Kirschensteuer JA oder NEIN

Ich trage mich mit den gedanken aus der Kirsche auszutretten! Ich bin kein Gläubiger Mensch und eigentlich nur in der Kirsche geblieben damit meiner 7 Jahre Alten Tochter keine Nachteile dadurch entstehen.
Wie sieht das den aus wenn ich aus der Kirsche Austrete und meine Tochter mit 14 Jahren gerne zur Konfermation gehen möchte? Ist das möglich oder müssen die Eltern dazu Kirschensteuer Zahlen?

Ich hätte gerne mal ein paar Meinungen dazu von euch.

Gruss Reinhard

Hallo,
wenn du aus der Kirsche austrittst, kommst du nich mehr an den Kern heran.
Wenn deine Tochter zur Konfermation will, kann es sein, dass sie nicht darf oder du ein Kirschgeld für deine Tochter zahlen musst.
Gruß
HaWeThie

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Aus Kirschen können nur Würmer austreten :wink:

Hi

wenn du in einer größeren /Großstatt lebst, so wirds für deine
Tochter wohl keine Nachteile geben, wenn sie nicht Konfirmiert ist.
Wenn du in einer kleinen gemeinde wohnst, wo jeder jeden kennt, dann
hat schon das austreten aus der kirche für dich konsequenzen.
Aber wenn du nicht von der Lehre der Kirche überzeugt bist, dann würde ich
auch aus meiner tocher keine „scheinheilige“ machen.
Und sie kann sich ja noch später dazu entscheiden, wenn SIE will!

Gruß
Geri

ps.: Du solltest abwägen, ob du lieber kirchensteuer zahlst, oder das geld in die ausbildung/zukunft deiner tochter investierst

Ob man es nun gern hört oder nicht: Die Christliche Kirche ist nnun mal ein Stück der westlichen Kultur. Wer sich allerdings mit den biblischen Stories so umgeht, wie es hier gerne zeebriert wird, dem kann ich nur raten, die Kirche mangels geistiger Masse zu verlassen. Wer aber kapiert hat, dass die Bergpredigt eine echte Orientierungshilfe für das eigene Leben sein kann, der sollte erkannt haben, dass die wahre Kirche auf einer ganz andern Ebene stattfindet. Ich weiß von der großartrigen Arbeit, die die Caritas oder die Diakonissen machen. Ich bin glücklich über die Kultur, die die Kirche der Welt gebracht hat. Das gilt explizit auch für die Moslems, die nicht alle so Schreckensestalten wie Bin Laden & Co. sind. Wenn du abwer so knapp bei Kasse bist, dass du dir die Kirchensteuer nicht mehr leisten kannst, dann mußt du wirklich austreten. Denke aber an die vielen alten Weiblein, die viel Trost in der Kirche finden. Da muß man etwas solidarisch denken - den Menschen zu Liebe, die Kraft und Trost in der Kirche finden. Wenn die Kirche mangels Masse wegbricht, dann Gnade uns Gott. Ich glaube nicht, dass die säkularen Macher die sozialen Strukturen der Kirche übernehmen können. Schau dir doch mal die korrupte Bagage an. In der Kirche versickert weit weniger Geld, als in anderen Hilfsorganisationen.
Alexander

Hallo Reinhard,

Deine Tochter kann zum Konfirmandenunterricht gehen, auch wenn Du [und/oder Deine Frau] nicht in der Kirche bist. Wenn sich Deine Tochter für die Konfirmation entscheidet, muss sie aber vorher getauft werden. Für Dich entstehen aber durch die evtl. Entscheidung Deiner Tochter keine Extra-Kosten.

Schöne Grüße: Martin

Bei uns in der Schweiz wurde die K.Steuer derart heraufgesetzt, dass es sich nicht mehr lohnt aus Kirschen „geistiges Wasser“ herzustellen.

Vielleicht ist das auch von Vorteil, man findet den Weg zur Kirche wieder ohne Umwege.

Gruss
Fritz
a.d.Uw.

Wenn du abwer so knapp bei Kasse bist, dass du dir die
Kirchensteuer nicht mehr leisten kannst, dann mußt du wirklich
austreten.

Ich glaube nicht, dass die Frage ist, ob man es sich leisten kann oder ob man es sich eher nicht leisten will. Ich gehöre zu letzteren und deine Worte haben mich darin eigentlich nur noch bestärkt, auszutreten.

Denke aber an die vielen alten Weiblein, die viel
Trost in der Kirche finden. Da muß man etwas solidarisch
denken - den Menschen zu Liebe, die Kraft und Trost in der
Kirche finden.

Das klingt mir etwas zu ideell. Als ich noch aktiv in der Kirche (und auch ev. Jugendgruppe) war, habe ich da kaum etwas von Liebe gespürt. Trost habe ich auch nie erhalten. Bei manchen funktioniert’s, bei anderen nicht. Und wenn die alten Weiblein (netter Ausdruck, btw.) die Kirche brauchen, sollen sie ruhig hingehen. Warum sollten aber dann andere dafür zahlen?

Wenn die Kirche mangels Masse wegbricht, dann
Gnade uns Gott.

Dann gnade denen Gott, die an ihn glauben, er wirds schon richten. Wo bleibt denn dein Gottvertrauen? :wink:

Ich glaube nicht, dass die säkularen Macher
die sozialen Strukturen der Kirche übernehmen können. Schau
dir doch mal die korrupte Bagage an. In der Kirche versickert
weit weniger Geld, als in anderen Hilfsorganisationen.

Dafür versickert genug Geld bei der Unterstützung von unehelichen Kindern.

Ich sehe Kirche etwas kritisch, die halten mir zu oft die Hand auf und bieten mir dafür eigentlich nichts. Wer austreten will, weil er sich für nicht-gläubig hält, sollte es tun. Meiner Meinung nach ist das auch nur richtig. Warum sollte die Kirche auch durch Ungläubige unterstützt werden? Da können sie ja auch gleich bei Muslime, Hinduisten, Juden und Buddisten zu sammeln anfangen.

MfG
Susanne

Hallo Martin,
kleine Berichtigung:
Wenn die Tochter schon getauft ist, braucht sie nicht nochmal getauft zu werden.
Dann ist m.W. die Konfirmation zu einem Zeitpunkt, wo die Tochter religionsmündig ist - d.h. sie kann selbst entscheiden.
Welche Kosten bei einem Wiedereintritt entstehen, weiß ich jetzt nicht, die Kirchensteuer zahlt man jedoch nur, wenn man Steuern zahlt (Ausnahme: es gibt in dem Bundesland das Kirchgeld)

Gruß
HaWeThie

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Also eines möchte ich definitiv klarstellen: mich interessieren die Inkas weit mehr als die Kirche. Aber das heißt nicht, dass ich aus der Kirche einfach just so austreten werde. Dass die Popen fähig sind, Kinder zu zeugen, ist doch ein ganz anderes Thema. Doch auch da kann ich sagen, dass das erzwungene Zölibat menschenverachtend und grausam ist, ist unschwer zu verstehen. Da stimmt etwas nicht und ich glaube, dass da mit einem Menschenrecht sehr locker umgegangen wird. Doch ich bin mir sicher, dass sich nicht alle Männer und Frauen Gottes an die Vorgabe halten.
Mir geht es schlicht um die Menschen, die die Kirche zum Leben brauchen. Ich kenne viele Menschen, denen die Kirche ein zufriedenes Sterben ermöglicht. In deinen Augen vielleicht the last illusion. Aber um eine richtige Antwort zu bekommen, musst du schon die Betroffenen befragen.
You:
Ich gehöre zu letzteren und deine Worte haben mich darin eigentlich nur noch bestärkt, auszutreten.
Me:
Da hast du mich also wieder missverstanden. Natürlich ist es ganz alleine deine Sache, ob du aus der Kirche austrittst oder nicht. Aber be fair: Schreibe auf, wie viel Geld du nun einsparst und überweise den Betrag auf Heller und Cent dem Roten Kreuz oder Greenpeace. Auch der DBV (Bund Deutscher Vogelschutz) kann das Geld gebrauchen. Wenn du das nicht tust, hast du dich in einer Solidarität zur Gemeinschaft ausgeklinkt. Ich z.B. handle ganz konkret.
You:
Das klingt mir etwas zu ideell. Als ich noch aktiv in der Kirche (und auch ev. Jugendgruppe) war, habe ich da kaum etwas von Liebe gespürt.
Me:
Das ist so ein typischer Denkfehler, den aber viele machen. Sie glauben das man das Recht auf Liebe einfach mit der Geburt erhält. Gib Liebe und dir wird Liebe gegeben. Ich bin jetzt über sechzig. Wenn ich nicht gewisse Leute zur rechten Zeit gehabt hätte, würde es heute um mich ganz anders bestellt sein. Ich war jedoch auch anderen Menschen auch ein treuer Mensch.
Meine Mutter war eine herzensgute Frau, aber total lebensuntüchtig. Wir wären aber nach dem Krieg verhungert, hätten wir nicht einen guten Nachbarn gehabt, der uns immer wieder den rechten Weg aus unseren Schwierigkeiten zeigte. Aber dies wäre ein hübsches Buch.
You:
Das klingt mir etwas zu idiell.
Me:
Wie schade, dass dir deine Ideale abhanden gekommen sind. Ideale sind der Motor zum Leben. Man kann nur dann etwas leisten, wenn man Ideale hat. Mir hat mal eine alte Bäuerin gesagt: Man macht immer etwas für sich, wenn man für andere was tut. Das ist eine simple Wahrheit, an der ich mich ein Leben lang orientiert habe.
So, nun tritt aus der Kirche aus, verwende aber die gesparten Steuern um selbst etwas zu bewirken.

Mit Gruß! Alexander

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Hi Alexander,

Wer aber kapiert hat, dass die
Bergpredigt eine echte Orientierungshilfe für das eigene Leben
sein kann, der sollte erkannt haben, dass die wahre Kirche auf
einer ganz andern Ebene stattfindet.

der Inhalt der Bergpredigt findet sich sinngemäß in fast jeder Religion wieder, weil sie Bedingungen nennt, die eigentlich unerläßlich zum Zusammenleben sind. Da braucht es keine christliche Kirche.

Ich bin glücklich über die Kultur, die die Kirche der
Welt gebracht hat.

Geschmacksache. Die ‚Kultivierung‘ der’primitiven’ Völker halte ich nicht unbedingt für einen Höhepunkt der Zivilisation.

Ich glaube nicht, dass die säkularen Macher
die sozialen Strukturen der Kirche übernehmen können.

Das stimmt nur sehr bedingt. Zum einen leben Institutionen wie Kindergärten, Sozialstationen etc. zum überwiegenden Teil von öffentlichen Geldern und kirchliche Krankenhäuser müßen Gewinn bringen, sonst werden sie geschlossen oder der korrupten Bagage (= öffentlicher Hand) übergeben.
Zum anderen zahlt die Kirche meist untertariflich (bzw. hat einen eigenen Tarif, der niedriger gestuft ist). Dazu kommt, daß kirchliche Einrichtungen keine Betriebsräte haben (auch wieder so ein Privileg!).

In der Kirche versickert
weit weniger Geld, als in anderen Hilfsorganisationen.

Da möchte ich aber bitte Belege!!
Den ich erinnere mich an eine Summe im dreistelligen Millionenbereich (ich glaube es waren 350 Millionen DM,-) die das Bistum Köln für die Vatikanbank verbürgt hat und eintreten mußte, nur so zum Beispiel.

Gandalf

Hallo Gandalf

der Inhalt der Bergpredigt findet sich sinngemäß in fast jeder
Religion wieder, weil sie Bedingungen nennt, die eigentlich
unerläßlich zum Zusammenleben sind.

Da empfehle ich doch mal die Lektüre der Berpredigt:wink: Sie ist gänzlich ungeeignet, daß menschliche (!) ZUsammenleben zu regeln. Ehebruch schon beim Ansehen einer anderen Frau? SCheidungsverbot? Des Höllenfeuers schuldig sein, weil man seinen Bruder „Du NArr?“ genannt hat? Wenn mich einer auf die eine Wange schlägt, die andere hinhalten? Tatsächlich findest Du auch sinngemäß diese Forderung nicht in „fast jeder“ Religion wieder, das aber nur nebenbei.
Aber wie gesagt, mit der Bergpredigt läßt sich kein Staat machen. Jeder Christ jedoch, der die Bergpredigt als Weisung für sein Leben aufnimmt, stellt sich damit einer täglich neuen Herausforderung, die letztlich nur mit der Erkenntnis des eigenen SCheitern enden kann. Vor einem solchen Christen bräuchte man jedoch auch keine Angst zu haben, denn eine solche Haltun sollte einen zur Toleranz gegenüber den Fehlern anderer bringen.

Da braucht es keine christliche Kirche.

Mag sein. Es kommt darauf an, was man unter Kirche versteht. Jedoch bin ich aus diversen Gründen gegen die Kirchensteuer, weil sie weder den Kirchen gut tut noch ihren - potentiellen - Mitgliedern.

Ich bin glücklich über die Kultur, die die Kirche der
Welt gebracht hat.

Geschmacksache. Die ‚Kultivierung‘ der’primitiven’ Völker
halte ich nicht unbedingt für einen Höhepunkt der
Zivilisation.

Die Erkenntnis, daß hier wohl kaum alles so gelaufen ist, daß wir es heute noch gut heißen können, erwächst auch aus einer Reflexion, die die Kirchen und ihre Handlungen an ihren eigenen Schriften mißt. Man sollte mal darüber nachdenken. Wir erkennen auch die Fehlerhaftigkeit der Demokratie, deren Funktionsträger Du als korrupte Bagage bezeichnet. In einer Demokratie ist also derartiges möglich - stimmt dann gleich was mit der Demokratie nicht, müssen wir sie als Idee gleich in den Boden rammen oder aber sollten wir unser Handeln und unsere Ideen nicht immer wieder neu an dem Gewollten und Erfahrenen ausrichten?

Grüße,
Taju

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