Schuldner holt weit aus - und jetzt?
Hallo Ihr Lieben,
danke schon einmal für Eure Antworten, da ist einiges dabei, was ich noch lernen kann.
Nun hat sich in den letzten 1,5 Std. die Sache etwas gedreht.
Als Partnerin von Person A, ehemals jedoch Freundin/ Bekannte von B (und ebenfalls ehemalige Dienstleisterin für B) habe ich eben ausführlich mit Person B telefoniert, wie sie denn die Sache sieht und ob sie denn nicht endlich den ausstehenden Betrag zahlen möchte; so ganz ohne Inkasso.
B reagierte stur und rücksichtslos und pochte darauf, daß alles, „was berechnet werden konnte“ (weil durch Kundendienstprotokolle nachgewiesen), bezahlt sei. Im weiteren Verlauf des Gespräches stellte sich jedoch heraus, daß einige Kunden die ihnen berechneten Stunden niemals bezahlt haben, weil sie die Höhe der Stunden irritiert hätte. Weil dafür keine Kundendienstprotokolle vorlagen (aus Schlamperei ist anzunehmen), hat Person B rückwirkend die Stunden der Person A abgezogen - woraus sich der fehlende Betrag ergibt.
Kann B das denn einfach so machen??
Am Ende des Gespräches drohte B damit, daß sie - wenn A zu einem Anwalt ginge - sämtliche Folgearbeiten, die nach dem abschließenden und klärenden Gespräch mit A angestanden seien, Person A nachträglich in Rechnung stelle - mit der Begründung, daß man einen Auftrag auch zu Ende führen müßte (was aber dann ein Mitarbeiter von B übernommen hat, der kurz vor dem klärenden Gespräch wieder eingestellt worden war und somit einen Großteil der Zeit vor Ort bei den Kunden verbracht hat).
Nun war aber in dem klärenden Gespräch alles beendet worden, es hat niemals Verträge gegeben (weil die beiden jeweils selbständig sind) und außerdem hat B den Kunden immer wieder im nachhinein Stunden erlassen (damit die Kunden geschmeichelt und Referenzkunden würden).
Also nochmal zusammenfassend:
Wie ernst zu nehmen ist diese Drohung von Person B, die ja eigtl. in der Rolle des Chefs (obwohl nur Auftraggeber für Person A) für die Kundeprotokolle zuständig gewesen ist (zumindest deren Einforderung, auch im nachhinein)? Kann er das überhaupt machen? Person A hat letzten Endes nur ein Drittel der Stunden berechnen können, weil Person B ständig neue Konditionen mit den Kunden ausgehandelt hat!
Wieviel Sinn macht der Gang zum Rechtsanwalt, wenn Person B sagt, selbst sie könne bei ihren Kunden das Geld nicht einfordern, weil Kundenberichte fehlen?
Gäbe es für Person A überhaupt noch die Möglichkeit, an das Geld zu kommen? Und was zählen ihre privaten Stundenaufzeichnungen am Ende des Tages im Falle eines gerichtl. Verfahrens?
Achja… ich bin ziemlich aufgewühlt… weil Person B so unverschämt war… und natürlich steht da auch eine ehemalige Freundschaft dazwischen, die aber nicht mehr vorhanden ist. Trotz alle dem haben wir uns ganz neutral verabschiedet. Nur weiß ich jetzt nicht, was man Person B raten könnte… und bin froh, Eure Kommentare dazu zu lesen!
Danke schon einmal!