Klassisches 'Lokalproblem'

Hallo,

Es ist so,dass ich aus Unsicherheit immer vorpresche,fast noch
bevor der Kellner die Frage zu Ende formuliert hat.

Solche Situationen kenne ich auch, egal wie man
sich auch dreht und wendet, man tappt immer wieder
hinein! Es ist ein Fluch, böse Mächte treiben
ihren Scherz mit uns! :wink:)

Entweder mache ich die Ansage,dass es getrennt geht (was durch
meine Hast etwas barsch rüberkommt) oder aber ich bezahle die
gesam. Rechnung.

Wieso nimmst du es nicht mit ein wenig Humor:

„Selbstverständlich zahlt der Herr!“
Dann lachst du schelmisch und sagst:
„Nein, war ein Scherz, ich zahle meines selbst.“

So einfach könnte es sein, wenn wir denn ein wenig
souveräner wären. Aber wenn du ein wenig trainierst
und dir entsprechende Vorstellungen machst, dann
wird das schon.

Ich persönlich zahle immer die gesamte Zeche und
lass mich dann auszahlen, schon um es der Bedienung
leichter zu machen. Als Mann hat mans halt leichter! :smile:

Und wenn ich einladen will, dann sag ichs einfach.
Obwohl die moderne Frau bisweilen schon dagegen
opponiert. Aber dass man da gleich in no goes
und wer weiss was für Spackenareas gerät, hätt ich
allerdings nicht gedacht. :smile:))

Gruß
Powenz

Hi

Das geht jetzt so ein wenig in den Bereich Soziologie/Bio …
Basically, Ich habe die volle Auswahl, während Männer sich um ein „Weibchen“ bemühen müssen. (Und das gilt natürlich nicht nur für Beziehungen sondern für fast jeden intergeschlechtlichen Kontakt. Auch das mit der Auswahl. Auch wenn man nicht mainstream attraktiv ist, gibt es genug Bewerber. Die wollen nur nicht unbedingt das, was man selbst will, aber das ist in diesem Falle irrelevant und basiert eben darauf, dass wir Menschen mit höherem Denken und entsprechend höheren Ansprüchen sind).

Wirklich gleichzeitig lernt man sich fast nie kennen. Das wäre die Situation, in der sich die Blicke zweier Menschen in der U-Bahn oder so treffen, sie aufeinander zugehen und sagen „Hey ich heiße so und so und ich find dich interessant“ (etc.).

Natürlich sollte es eine gewisse Sympathie geben, die durchaus unterschiedliche Ausprägungen hat (von „Ich hab ja sonst nichts zu tun“ über „Nicht mein Typ, scheint aber nett zu sein, kann man ja mal versuchen und sich nen schönen Abend machen“ bis „OH MEIN GOTT. Diese Person ist mein Traum. Ich würde jetzt sofort alles für sie tun.“).
Aber für gewöhnlich gibt es doch eine viel früher aktive Person.

Für gewöhnlich die Person, die eine andere attraktiv/sympathisch/beides findet und sie als erstes bemerkt. Wenn sich diese erste Person also entscheidet, dass sie eine Ansprache wagen will, beginnt das Werben.
Ob diese Person Mann oder Frau ist, ist völlig egal. Diese Person befindet sich ab jetzt im Werbezustand und ist dabei, sich so sympathisch, vorteilhaft und lebensgünstig darzustellen wie möglich, um die Aufmerksamkeit und Zuneigung des ausgewählten Subjekts zu gewinnen.
Natürlich zwingt niemand Person A, irgendetwas zu tun oder irgendwie zu sein. Person A ist als Person A vollkommen in Ordnung und es gibt sicher genug Interessen an Person A 1.0.
Aber Person A will ja nicht irgendwen, sondern Person B.
Also versucht sich die erste Person als Person A 2.0 auszugeben um _genau für Person B_ attraktiv zu sein.

Person B hat nun eine gewisse Auswahl an möglichen Partnern und interessiert sich nur für einen Bruchteil davon (angeblich jede 13. Person). Das sind immernoch genug Personen 1.0 und Person A muss nun versuchen auf seinen Status als 2.0 aufmerksam zu machen.

Da 2.0 besser als 1.0 ist, erhöht sich die Chance von Person A von Person B ebenfalls als bester möglicher Partner ausgewählt zu werden. Ist Person B überzeugt, haben wir ein Pärchen.

Aufgrund der Bevölkerungsverteilung ist Person A meistens männlich, aber heutzutage schon lange nicht immer. Das Verhältnis gleicht sich immer mehr aus, umso attraktiver (körperlich als auch gesellschaftlich) Person B ist, da somit die Ansprüche von Person B steigen.

Wenn mich also ein Mann anspricht, ist das schön, heißt aber noch lange nicht, dass ich ihn automatisch mag, nur weil er mich anspricht.
Wenn mich also ein Mann anspricht, der sympathisch ist, heißt das noch lange nicht, dass ich ihn als Freund oder gar Partner haben will.
Wenn mich ein Mann anspricht, der so sympathisch ist, dass ich mir mehr vorstellen kann, ist das schön, aber dennoch muss er etwas tun, damit ich mich für ihn *entscheide*.
Damit ist jetzt nicht bewusstes denken von „So jetzt leg dich mal ins Zeug und mach 15 Liegestütze um zu zeigen wie stark du bist“ gemeint, diese Entscheidungen laufen eher unterbewusst ab.

In verschiedenen Kulturen ist das Werben auch ganz unterschiedlich, genau wie es in der Tierwelt verschiedene Rituale gibt (bunte Farben, Balztänze, was für die Partnerin jagen, etc.). So kann ein Mann um eine Frau mit Gütern werben (was heute oft als „sich eine Frau kaufen“ gesehen wird, das trifft aber nicht immer zu.), durch in der gesellschaft festgelegte Handlungen, durch das Treffen in einem Werbehaus (bekannnt sind die z.B. in der Miao Minderheit in China), indem er die Familie der Frau eine Zeit lang mit Gütern versorgt (früher v.a. durch Jagd). Aber auch Frauen können durch Jagd werben (Nye) oder sie gehen in den Haushalt der Eltern des Mannes um ihre Fähigkeiten in der Hausführung unter Beweis zu stellen.

In unserer Gesellschaft ist eine der wenigen gebliebenen Möglichkeiten, sein Interesse und Werben zu bekunden, eben die Einladung.

Diese kann wie erwähnt von beiden Geschlechtern ausgesprochen werden. Es kommt drauf an, wer es zuerst tut.
Durch unsere Rollenverteilung KANN es noch vorkommen, dass Frau einen netten Mann anspricht und ER dann trotzdem eine Einladung ausspricht.
Das kann verschiedene Gründe haben, z.B. aufgrund eines Pflichtgefühls, dass ihm durch Umwelt und Erziehung auferlegt wurde; oder durch das Bedürfnis aufgrund einer starken Sympathie, ein eigenes Werben aufzunehmen, damit aus der Bekanntschaft auf jeden Fall mehr wird.
Es kommt also zu einem „Ich tu etwas für dich, damit du mir Zeit und Aufmerksamkeit schenkst und daraus etwas wird.“

Wenn manche Frauen also denken, dass aus der Einladung des Mannes zu schließen ist, dass dieser mehr erwartet, so ist das nicht falsch.
Im Gegenteil, es ist der natürliche Lauf der Dinge.
NATÜRLICH will er was von dir, sonst hätte er dich nicht eingeladen.
ABER: Die Frau hat die Wahl. Sie muss nichts tun, was ihr nicht gefällt. Sie muss für die Einladung auch nicht das tun, was der Mann will.
Wenn der Mann in einer Disko einen Drink ausgibt, weil er mit der Frau ins Bett will, muss sie das nicht tun. Sie könnte ihm auch einfach noch einen Drink ausgeben oder, wenn er das nicht akzeptiert, ihm das Geld für ihr Getränk hinlegen.
Eine Revanche muss auch nicht sofort geschehen, ich kenne Männer, die würden das nicht wollen. Sie ziehen ein längeres „Werben“ vor um sicher zu gehen oder einfach, weil es ihnen gefällt, sich so zu geben. Einladungen müssen nicht 1:1 abgerechnet werden, aber man sollte daran denken, dem Gegenüber etwas zurückzugeben.

Eine Einladung anzunehmen und sich dann völlig zu verdünnisieren finde ICH absolut nicht okay. Auch wenn der Typ einem unsympathisch ist. Sich einladen zu lassen und dann zu sagen: So ich bin dann weg.
Das ist total unhöflich und auch kränkend.

Daher ist es kontraproduktiv, jemanden in ein Lokal zu laden und dann zu sagen „geteilte Rechnung“ oder auf das Zahlen der Frau (es gibt wie gesagt auch den umgekehrten Fall) zu bestehen, da beim potentiellen Partner dann eine falsche Botschaft ankommt von wegen „Huh, was will der jetzt? Wofür sind wir hier jetzt hingegangen? Hab ich was falsch gemacht? Hat er doch kein Interesse?“.

Dementsprechend:
Wenn ich auf einem Date bin, erwarte ich, eingeladen zu werden. Der Mann will ja was von mir und ich entscheide, ob ich auch was von ihm will. Essen gehen kann ich schließlich auch alleine.
Ausschlussgründe und Ausnahmen habe ich ja bereits erwähnt.
Wenn ich jemanden einlade, zahle selbstverständlich ich und würde nicht erwarten, dass auch dann der Mann zahlt.

lg
Kate

Ich persönlich zahle immer die gesamte Zeche und
lass mich dann auszahlen, schon um es der Bedienung
leichter zu machen. Als Mann hat mans halt leichter! :smile:

Wie kündigst du diese Situation denn an?

Sagst du,dass du die Rechnung übernimmst und fummelst den Betrag danach auseinander oder wartest du darauf,dass deine Begleitung etwas sagt?

Oh Gott…das wird ja immer komplizierter *schreck*

:wink:

Anderer Fall: Mann und Frau in amoröser Beziehung sind in
einem Cafe.
SIE hat einen Kaffee getrunken, ER hat einen Kaffee getrunken
und ein Stück Torte.
Er: „Kannst du zahlen? Ich habe nur einen 50er dabei.“
(SCHEIN!)

HALLO?!

*lach

Herrlich,oder?:wink:

Eine Freundin von mir hatte schon die Situation,dass ihre Begleitung am Tisch ganz Großspurig tönte,die Rechnung zu übernehmen und draußen vorm Lokal hieß es dann:

Ich bekomme noch 24,60 von dir!

Will ich ihn jedoch nicht wiedersehen, bestehe ich schon eher
darauf, dass wir getrennt zahlen.

Da zitiere ich jetzt mal eine Freundin:

Wenn der Typ mir unsympathisch ist,lass ich mich erst Recht einladen.
Quasi als „Schadensersatz“! *g

Auch ne Art:wink:

Hi,

Wie kündigst du diese Situation denn an?

Gar nicht, wozu auch?

Sagst du,dass du die Rechnung übernimmst und fummelst den
Betrag danach auseinander oder wartest du darauf,dass deine
Begleitung etwas sagt?

Man muss die Dinge in die Hand nehmen,
je mehr man über eine Sache nachdenkt, desto komplizierter
wird sie, selbst die einfachsten Dinge.
Ob das das Bezahlen einer Rechnung ist oder das Kennenlernen,
Skifahren oder Sex!

:wink:)

Du machst dir zuviele Gedanken!

Ein Tausendfüssler war ein begnadeter Tänzer,
das ärgerte einen Käfer, er war neidisch und
er ersann sich eine List:

Sag mal Tausendfüssler, wie machst du das eigentlich
mit dem Tanzen, erst den vorletzten Fuss hinten
links, dann den zweiten vorne rechts, oder den
viertletzten vorne…

Es sind diese Käfer in uns, die uns aus dem Rhythmus bringen,
nicht die Situationen. Die einzige Chance mit ihnen
fertig zu werden, ist sie zu ignorieren.

Gruß
Powenz