogisiert“.
Die Reformierten wurden vom preussischem Staat gebildet: aus Lutheraner und Calvinisten. Der Grund. sie hatten sich dauernd in den Haaren, wer den rechten Glauben hat.
Grüße
Raimund

Hallo Philip,

weiter unten wurde mal wieder geschrieben, in Dominus Jesus
würde Nichtkatholischen Christen das Christsein abgesprochen,
dabei ging es in diesem Dokument nur um das
Kirchenverständnis.

Richtig, DJ betont/wiederholt die Aussage der Kath. Kirche, das prot. Kirchen keine Kirchen sind.

Das katholische wurde mit

  • apostolischer Sukzession
  • Glaube an die Realpräsenz
    beschrieben. In einem späteren Interview sagte Kardinal
    Ratzinger, zusätzlöich ginge es noch um den weltweiten
    Auftrag, den die in LANDESkirchen organisierten Protestanten
    so nicht hätten.
    Daher meine Frage: Was verstehen Protestanten unter „Kirche“?

Gemeinschaft aller Gläubigen, verwaltungstechnisch in Landeskirchen (und Glaubensrichtungen) aufgespalten.

Gibt es bei Protestanten eine Sukzession?

nicht im kath. Sinne, das ein Nachfolger der Apostel Petrus, über den Glauben wacht und deshalb die Glauzbenshirten ernennt.
Bei uns werden die Landesbischöfe (als höchste geistliche Führer) von der Synode (als Repräsentativgremium für die jeweilige Kirche) gewählt. Die theol. Legitimation der Synode zu diesem Akt folgt aus dem Priestertum aller Gläubigen.
Das liegt der kath. kirche schwer im Magen.

Gibt es eine Protestantische „Weltkirche“?

Es gibt einen Zusammenschluss der evangelischen Kirchen, der Name fällt mir momentan nicht ein. Aber das ist -im Gegensatz zur kath. Kirche- ein föderales Gebilde, d.h. man verständigt sich über Glaubensfragen, aber das tägliche (administrative) Geschäft ist Sache der Gliedkirchen.
Seit der Leonberger (?) Konkordie von 197? (hab gerade mein Gesangbuch nicht da), erkennen sich de facto alle evangel. Kirchen gegenseitig an, auch und gerade in Bezug auf die Sakramente. D.h. ich als ev-luth. empfange bei den Methodisten ein vollgültiges Abendmahl, wie auch meine Teilnahme an diesem Abendmahl die Handlung für die Methodisten nicht entheiligt.
Dies gilt natürlich umgekehrt auch.

Gibt es überhaupt DEN Protestantismus oder Untergliederungen
wie Reformierte, Lutheraner, Calvinbisten…, die das je
anders sehen?

Es gibt bei den verschiedenen ev. Kirchen verschieden Ansichten, aber wie oben ausgeführt, aktzeptiert man ganz offiziell die abweichenden Ansichten.

Tschuess marco.

Hallo

Was „Protestanten“ unter Kirche verstehen kann man nicht festlegen, da es in den protestantischen Kirchen (?) keine dogmatische Einheitsrichtung gibt.

Ich kann also nur feststellen, was ich (immerhin Protestant) unter Kirche verstehe:

Es gibt nur eine christliche Kirche und die besteht aus allen Menschen - unabhängigig von Herkunft, Rasse, Geschlecht oder Konfession - die Jesus Christus als ihren einzigen Herrn anerkennen und die Grundlage ihres Glaubens aus der Bibel beziehen. Der Zusammenhang dieser christlichen Kirche mit den menschlichen Organisationsformen „Kirche“ ist nicht ein-eindeutig.

Gruß
Thomas

Hallo Thomas

Was „Protestanten“ unter Kirche verstehen kann man nicht
festlegen, da es in den protestantischen Kirchen (?) keine
dogmatische Einheitsrichtung gibt.

deine def.(unten) trifft doch den protestant. Kern.

Ich kann also nur feststellen, was ich (immerhin Protestant)
unter Kirche verstehe:

Es gibt nur eine christliche Kirche und die besteht aus allen
Menschen - unabhängigig von Herkunft, Rasse, Geschlecht oder
Konfession - die Jesus Christus als ihren einzigen Herrn
anerkennen und die Grundlage ihres Glaubens aus der Bibel
beziehen. Der Zusammenhang dieser christlichen Kirche mit den
menschlichen Organisationsformen „Kirche“ ist nicht
ein-eindeutig.

DSie Griechen (oder die lateiner) habens da besser: Dort gibt es die ‚Kurie‘ (=Institution) und die ‚ecclesia‘ (=Gemeinschaft der Heiligen).

Tschuess Marco.

Hallo Philipp!

Thomas (s.u.) hat das protestantische Kirchenverständnis, glaube ich, sehr zutreffend beschrieben. Es ist vom katholischen tatsächlich so verschieden, dass es zu Missverständnissen führen kann, wenn man für die gemeinten Sachen unreflektiert dasselbe Wort benutzt.

Das katholische Kirchenverständnis ist primär „sakramental“, d.h. es gibt eine Dichte der Gegenwart Gottes, die nur in der einen, unteilbaren ekklesia geschenkt wird. Diese ist mit der römisch-katholischen Kirche nicht einfach identisch, aber untrennbar auf sie bezogen. Die historische Kontinuität macht anschaubar, dass Gott das Geschenk, das er selbst ist, trotz aller Sünde der Menschen nicht wieder zurücknimmt.

Das protestantische Kirchenverständnis ist primär „doktrinal“, d.h. für die Einheit der geglaubten Kirche genügt ein hinreichendes Maß an Lehrübereinstimmung. Welches Maß an Lehrübereinstimmung hinreichend ist, war allerdings im Lauf der Jahrhunderte sehr umstritten und wird auch heute noch von jedem Theologen anders beantwortet. Historisches hat dabei keine wesentliche Bedeutung. Im Prinzip kann jeder, der an Jesus Christus glaubt, jederzeit eine neue Kirche gründen.

Im ökumenischen Dialog ist diese Differenz das anscheinend letzte, aber bisher schier unlösbare Hindernis.

Adrian

Lieber Philipp,

wenn Du Christ bist, dann solltest Du eigentlich wissen, daß es eine einige Kirche, wohlgemerkt nicht die Steinhaufen, die sich Kirchen nennen!!!, nicht gibt. Nirgendwo.

Außer bei Jesus Christus. Und in der Kirche, der Gemeine, der Gemeinde, dem Schoße Christi ist jeder Mensch, der Jesus als von Gott zu uns Menschen gesandten Messias, zur Erlösung von jeglicher!!! Schuld, politischer und persönlicher, nach meinem Verständnis, anerkennt, ein Christ.

Dazu bedarf es keiner !!! Organisation. Oder Gliederung. Oder Stellvertretung. Jeder Christ ist, nach dem Verständnis Jesu Christi, berufen, alle offenen Fragen mit Ihm Selber, mit Jesus Christus in Gott frei zu besprechen bzw. dazu um Antwort zu bitten, beten. Wer da suchet, der findet auch - ist Seine betreffende Verheißung dazu. Die übrigens auch stimmt, wie ich durch eigenes Erleben bezeuge. Wer da bittet, dem wird gegeben.
Ich, lieber Philipp, bat Ihn darum, mir auch bezüglich Deiner Fragestellung einstens Aufklärung zukommen zu lassen. Ich bekam sie von Ihm.

Wenn Dir was unklar ist! Bitte Gott in Jesus Christus darum, Dir die Dir zukommende Antwort dazu ZUFALLen zu lassen, aus Gnade.
Und in Vorschuß-Vertrauen in den lebendigen Gott.

Und Du wirst nicht enttäuscht werden.
Sonst gäbe es ja keinen Gott, oder er wäre für die Seinen nicht da! Was er aber natürlich eben doch ist.

Kirche stellt die gemeinsamen Werte aller Christen dar. Varianten, Sekten, usw. usf. sind da Ecken, Nischen bzw. Nebengebäude dieser virtuellen Kirche, die sich Christentum nennt. Würde der Hausherr öfter darum, danach befragt, so stünde es besser um diese Gemeine.

Wende Du Dich vertrauensvoll an Deinen Gott in und durch Jesus Christus.
(Übrigens so ähnlich etwa hat mir Gott damals die Sachlage mit Jesus, und warum durch Jesus!!!, was ich nicht glauben konnte, erklärt. Bis ich das kapieren konnte. Nicht mit dem Hirn - nee, mit meinem Herzen!!!)

Dein Norbert.