Hallo ihr lieben
ich möchte hier mal meinen Senf dazugeben. In vielen Posts kam insgesamt die message rüber „Du handelst falsch, die Lehrer werden schon Recht haben“. So kam es mir zumindest vor.
Hier möchte ich mal folgendes Sagen: Wenn ein Lehrer „du kotzt mich an“ zu einem Schüler sagt, dann passieren folgende Dinge:
1.: Das Kind bekommt einen „Tritt ins Ego“
2.: Der Lehrer vermittelt der Klasse den Eindruck, dass auch höhere Instanzen deinen Sohn nicht mögen
3.: Alle Kinder lachen -> Soziale Randposition
Ich betrachte sowas als grobes Fehlverhalten eines Lehrers. Klar, niemand kann einem Lehrer verbieten eine eigene Meinung zu haben, aber er muss sie ja nicht so freizügig herausposaunen.
Und noch etwas: Mit Sicherheit ist dein Kind nicht unbeteiligt, wenn es gemobbt wird (so hört es sich für mich an). Aber schuld ist er daran nicht. Wahrscheinlich würde es ihm ziemlich gut tun, einem seiner „peiniger“ mal - um es mal auf ruhrpottisch zu sagen - so richtig eins auf die Fresse zu geben. Das ist zwar moralisch ud pädagogisch fragwürdig, würde aber sein Selbstbewusstsein stärken und den mobbern klarmachen, dass das, was sie tun nicht ohne folgen bleibt.
Und jetzt zur Klassenfahrt. Der Direktor ist nicht der „Chef“ deines Sohnes, wie es in anderen Posts formuliert wurde. Die Schule ist ein Dienstleister. Ich bin jetzt 19 Jahre alt und habe gerade meine Schullaufbahn hinter mir. Meine Eltern haben viele Kämpfe mit meiner Schule (3 Kinder, alle auf der selben Schule, da häuft sich sowas
ausgefochten, und keinen einzigen verloren. Lehrer und Schulverwaltung tun gerne übermächtig, aber eigentlich sind die meisten nur kleine Würste (zumindest bei uns), die ihre Ruhe haben wollen. Wenn man wirklich etwas will, dann muss man nur laut genug auf den Putz hauen.
So, was ich hier geschrieben habe wird nur wenigen Gefallen, aber nach 8 Jahren quälerei und Bürokratie und willkür und einem wirklich mies geführten Unterricht habe ich einen Hass auf das Schulsystem in NRW (und im Kern ist es ja immernoch in der ganzen BRD gleich) und auf die Verfechter dieses Systems entwickelt, die sich weigern mal neues zu wagen.
Gruß, Jezuz
PS: Wenn du dich mit der Schule anlegen willst, dann mach es schriftlich, Gespräche haben (bei uns) nie etwas gebracht. Vielleicht ungefähr so:
"Sehr geehrter Herr/Frau xy,
blabla (mein sohn möchte nicht mit) blabla
…
Bitte legen Sie mir die Gründe ausführlich und schriftlich dar, weswegen die Teilnahme meines Sohnes an dem Schüleraustausch mit den USA von seiner Teilnahme an der Klassenfahrt abhängt. Bisher konnte ich weder in der Allgemeinen Schulordnung noch in anderen mir bekannten Gesetzestexten keine Regelung finden, die dies legitimieren würde.
Mit freundlichen Grüßen, XY"