also ich weiss nicht in Deutschland, aber in Italien gab es in der Oper (und nicht nur) gegen Ende des 18. Jh, bzw Beginn 19. Jh. die grosse Diskussion Klassizismus vs. Romantik. Ich kann jetzt leider auch keine grosse Beschreibung geben, weil gerade das suche ich, eine Erklaerung. Scheinbar waren manche Dichter dagegen (die Romantik), andere dafuer. Weiss jemand davon bescheid?
Danke
Roberto
man kann nicht sagen, dass einige Dichter für und andere gegen eine bestimmte Strömung waren…
Beide Strömungen schlossen an die „Aufklärung“ an.
Die „Romantiker“ wollten dann wieder weg von diesem rationalistischen Denken und flüchteten sich in Todessehnsucht, Wandermotive, Naturbetrachtungen etc.
Die anderen, die „Klassiker“, besannen sich hingegen von der Aufklärung ausgehend auf die Antike zurück, was man auch an der Literatur sehr gut erkennen kann.
EIn Profi bin ich auf diesem Gebiet auch nicht, aber vielleicht habe ich Dir schon etwas weiterhelfen können…
Gruß sannah
zumindest von Goethe ist bekannt, dass er die jungen romantischen Dichter und Künstler ablehnte.
In Thomas Manns „Lotte in Weimar“ (gegen Ende des 4. Kapitels) erzählt es Adele Schopenhauer unnachahmlich:
…wir sind…ein neues Geschlecht…und kennen schon neue Götter. Wir kennen und lieben Maler wie die frommen Cornelius und Overbeck, nach deren Bildern er [Goethe], wie ich ihn selbst habe sagen hören, am liebsten mit der Pistole schösse, und den himmlischen David Caspar Friedrich, von dem er erklärt, man könne seine Bilder ebenso gut verkehrt herum ansehen. ‚Das soll nicht aufkommen!‘ donnerte er, - ein rechter Tyrannendonner, wie nicht zu leugnen, den aber wir im Musenverein in aller Ehrfurcht dahinrollen lassen, indes wir in unsere Poesiebücher Verse von Uhland schreiben und entzückt miteinander die herrlich scurrilen Geschichten von Hoffmann lesen.