Kissenverzug mit Photoshop retuschieren?

Ich habe eine Foto von einem Gegenstand, der zwingend rechteckig wiedergegeben werden sollte, leider war die Digitalkamera auf Weitwinkel eingestellt, und jetzt habe ich einen „Kissenverzug“ (die geraden Kanten wölben sich nach außen).
Gibt es ein Plugin oder einen Workaround zur Abhilfe? Bei den Auswahlwerkzeugen bzw. über Transformieren habe ich keinen Ansatz gefunden (bspw. zusätzliche „Haltepunkte“ einzufügen - wie man’s in einem Vektorprogramm machen würde).

Filter Wölben oder ab Photoshop 6 gibt es Liquify, seit Photoshop 7 auch mit „Haltepunkten“. Sinn und Zweck ist zwar ein anderer, es sollte aber funktionieren.

Gruß Gregor

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Wichtig ist …
… dass Du vor Verwendung des Filters das Foto per Ausschnitt vergrößerst, d.h. Du machst einen Beschnittrahmen, dessen Kanten Du nach außerhalb (!) des Bildes schiebst. Du hast dann ein Bild mit einem weißen Bereich rundherum. Groß genug machen und rundherum gleich viel (mit senkrechter und waagerechter Mittel-Hilfslinie schaffst Du das).

Es ist ein Kreuz mit den Digitalkameras, weil sie noch stärker verzeichnen als Spiegelreflexkameras. Im Weitwinkelbereich hat man normalerweise eine tonnenförmige Verzeichnung, im Telebereich eine kissenförmige.

Sinn des Filters ist es, quasi eine gegenteilige Verzeichung drüberzulassen, um die ursprüngliche zu neutralisieren. Da dieser Filter aber nur innerhalb des Formates wirkt (d.h. ein Kreis innerhalb eines Quadrats), würde ohne die oben beschriebene Vergrößerung des Formats nicht Dein ganzes Bild korrigiert, sondern nur ein runder Bereich in der Mitte (bis er an die Bildkanten stößt).

Bei meiner Canon G2 in Weitwinkelstellung (= tonnenförmige Verzeichnung) lasse ich so 10-11% kissenförmige Verzeichnugn drüber, dann passt’s ungefähr.

Zum Schluss beschneidest Du Dein Bild wieder auf das ursrpüngliche Format.

:smile:
Jetzt hab ich’s grad eben auch selbst gefunden, aber trotzdem Danke euch beiden! Ich war am Distorsions-Filter hängengeblieben, der aber umgekehrt arbeitet, also im Mittelpunkt stärker verzerrt als außen.
Die Schwierigkeit beim Wölben ist in der Tat, den Mittelpunkt zu bestimmen. Und bei tonnenförmiger Verzerrung wäre es dann wohl am saubersten, zwei Teilbereiche zu wölben und wieder aneinanderzusetzen, oder?

So am Rande: Seid Ihr eigentlich als „Experten“ eingetragen? Ich hatte die Leute mit den aussagekräftigsten Profilen angemailt, aber keine brauchbaren Antworten bekommen. Die originellste war: „Strg + T“
Beinahe hätte ich den Glauben an das w-w-w-Prinzip verloren…

Hi deedee

mit verzerrungsfreien korrigierten optiken fotografieren waere eine loesung :smile: !falls ihr oft tabletop oder repro braucht, ich habe diese optiken¡

HH

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Wichtig ist nur …
… dass Du Dein Bild soviel vergrößerst, dass der kreisrunde Verzerrungsbereich bis über die Ecken Deines ursprünglichen Bildes reicht. Da brauchst Du nichts zu teilen und wieder zusammenzusetzen. Sieh Dir bei Deinem Motiv auf der Skala am Rand an, wie groß das Bild ist, und mach Dir eine senkrechte und eine waagerechte Mittellinie (ein blaues Kreuz). Beim Ausschnittvergrößern hast Du Eckpunkte u n d auf jeder Kante einen Mittelpunkt - mit dem findest Du die Hilfslinien. Du kannst ja die Kanten bzw. Ecken solange herumschieben, bis Du zufrieden bist - und dann bestätigst Du erst mit Doppelklick den Schritt.

(Ich nix Experte eingetragen, da gibt’s bessere.)