Kirchlich heiraten?

Dürfen mein Freund (evangelisch) und ich (konfessionslos) kirchlich heiraten ohne dass ich der Kirche beitrete?

Liebe Grüße
Andrea

Hallo Andrea,

bist du getauft und ausgetreten? Dann dürfte das kein Problem sein, ich kenne einige, die in dieser Konstelation kirchlich geheiratet haben. Wenn du nicht getauft bist, wird’s schwierig.

Grüße,

Barbara

Mit dem richtigen Pfarrer geht alles…
und fragen kostet nix,

gruß und viel Glück,
Hannes

Hallo Andrea,

Mal anders gefragt: Warum willst du denn kirchlich heiraten wenn Du dich nicht den Glauben der Kirche hast. Was bringt Dir das?

Interessierte Gruesse,
Claudia

Bestimmt!
Hallo Andrea,
ein Freund von mir hat seine nicht getaufte Frau katholisch geheiratet!
Da gab´s keine Probleme!
Ich glaube nicht, daß die evangelische Kirche da strenger ist!

Grüßle,
Rudolf

Hallo Claudia,

stimmt, ich glaube nicht an die Bibel und dass Gott alles schuf.
Ich hoffe aber schon, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und eine höhere Macht Einfluss hat.
Kirchlich zu heiraten, hat für mich einen ernsthafteren Stellenwert, als mal eben zum Standesamt zu gehen. Ich möchte meine Ehe gern vor dieser hoffentlich existierenden höheren Macht schließen. Und da kommt die Kirche am Nächsten. Ist für mich eine Art Respekterweisung: Ich glaube zwar nicht, dass es dich gibt, aber ich möchte dich auch nicht ignorieren.

Ist kompliziert zu erklären.
Liebe Grüße
Andrea

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du brauchst dich nicht rechtfertigen!
ich finde es so peinlich, daß hier leute angegriffen werden, die sich dafür eben entscheiden haben. was soll dieses rechthaberische getue eigentlich? jeder darf doch wohl so heiraten wie er das möchte. so eine feier ist einfach SCHÖN, und das ist grund genüg für eine religiöse zereminie!

gruß
dataf0x

Moin moin,

du brauchst dich nicht rechtfertigen!

Die beiden Beteiligten, und ich auch, haben die Nachfrage nicht als Aufforderung zur Rechtfertigung verstanden. Aus meiner Sicht ist es eine durchaus legitime Nachfrage, die eindeutig und verständlich beantwortet wurde.

Übrigens noch als Tip zum Ausgangsposting: In der Tat ist es hilfreich, mit dem einen oder anderen Pastor zu sprechen, im Idealfall derjenige der eigenen Gemeinde, solange dieser nicht als besonders zurückhaltend gilt. Vielleicht gibt es ja auch schon Erfahrungswerte in der persönlichen Umgebung.

ich finde es so peinlich, daß hier leute angegriffen werden,
die sich dafür eben entscheiden haben. was soll dieses
rechthaberische getue eigentlich? jeder darf doch wohl so
heiraten wie er das möchte.

Dazu aber das Sakrament einer Institution zu benutzen, das mit dieser Hochzeit auch gewisse Glaubensinhalte verbindet, halte ich für etwas respektlos gegenüber dieser Glaubensgemeinschaft. Andrea hat aber aus meiner Sicht eine absolut einleuchtende Erklärung gegeben, so dass ich ihr, wenn ich könnte, gern einen Pastor nennen würde, kenn mich allerdings bei den Katholen besser aus.

so eine feier ist einfach SCHÖN,
und das ist grund genüg für eine religiöse zereminie!

Wie gesagt, eine Symbolik zu nutzen, nur weil sie „schön“ ist, mit der andere ihren Glauben verbinden, halte ich, soweit man sonst keinerlei Kontakt zu dem jeweiligen Glauben hat, für nicht fair gegenüber der entsprechenden Glaubensgemeinschaft.

Dass auch Mitglieder der entsprechenden Kirche durchaus die Hochzeit nur wegen eines schönen Festes feiern, ist unbestritten, aber ein anderes Thema.

Ach ja: In vielen Gemeinden gehört neben eigentlichen Eheschließung ein Ehegespräch und manchmal auch ein zweitägiges Seminar als Hochzeitsvorbereitung dazu. Würdest Du, den Wunsch einer kirchlichen Hochzeit vorausgesetzt, denn daran auch teilnehmen wollen?

Gruß

ALex

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Dazu aber das Sakrament einer Institution zu benutzen, das mit
dieser Hochzeit auch gewisse Glaubensinhalte verbindet, halte
ich für etwas respektlos gegenüber dieser
Glaubensgemeinschaft

aber geld wird von jenen ungläubigen doch gern für so eine hochzeit genommen - zumindest eine kleine „spende“ und „fahrtspesen“ - in unsrem fall hier sogar steuern. bis dahin reicht der respekt also!

damit hab ich kein problem wenn die andere seite keins hat.

gruß
dataf0x

Hallo

aber geld wird von jenen ungläubigen doch gern für so eine
hochzeit genommen - zumindest eine kleine „spende“ und
„fahrtspesen“ - in unsrem fall hier sogar steuern. bis dahin
reicht der respekt also!

Interessant,
ich hab katholisch geheiratet (also beim bösen Geldsauger Verein des bonzen Papstes), das hat mich genau 0€ gekostet! Und wenn man dann noch der örtlichen Kirche was spendet, wo ist das Problem! Bei jedem Kneipenbesuch, bei jedem Friseurbesuch gibt man (wenn zufrieden) ein Trinkgeld!

Gruß,
Rudolf

Dazu aber das Sakrament einer Institution zu benutzen, das mit
dieser Hochzeit auch gewisse Glaubensinhalte verbindet, halte
ich für etwas respektlos gegenüber dieser
Glaubensgemeinschaft

aber geld wird von jenen ungläubigen doch gern für so eine
hochzeit genommen - zumindest eine kleine „spende“ und
„fahrtspesen“ - in unsrem fall hier sogar steuern. bis dahin
reicht der respekt also!

damit hab ich kein problem wenn die andere seite keins hat.

Seltsam, seltsam,

da tut ein Pfarrer mal genau das, was Du forderst, und dann beschwerst Du Dich über den Umstand, dass er für seine Dienstleistung einen Betrag verlangt. Und ich kann mir nicht vorstellen, das diese Spende höher als ein Meisterlohn im Handwerk ist.

Ansonsten bin ich vielleicht für Deine Ironie unempfänglich: Wer sind die Ungläubigen?

Soweit ich weiss, sind Hochzeiten in meiner Heimatgemeinde nach wie vor ungentgeltlich, es sei denn, dass die Messdiener traditionell vom Trauzeugen einen kleinen Betrag (ich habe vor 20 Jahren dafür 10 DM bekommen) erhalten.

Nur mal so am Rande

Gruß

ALex

P.S. Vielleicht sollten wir, weil off topic, per Mail weiter austauschen, falls gewollt.

dass er für seine
Dienstleistung einen Betrag verlangt.

richtig. es ist eine DIENSTLEISTUNG. was der konsument inhaltlich davon hält, ist dem dienstleister aber meistens egal, hauptsache die gage stimmt. (kann auch eine „spende“ sein).

und genau diesen konsumenten wurde weiter oben „mangelnder respekt vor dem glauben“ angekreidet. der respekt sollte bei der glaubensgmeinde selber beginnen. sie sollten nur von denen geld nehmen, die auch 100% reliigös sind. und wovon würden sie dann leben? siehste.

im übrigen ist auch eine art respekt, wenn jemand der nicht religiös ist, traditionell heiratet.

gruß
dataf0x

Moin,

Dürfen mein Freund (evangelisch) und ich (konfessionslos)
kirchlich heiraten ohne dass ich der Kirche beitrete?

das hängt oft von den landeskirchenlichen Bestimmungen ab. Häufig aber auch nur vom zuständigen Pfarrer.

Gruss
tigger

Hallo,

Ich glaube zwar nicht, dass es
dich gibt, aber ich möchte dich auch nicht ignorieren.

Du sprichst mit jemandem, von dem Du nicht glaubst, dass es ihn gibt?
So wie es aussieht, glaubst Du ja eigentlich schon längst…

Ist kompliziert zu erklären.

…und bist Dir dessen vielleicht noch nicht so ganz bewusst? Oder willst es nicht? Oder kannst/willst nicht glauben, dass Du glaubst?

Mit grinsenden Grüssen
tigger