Klassentreffen

Hallo,

vorab entschuldige ich mich für ein zumindest-beinahe Dreifachposting
(in Literatur, Kino und Fernsehen, und Psychologie), dessen Verwendung ich aber im Zweifel rechtfertigen könnte! :smile:

Ich habe gerade den Fernsehfilm „Klassentreffen“ gesehen, und das weckte in mir alte Frage (der ich allerdings lange nicht nicht nachgegeben habe) nach der literarischen Umsetzung dieses Themas.

Wer kennt gute oder auch schlechte Umsetzungen des Klassentreffen-Themas in der Literatur? Je mehr, desto besser!

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Thomas,

Dieter Zimmer: Wiedersehn in alter Frische

Gruß Gudrun

Traudl Junge, da gab es mal etwas über „Klassentreffen“. Sie war, als junger Mensch, Schreibkraft beim „Führer“.

Ca. 2000-1 gestorben die Traudl.

Gruß

Hallo, Thomas,

Klassentreffen
von Ulrich Knellwolf

Kurzbeschreibung
Es ist der erste Montag im Juni. Wie jedes Jahr treffen sie sich im Gasthaus zur Krone im schweizerischen Trogen. Jene alten Herren, die 1933 an der Kantonschule die Matura gemacht haben. Diesmal aber sind sie nur zu dritt: Frischknecht, der ehemalige Rüstungsexperte, Rothpelz, der Basler Kunsthistoriker, und der Zürcher Chirurg Meyer. Die anderen sind tot, krank oder - ja, oder… Am besten schweigt man über Philipp Lützelschwab, den Ingenieur, der aus Bewunderung für die technischen Errungenschaften der Deutschen, 1939, nach Kriegsausbruch, desertiert und zu den Nazis übergelaufen ist. Auch wenn der Fall verjährt ist: Mit einem Vaterlandsverräter will man nichts zu tun haben. Doch nun soll er unterwegs sein. Von Südamerika zurück in seine alte Heimat. Und bei näherem Hinsehen ist die eigene Weste gar nicht so weiß, wie man bisher gemeint hat. …

und natürlich:

Franz Werfel, Der Abituriententag

Gruß Fritz

Hallo Thomas,

der simple Weg (hast Du vielleicht bereits gemacht):

Gib in http://www.amazon.de in der Suche unter „Bücher“ „Klassentreffen“ ein bzw. unter „Englische Bücher“ „class reunion“.

Viele Grüße
Diana

Jaaa! Danke! Mehr bitte!
Hallo,

ich bin ganz begeistert!

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo, Thomas,

vor langer Zeit hörte ich, dass Arno Schmid so ein Klassentreffenprojekt plante oder anfing.
Er wollte alle seine Abiturskollegen zu ihren Lebenserfahrungen befragen.
Was daraus wurde ist mir nicht bekannt.

Gruß Fritz

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Hallo Thomas,

über Nacht fiel mir auch noch

Mary McCarthy: Die Clique

ein.

Gruß Gudrun

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Hallo Thomas,

ich kann mich leider nur gaaanz dunkel an eine kleine Erzählung (Satire) eines Amerikaners über ein Klassentreffen nach 30 oder 40 Jahren erinnern, nicht aber an den Namen des Autors. Dafür aber an zwei Sätze, in denen der Ich-Erzähler festhält:
„Der Weg vom Bahnhof zur Schule ist jetzt viel steiler als früher“ und
„Meine Kollegen haben sich so sehr verändert, daß sie mich gar nicht wiedererkannt haben“.

Kichernden Gruß
Barney

Hallo

Ein Buch zum Thema Klassentreff fällt mir noch ein:
Zwei leere Stühle. Novelle - Erik Neutsch
Das ist sogar ein GUTES!!!

Gruß
Greifswalder

Hallo Thomas,

das folgende Gedicht thematisiert kein Klassentreffen im engeren Sinne, ist aber zu lesenswert, als daß ich es unterschlagen wollte :wink:)

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Philip Larkin Dockery and Son

‚Dockery was junior to you,
Wasn’t he?‘ said the Dean. ‚His son’s here now.‘
Death-suited, visitant, I nod. ‚And do
You keep in touch with-‘ Or remember how
Black-gowned, unbreakfasted, and still half-tight
We used to stand before that desk, to give
‚Our version‘ of ‚these incidents last night‘?
I try the door of where I used to live:

Locked. The lawn spreads dazzlingly wide.
A known bell chimes. I catch my train, ignored.
Canal and clouds and colleges subside
Slowly from view. But Dockery, good Lord,
Anyone up today must have been born
In '43, when I was twenty-one.
If he was younger, did he get this son
At nineteen, twenty? Was he that withdrawn

High-collared public-schoolboy, sharing rooms
With Cartwright who was killed? Well, it just shows
How much . . . How little . . . Yawning, I suppose
I fell asleep, waking at the fumes
And furnace-glares of Sheffield, where I changed,
And ate an awful pie, and walked along
The platform to its end to see the ranged
Joining and parting lines reflect a strong

Unhindered moon. To have no son, no wife,
No house or land still seemed quite natural.
Only a numbness registered the shock
Of finding out how much had gone of life,
How widely from the others. Dockery, now:
Only nineteen, he must have taken stock
Of what he wanted, and been capable
Of . . . No, that’s not the difference: rather, how

Convinced he was he should be added to!
Why did he think adding meant increase?
To me it was dilution. Where do these
Innate assumptions come from? Not from what
We think truest, or most want to do:
Those warp tight-shut, like doors. They’re more a style
Our lives bring with them: habit for a while,
Suddenly they harden into all we’ve got

And how we got it; looked back on, they rear
Like sand-clouds, thick and close, embodying
For Dockery a son, for me nothing,
Nothing with all a son’s harsh patronage.
Life is first boredom, then fear.
Whether or not we use it, it goes,
And leaves what something hidden from us chose,
And age, and then the only end of age.

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Viele Grüße
Diana