Wir haben an unserem Haus noch ne Klärgrube. Wir sind die einzigen in unserer Straße, die noch nicht an der Kläranlage angeschlossen sind. Der frühere Besitzer von unserem Haus hatte es versäumt sich damals über die Gemeinde anschließen zu lassen. Als wir uns anschließen wollten, wurde uns gesagt, dass wir dann die Kosten selbst tragen müssten. Also ließen wir uns von verschiedenen Firmen beraten. Doch die Kosten liegen zwischen 2 500 € und 4 500 €. Diese Kosten sind uns doch viel zu hoch. Gibt es eine andere billigere Möglichkeit sich anschließen zu lassen, ohne dass man die Straße aufreißen muss???
Hallo Fragewurm,
Gibt es eine andere billigere Möglichkeit
sich anschließen zu lassen, ohne dass man die Straße aufreißen
muss???
Der Sammelkanal liegt irgendwo unter der Strasse und da muss die Gülle rein.
Zudem muss sichergstellt werden, dass der Anschluss dicht ist, sonst versaut das Grundwasser.
Folglich muss man am Anschluss arbeiten können und dazu muss man den Kanal freilegen.
Die einzige technische Möglichkit wäre, nur an der Anschlusstelle einen Schacht auszuheben und das Abwasserrohr mit einer Bodenrakete bis zu diesem Schacht zu treiben.
Aber das wird nicht günstiger werden.
MfG Peter(TOO)
Grüß Gott
bei mir wurde ja der ganze „Stadtteil“ angeschlossen durch den Kanalneubau. Das sah so aus das die Gemeinde eine Firma beauftragt hat den Hauptkanal zu bauen und von diesem Hauptkanal wurde jeweils ein Stichkanal mit Schacht auf das jeweilige Grundstück gelegt. Der Schacht musste mind. 1 m auf das eigene Grudstück gelegt werden - die Lage dieses Schachtes wurde von der Firma/Gemeinde festgelegt. Die Eigentümer hatten also nur den Hausanschluß von der Grube auf den Schacht umzulegen, alles auf dam eigenen Grundstück.
Glaube nicht so ein Ding selbst bauen zu können. Die fahren dir mit einer Kamera alles ab und finde jedes Löchlein. Du weißt nicht wie schwierig es ist das genau! richtige Gefälle zu erstellen und und und. Ich habe es machen lassen und darüber bin ich froh.
Servuß Helmut
Hallo!
Um die Kosten kommt ihr aber nicht herum,denn es besteht sicherlich inzwischen Anschlusszwang und die Klärgrube(abflusslose Sammelgrube ?) hat allenfalls nur noch ein Zulassung für eine Übergangszeit.
Dazu muss es doch einen amtlichen Bescheid geben.
Wenn Abwasserleitung in der Straße liegt,dann ist dort auch ein sog. Aussetzer bis auf euer Grundstück vorbereitet. Es endet mind. vor der Grundstücksgrenze.
Es braucht also von eurer Seite aus dort einen Übergabeschacht und die neue Leitung von der Klärgrube bzw. Hauskeller dort hin.
Also im wesentlichen Erdarbeiten,Schacht(Betonringe) und die Erdleitung KG mit DN 100.
Übrigens,billiger wäre es auch damals nicht geworden,denn die Gemeinde hätte die Kosten auf Privatgrundstück nicht übernommen !
MfG
duck313
Hallo Ciramaus,
also 2500.-EUR ist nicht zu viel, für einen Abwasserhausanschluss, wenn eine Straße aufgerissen wird. Es kommt natürlich auch auf die Länge und die Tiefe an, aber so auf den ersten Blick ist das schon ziemlich günstig.
Es gibt noch weitere Möglichkeiten:
Peter(TOO) hat schon die Möglichkeit einer Bodenrakete genannt. Dies ist bei Abwasseranschlüssen im Freispiegelgefälle in der Regel aber NICHT möglich.
Es gibt noch die Möglichkeit des Spülbohrverfahrens. Geht aber bei Freispiegelleitungen aber nur bedingt und man benötigt eine Startgrube und eineZielgrube.
Was geeignet ist für Abwasserhausanschlüsse mit definiertem Gefälle ist der Rohrvortrieb in der Press-/Bohrtechnik. Dieses System wird auch „Berliner System“ genannt, weil viele Hausanschlüsse in Berlin so ausgeführt werden.
Dieses System kann von bestehenden Schächten/Kanälen mit mindestens 1000mm Innendurchmesser aus durchgeführt werden. Auch die Durchführung vom Keller auch Richtung Kanal mit ferngesteuerter Kernbohrung im Hauptkanal ist möglich.
Aber die Kosten werden mit Sicherheit die 3000.-EUR oder 4000.-EUR überschreiten.
Fragt mal bei TRACTO-TECHNIK GmbH & Co. KG in 57356 Lennestadt, oder ARS Rohrvortrieb GmbH & Co. KG in 34431 Marsberg nach.
Viel Erfolg!
MFG Alexander Kreis