Klassenzimmer ist der Arbeitsplatz des Lehrers hat seine Reize, die ich sicher gerne ausprobieren würde (kein ironischer Unterton). Dazu habe ich jetzt einige Fragen:
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Wie lässt sich das mit dem 2-3-Fachlehrerprinzip vereinbaren, z.B wird von einem Kollegen die Sporthalle (die mit 3 anderen Schulen genutzt wird), ein naturwissenschaftlicher Fachraum und dann eben ein ganz normaler Raum benötigt.
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Wie organisiere ich den Wechsel zwischen den Räumen, wenn der Weg recht lange ist. Wir sind schon dabei ein Doppelstundenmodell einzuführen, zwischen den Doppelstunden ist eine größere Pause, in der dieser Wechsel passieren könnte. Nur was haben die Schüler dann von der Pause, wenn sie den größten Teil der Pause damit beschäftigt sind von A nach B zu wandern. (Die Vor/Nachteile von Doppelstunden verdienen einen eigenen Thread.)
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Ich nehme, an, dass mit Doppelstunden und größeren Pausen zwischen diesen Blöcken ein Lehrerarbeitsplatz möglich ist. Das hat zwangsläufig auch Auswirkungen auf den Schülerstundenplan, in dem man nicht mehr auf alle Bedürfnisse der Schüler Rücksicht nehmen kann und zwangsläufig auch Stundenfolgen auftreten, die zu Ähnlichkeitshemmungen führen können, vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen entspannten Ganztagesbetrieb. Wie kann ich das in meinem Halbtagsbetrieb mit 1-2 Nachmittagen regeln?
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Es ist immer wieder schön, wenn man hört, dass man einfach nur will und das dann durchsetzt. Ich will einfach nur das Unterrichtsende um 15 Minuten nach hinten schieben. Wie ändere ich jetzt ganz einfach den Fahrplan der Bundesbahn? (Wenn dieser eine Zug verschoben wird dann funktioniert der ICE-Anschluss am Ende der Strecke nicht mehr. Das ist für unsere Schüler nicht wichtig, aber für die Bahn.)Nein, das Landratsamt wird den Teufel tun und uns Busse hinstellen. Da zählt kein einziges Argument.
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Für mich sieht „Klassenzimmer ist der Arbeitsplatz des Lehrers“ einfach danach aus, dass das Problem des Wanderns auf die Schüler abgewälzt wird. Und ich wette, dass es in den Ländern in denen dieses Prinzip verwirklicht ist eine Menge Leute gibt, die ein Schülerklassenzimmermodell wollen.
Viele dieser Probleme würden nicht auftreten, wenn wir einen Ganztagesbetrieb hätten. Den haben wir nicht und wir werden ihn auch nicht haben. Wie kann ich das Prinzip „Klassenzimmer = ist der Arbeitsplatz des Lehrers“ in meinem Halbtagesbetrieb mit 1-2 Nachmittagen umsetzen?
Mit der Bitte um konstruktive Beiträge
Martin Klaiber
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