Kirschbaum 2,50 meter hoch

hi,
ich habe im Garten einen Kirschbaum den ich vor 5 Jahren gesetzt habe. Ständig / jedes Jahr kräuseln sich die Blätter an den Spitzen (Blattläuse vermutlich) trotz Leimring um den Stamm. Nun ist er auch bereits 3,5 Meter hoch. Ist mir zu hoch bin 67 Jahre und das Grundstück ist schräg abschüssig.
Ich werde diesen im Oktober ausgraben und umpflanzen in ein ebenes Gelände.
Möchte aber wieder einen Süsskirschenbaum im Garten am Haus haben der aber bur etwa 2,50 Meter hoch wird.

Kann mir jemand sagen wo ich so einen herbekomme.
Danke schon vorab
Gruß Uwe

Hallo,

Möchte aber wieder einen Süsskirschenbaum im Garten am Haus
haben der aber nur etwa 2,50 Meter hoch wird.

Kann mir jemand sagen wo ich so einen herbekomme.

in jeder besseren Baumschule. Ich habe meine Obstbäume von dieser Baumschule:

http://www.hoffmann-obstbaumschule.de/index.php?page…

Ich habe aber noch eine kleine Süßkirsche, wenn du willst, kannst du sie bei mir ausbuddeln.

Gruss

Iru

Versuchs am besten einfach mal bei einer Baumschule, da bekommst du meist gute Beratung und ordentliche Qualität.

Wegen der Blattläuse: Ein Leimring bringt da recht wenig, weil die im erwachsenen Stadium Fliegen können und so leider den Leimring umgehen wenn sie wieder Eier legen…

Am besten fragst du einfach mal ob nicht irgendwer noch ein paar Marienkäfer übrig hat, die kümmern sich da gerne drum.

Gruß Fretwa

Moin,

Möchte aber wieder einen Süsskirschenbaum im Garten am Haus
haben der aber bur etwa 2,50 Meter hoch wird.

es gibt Hochstämme, Halbstämme und Niederstämme. Das ist von der Unterlage abhängig, auf die die Kirsche veredelt wird.
Für Dich wäre wohl ein Niederstamm etwas, aber auch einen Halbstamm kannst Du mit Schnittmaßnahmen relativ klein halten.
So was kaufst Du am besten in einer örtlichen Baumschule, dann kennen die Bäume das regionale Klima und sind nicht verschnupft, wenn sie aus dem sonnigen Freiburg in die kühle Eifel müssen

Gandalf

Hallo Gandalf,

kennen die Bäume das regionale Klima und sind nicht
verschnupft, wenn sie aus dem sonnigen Freiburg in die kühle
Eifel müssen

das dachte ich auch immer, bis mal der Vierzigtonner aus Holland davor stand :wink:

Grüßle
Elton

Hi,

*Am besten fragst du einfach mal ob nicht irgendwer noch ein paar Marienkäfer übrig hat, die kümmern sich da gerne drum.*

*lach*, noch besser sind die Larven vom Marienkäfer, denn die können nicht gleich wieder wegfliegen. Funktioniert prima, wenn, ja wenn nicht gleich die Ameisen sogleich den Nützling traktieren und verscheuchen.
Ein Marienkäferlarve vertilgt ca. 3000 Blattläuse, bis sie sich verpuppt.

Liebe Grüße
Inge

Hi Uwe,

vielleicht ist ein Säulenkirschbaum etwas für dich? Wenn du keinen Wert auf eine Massenernte legts? Die Sorte ‚Silvia‘ soll ganz lecker schmecken.
Und die Säulenbäumchen sollen ja gut in der Form zu halten sein.

Liebe Grüße
Ine

Servus,

wie kommst Du darauf, dass Sauerkirschen nicht mehr als 2,50 m hoch werden? Und inwiefern bringen sie niedrigere Erträge als Süßkirschen?

Sauerkirschen sind kaum formbar, weil noch empfindlicher auf übermäßigen Schnitt als Süßkirschen.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Moin,

Sauerkirschen sind kaum formbar, weil noch empfindlicher auf
übermäßigen Schnitt als Süßkirschen.

woher hast Du denn diese Weisheit?
Von meinen Sauerkirschen sicher nicht.

Gandalf

Servus,

woher hast Du denn diese Weisheit?

Die wurde mir in der Berufsschule zu Tettnang gelernt. Auch der Metzner empfiehlt, sich bei Sauerkirschen auf das Auslichten und die Entfernung alter, abgetragener Triebe zu beschränken und den Baum hauptsächlich in Ruhe zu lassen.

„Empfindlich“ sollte ich ein bissel differenzieren: Süßkirschen reagieren auf zu heftigen Schnitt und auf Heckenschnitt nach Hausmeisterart gerne mit Gummifluss, an dem sie relativ schnell absterben. Sauerkirschen überleben zu starken Schnitt eher, aber reagieren darauf mit sehr vielen und schwachen Trieben, der Baum verwächst sich leicht zu einem dichten, schattigen Besen mit wenig Fruchtansätzen und sehr viel Reisig.

Wobei sich die Sache mit den Sauerkirschen bereits erledigt hat - ich habe heute früh in Ingelieses Beitrag „Sauerkirsche“ statt „Säulenkirsche“ gelesen, weil ich nicht damit gerechnet hätte, dass sie ernsthaft eine Ballerina vorschlüge, wo eigentlich ein wenn auch kleiner Baum stehen sollte: Diese Art von dekorativen Spielereien wird auch bei guten Standortbedingungen selten mal zehn Jahre alt.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hi Peder,

die Inge hat ihren Beitrag mit lauter ‚Wenns und Abers‘ und Eventualitäten geschrieben. Ist dir das nicht aufgefallen *lach*.

Es geht ja auch darum, dem User Alternativen aufzuzeigen. Sich dann noch selbst ein paar Gedanken um die Materie zu machen, setze ich mal voraus. Und, daß man auch ein gute Baumschule aufsuchen sollte.

Durch deine Antwort hab ich Laie mal wieder was dazugelernt; Danke dafür. Schätze es sehr, dazuzulernen.
Daß diese Säulenbäume auch an gutem Standort eigentlich nicht mehr als 10 Jahre auf den Buckel kriegen. Woran hängt das wohl? Und gilt das ‚nur‘ für diese Säulenäpfel, oder grundsätzlich für alle Arten dieser Fruchtsäulenbäumchen?

Praktisch kann ich zu der ganzen Säulenangelegenheit nur sagen: ich lasse mit ziemlicher Sicherheit in Zukunft die Finger davon. Warum: nun, ich hatte schon mal vor einigen Jahren Säulenäpfel gepflanzt (soviel ich weiß, waren es ‚Bolero‘ und ‚Waltz‘) Mit sehr wenig Erfolg.

Wobei das, ehrlich gesagt auch an meiner mangelnden Pflege gehangen haben kann (Schädlingsbekämpfung. Sich nicht trauen, die Äste rigoros zurückzuschneiden…)

Liebe Grüße
Inge

Ballerina / Säulenobst
Servus,

Daß diese Säulenbäume auch an gutem Standort eigentlich nicht
mehr als 10 Jahre auf den Buckel kriegen. Woran hängt das
wohl?

seit man nach dem zweiten Weltkrieg niedriger wachsende Obstbäume anstrebte und systematisch nach schwächer wüchsigen Unterlagen gesucht hat, ist diese Tendenz über Halbstamm, Pillar, Busch bis zur „Schlanken Spindel“ immer weiter gegangen.

Die extrem schwachwüchsigen Unterlagen, die für Säulenobst/„Ballerina“ verwendet werden, sind ein vorläufiger Endpunkt dieser Entwicklung: Sie sind eine ästhetische Spielerei - ich hab an geeigneter Stelle auch eine „Polka“-Ballerina im Garten stehen -, aber für den gewerblichen Obstbau ungeeignet, weil zu wenig vital: Man kann nicht gleichzeitig extrem schwachen Wuchs und einen robusten, vitalen, ertragskräftigen Baum haben.

Es fällt ja auch auf, dass die üblichen Sorten so gut wie nicht auf Säulen veredelt werden: Säulen brauchen angepasste Sorten, die Unterlagen könnten ein Edelreis von normaler Vitalität mit ihrem Wurzelwerk gar nicht versorgen.

Ob es hier Unterschiede zwischen verschiedenen Obstarten gibt, weiß ich nicht zu sagen. Gefühlsmäßig würde ich dem generell anspruchsvolleren Steinobst weniger Chancen einräumen als Äpfeln und Birnen.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder