Klassenfahrten

das ist doch erst der Anfang
Hallo,

merci auch für deine, wenn auch arg sarkastischen,
Anmerkungen. Ich denke, da ist trotzdem auch viel Wahres dran
an dieser Seite (und ich hoffe, dass jetzt nicht alle Lehrer
sich persönlich angegriffen fühlen!).

Nö, der booze nimmt das ja z.B. auch humorvoll. Aber ironisch-übertrieben dargestellt ist das doch ein klares Zeichen, dass die ‚Spass-Gesellschaft‘ in der Schule nicht aufhört. In der 5. Klasse schnell mal 200€ abdrücken, nach dem Sommerurlaub, scheint heute normal zu sein.

Ich geh jetzt mal weg vom PC und das Wetter genießen, melde
mich in den nächsten Tagen nochmal und bin gespannt auf Eure
weiteren Meinungen und Erfahrungen.

Fein. Ich gehe in der Zwischenzeit mal weiterarbeiten (ohne Sonntagszuschlag) und lege mich dann - wie gestern - früh ins Bett.

Erhol dich gut!

So long

MainBrain

Warum sollen Schulen immer das gerade
rücken, was Eltern verpatzt haben?

Hi,

also ich will ja auch nicht provokativ sein und ich werde mich hüten zu sagen, dass Schulen genau dazu da sind, Lehrer meiner Meinung nach AUCH dafür bezahlt werden und und und. Würde ich das sagen würde jetzt eine endlose Diskussion losgehen die mit dem Thema nichts zu tun hat. Darum sage ich nur, dass Schulen (und Lehrer) sich im Idealfall mit dem Elternhaus (und den Eltern) ergänzen.

Warum sollte also eine Ergänzung nicht auch im Hinblick auf den Urlaub mit Eltern und der Klassenreise mit den Kumpels stattfinden. Sicherlich waren Kinder die in der Nähe vom Meer leben schon öfters mal am/im Wasser aber es ist doch ein großer Unterschied ob ich mit Mama, Papa, Bruder Schwester dahin fahre oder mit einer Klasse von 30 Kindern von denen ich vielleicht sogar einige nicht leiden kann. Das übt meiner bescheidenen Meinung auch und kann schlecht durch die Eltern vermittelt werden.

Wie gesagt, nichts für ungut und

Viele Grüße
MeToo

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Also ich habe gerade meine letzte Fahrt hinter mir und finde es fast schon rücksichtlos, was manche Lehrer den Eltern bzw. Schülern an Kosten zumuten.
Dieses Jahr ging es nach Danzig, die Fahrt an sich hat etwa 240€ betragen, Frühstück inklusive und Eintrittsgelder für alles mögliche Klimbim waren auch dabei. Ist jetzt nicht so günstig, allerdings war Danzig im Gegensatz zu Deutschland spottbillig, mit 30, 40€ wäre man da sehr sehr gut über die Runden gekommen. Ich fands gut, wir hatten viel Freizeit und konnten daher auch noch selber entscheiden für was wir Geld ausgeben wollten und für was nicht.

Bei anderen Kursen sah es da noch anders aus. Ein Kurs beispielsweise musste unbedingt nach London fahren. Das ganze hat so viel Geld gekostet, dass nur etwa 10 Leute (von 23) mitfahren konnten, da es sich der Rest schlicht nicht leisten konnte. Der Lehrer zeigte hier auch keine Kompromissbereitschaft.
An einer anderen Schule plante ein Erdkunde-K vor einigen Jahren doch tatsächlich nach Namibia zu fahren, wobei das ganze ebenfalls teurer war als erwartet (allein der Flug dorthin), haben sie dann auch gemacht, wobei mehrere Leute die Fahrt abbrechen mussten, weil sie mit den ganzen Lebensumständen in dem doch Recht armen Land nicht zurechtgekommen sind. Wer kann denn da noch rumfahren und sich die Landschaft angucken… Und wieder nur etwa 10 Leute mitgefahren.

Da frag ich mich auch, was das ganze für einen Sinn machen soll, da sollte man sich doch viel lieber auf eine etwas preisgünstigere Variante einlassen, als das am Ende nur ein Drittel des Kurses mitfahren kann.

Grüße

Kosten
Hallo,

Also ich habe gerade meine letzte Fahrt hinter mir und finde
es fast schon rücksichtlos, was manche Lehrer den Eltern bzw.
Schülern an Kosten zumuten.

Dem möchte ich zustimmen.
Bei uns gab es früher einen „WAndertag“.
Inzwischen gibt es eine „Wanderwoche“.
Die sah bei meinen Söhnen (waren in der gleichen Klasse)
letztes Jahr so aus:
Montag: Fahrt nach Heidelberg, mit Bus, dort Schiffahrt
–> 25 Euro + Verpflegung
Dienstag: Wandertag! (wow) man wanderte an einen See
in der Nähe, dort wurde Boot gefahren und gegessen (ca. 10 Euro)
Mittwoch: Europapark Rust
–> 60 Euro, Fahrt, Eintritt, Essen inklusive
Donnerstag: Schwimmbadtag + Kino
–> 20 Euro
Freitag: Abschlussfest mit Grillen
–> 5 Euro
Unterm Strich: 110 Euro.
Und dann wurde von meinen HErrn noch gemeckert, ich
habe sie kurz gehalten, die anderen konnten mehr Essen,
mehr Bootfahren, mehr Trinken usw.

Gruß
Elke

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Hallo auch,

also ich will ja auch nicht provokativ sein und ich werde mich
hüten zu sagen, dass Schulen genau dazu da sind, Lehrer meiner
Meinung nach AUCH dafür bezahlt werden und und und. Würde ich
das sagen würde jetzt eine endlose Diskussion losgehen die mit
dem Thema nichts zu tun hat. Darum sage ich nur, dass Schulen
(und Lehrer) sich im Idealfall mit dem Elternhaus (und den
Eltern) ergänzen.

Das meinte ich ja (tut mir leid, wenn es nicht so rüber kam). Schule und Elternhaus sollten sich ergänzen. Hebre’s Beitrag laß sich aber so, als wäre es alleine Aufgabe der Schulen Kinder wieder gerade zu rücken, wenn diese dem „Prunk“ verfallen sind und keinen Sinn für Geld haben.

„Aber - sollte Schule gerade deshlab nicht zumindest versuchen, dem was andres (Bildung, Kommunikation, Soziales) entgegenzusetzen? […]
Aber dazu gehört wieder mehr sozialpädagogisches Engagement und Geschick, als nur am Waldrand sein Zelt aufzuschlagen, ich weiß…“

Ein Lehrer kann nicht alleine die sozialen Probleme von 30 Schülern mit einer Klassenfahrt lösen, das geht einfach nicht. Vor allem nicht, wenn vom Elternhaus kein Rückhalt gegeben wird und dort ganz andere „Spielregeln“ herrschen.

Warum sollte also eine Ergänzung nicht auch im Hinblick auf
den Urlaub mit Eltern und der Klassenreise mit den Kumpels
stattfinden. Sicherlich waren Kinder die in der Nähe vom Meer
leben schon öfters mal am/im Wasser aber es ist doch ein
großer Unterschied ob ich mit Mama, Papa, Bruder Schwester
dahin fahre oder mit einer Klasse von 30 Kindern von denen ich
vielleicht sogar einige nicht leiden kann.

Das ist sicherlich was anderes. Für Grundschüler ist das aber nicht immer unbedingt ersichtlich. Und warum sollen Eltern für einen Ausflug bezahlen, an dem ihr Kind nicht teilnehmen will, da er in ihren Augen langweilig ist? Die haben hier bei uns oft schon genug damit zu tun Geld für die notwendigen Dinge wie Schuluniform und Schuhe aufzubringen.

Das übt meiner
bescheidenen Meinung auch und kann schlecht durch die Eltern
vermittelt werden.

Eltern können aber Vorbild sein, was den Umgang mit anderen Menschen angeht. Wenn Mama die ganze Zeit daheim die Nachbarin anschreit, beschimpft und gelegentlich sogar tatkräftig wird, dann wird ein Tag am Strand wohl kaum den Eindruck des Töchterchens ändern, dass man so mit Leuten umgeht, die man nicht leiden kann. In dem Fall ist es dann schon ein Erfolg, wenn Töchterchen gelernt hat, dass sie sich so in der Schule und gegenüber ihren Klassenkameraden nicht zu verhalten hat. Sowas dauert aber manchmal etwas länger und wird oft schon lange vor einer Klassenfahrt „gelehrt“. :smile:

Schönen Gruß
Kel

Hallo,

Hebre’s Beitrag laß sich aber so, als wäre es alleine Aufgabe der :Schulen Kinder wieder gerade zu rücken, wenn diese dem „Prunk“
verfallen sind und keinen Sinn für Geld haben.

Ähm, wo genau liest sich das so???
Ich habe dafür plädiert, „zu versuchen“, dem Anspruchsdenken einiger Kinder und Eltern etwas „entgegenzusetzen“.
Von Korrekturen oder gar von gerade rücken war keine Rede.

Insoweit stimme ich wiederum MeToo zu: Schule sollte ergänzende Angebote machen, und zwar im besten Fall solche, die überzogene Protzerei eben nicht mitmacht bzw. sich ihr kritiklos beugt, sondern zeigen, dass es auch andere schöne Erlebnisse gibt.

Gruß
Hebre

Hallo,

Also ich habe gerade meine letzte Fahrt hinter mir und finde
es fast schon rücksichtlos, was manche Lehrer den Eltern bzw.
Schülern an Kosten zumuten.

Dem möchte ich zustimmen.
Bei uns gab es früher einen „WAndertag“.
Inzwischen gibt es eine „Wanderwoche“.

Glückwunsch! Offensichtlich sind die Lehrer an der Schule Deiner Söhne nicht überlastet. Selten, heutzutage. :smile:

VG
Christian
*dem echte Wandertage oder Fahrradtouren immer lieber waren als ewiglange Bus- oder Bahnfahrten irgendwohin*

Hallo,

Deiner Söhne nicht überlastet. Selten, heutzutage. :smile:

Nur zur Erklärung:
da in dieser Woche auch die mehrtägigen Schulfahrten
stattfinden, ist es einfacher alle Schüler außer Haus
zu schicken, als sich mit stressigen Vertretungsplänen
zu befassen.

Gruß
Elke