Klassische Literatur zu Essstörungen

Hallo!

Ich habe morgen eine Prüfung, u.a. zum Thema Essstörungen. Mein Prof meint immer, das sei eine Modekrankheit, die es „früher“ nicht gab. Jetzt habe ich aber gelesen, dass z.B. der Suppenkasper von H.Hoffmann als frühes literarisches Zeugnis von Essstörungen (Anorexia) angesehen wird (Was ich ehrlich gesagt für eine ziemlich gewagte Theorie halte, aber gut).
Kennt jemand noch andere Texe, die sich mit diesem Thema befassen? Ich meine jetzt nicht aktuelle Betroffenenberichte, sondern eher Elemente der klassischen Literatur!?

Grüße,
die Lidscha

Hallo Lydia,
ist ja ein bißchen knapp für die Vorbereitung. Geschrieben hat zu diesem Thema relativ viel Christina von Braun - in Büchern und Aufsätzen, z.b.
„Das Kloster im Kopf. Weibliches Fasten von mittelalterlicher Askese zu moderner Anorexie“ . In: Weiblichkeit und Adoleszenz, hg. v. K. Flaake u. V. King Frankfurt/M. 1992 ; s.a. Gott-Essen, Frau-Essen. Christliche Fleischeslust und weibliche Sexualverweigerung, in: Lettre international, Nr. 17, Berlin 1992; (gekürzt in: ‚Schlangenbrut‘, Münster, 1999/ Heft 65
Viel Vergnügen, Birgitt

Hallo Lidscha,
Franz Kafkas Erzählung „Ein Hungerkünstler“ geht ein wenig in diese Richtung - schau mal: http://www.leixoletti.de/interpretationen/einhunge.htm.
Grüße, Peter

Goethes Wahlverwandtschaften (Ottilie hungert sich zu Tode)

Hallo Birgitt,

natürlich habe ich schon ordentlich gelernt. Ich bin über diese literarische Verwendung dieses Themas aber erst gestern gestolpert und finde es eigentlich interessant, da mein Prof wie gesagt meint, diese Krankheiten hätte es früher nicht gegeben.

Danke für deinen Hinweis!

Grüße,
die Lidscha

Hi Lidscha,

hier findest Du die Geschichte der Anorexie: „Wundermädchen - Hungerkünstler - Magersucht. Eine Kulturgeschichte der Ess-Störungen.“ ISBN 3407221479 Buch anschauen

Viele Grüße
Alex’