Klausurrelevante Fragen

Hallo,
ich habe da ein paar Fragen:

Die wachsende Schere zwischen arm und reich in den marktwirtschaftlichen Grund- und Mischordnungen und die Krisen:

  1. Wodurch wird dieses Phänomän printzipiell verursacht?

  2. Welche nicht marktwirtschaftlichen Alternativmodelle - außer dem marxistischen - könnt ihr auflisten?

  3. Welche Reformen oder Maßnahmen zur Eindämmung des oben genannten Phänomäns, bzw. zur Vorbeugung von Krisen empfehlt ihr; inwieweit sind sie volkswirtschaftlich wünschenswert?

Danke euch

Moin,

  1. Welche Reformen oder Maßnahmen zur Eindämmung des oben
    genannten Phänomäns, bzw. zur Vorbeugung von Krisen empfehlt
    ihr; inwieweit sind sie volkswirtschaftlich wünschenswert?

Speziell zu dieser Frage kann eigentlich nur das richtig sein, was von Eurem Prof. vertreten wird. Du müsstest also rausfinden (erkennt man problemlos am gelehrten Stoff), welche Wirtschaftspolitik Ihr gelehrt bekommen habt. Es ist äußerst selten, dass man bei einem Verfechter der Keynesianischen Lehren beispielsweise mit „Nicht-Keynesianischen“ Maßnahmen punkten kann.

moe.

Moin, er ist Verfechter der Keynesianischen Lehren.

Hi,

er ist Verfechter der Keynesianischen Lehren.

dann kaufe zwei Exemplare dieses Buches
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3492243711/qid…

schenke eins ihm, lies das andere selbst und suche Dir eine neue Uni.

Gruß,
Christian

Welche Uni ist es denn? owT.
.

Hi,

er ist Verfechter der Keynesianischen Lehren.

dann kaufe zwei Exemplare dieses Buches
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3492243711/qid…

schenke eins ihm, lies das andere selbst und suche Dir eine
neue Uni.

Ich glaube nicht, dass dieser Tipp sonderlich hilfreich ist.

Keynesianische Wirtschaftspolitik basiert zum Beispiel darauf, die Sparquote zu vermindern. D.h. die Leute sollten demnach weniger Sparen und mehr Konsumieren, weil nach Keynesianischer Ansicht gespartes Kapital dem Volkswirtschaftlichen Kreislauf entzogen wird.

Ein weiterer Ansatz sind antizyklische Staats-Ausgaben. Soll heißen, wenn die Konjunktur gut läuft, soll der Staat weniger ausgeben, als er einnimmt und diese Überschüsse zurücklegen (oder bereits gebildete Schulden zurückzahlen). Im Fall einer Konjunktur-Flaute dagegen soll mehr Geld ausgegeben werden als eingenommen wird. Man macht also Schulden oder verbraucht das zuvor angesammelte Kapital. Eingesetzt sollte das Kapital zum Konsum-Anreiz werden. Die Sozialhilfe bzw. Arbeitslosengeld ist sogesehen ein derartiges Instrument. Wenn die Wirtschaft gut läuft, gibt es wenige Arbeitslose, wenn die Wirtschaft schlecht läuft, gibt es mehr Arbeitslose und durch diese Sozialleistungen wird der Konsum teilweise aufrecht erhalten.

Weiterer Keynesianischer Punkt wäre die Ausdehnung der Geldmenge (expansive Geldpolitik). Auch dies sollte eine Nachfrage-Steigerung zur Folge haben.

Unter dem Strich könnte man Keynesiansiche Maßnahmen als nachfrage-orientiert bezeichnen.

P.S.: Dieses Posting bezieht sich auf die gestellte Frage und soll kein Plädoyer für Keynesianische Wirtschaftspolitik sein.

moe.

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Keynesianische Wirtschaftspolitik basiert zum Beispiel darauf,
die Sparquote zu vermindern. D.h. die Leute sollten demnach
weniger Sparen und mehr Konsumieren, weil nach Keynesianischer
Ansicht gespartes Kapital dem Volkswirtschaftlichen Kreislauf
entzogen wird.

Was natürlich falsch ist. Gespartes Geld kommt der Wirtschaft als Investitionskapital zugute, entweder über Kredite oder Eigenkapital. Eine geringere Sparquote kann allenfalls einen kurzfristigen Effekt haben. Langfristig mindert sie die Fähigkeit einer Volkswirtschaft zur Eigenfinanzierung.

Übrigens ist der ganze Keyensianismus auf kurzfristige Effekte ausgelegt, was aber insbesondere die Politik nicht begriffen hat.

Ein weiterer Ansatz sind antizyklische Staats-Ausgaben. Soll
heißen, wenn die Konjunktur gut läuft, soll der Staat weniger
ausgeben, als er einnimmt und diese Überschüsse zurücklegen
(oder bereits gebildete Schulden zurückzahlen). Im Fall einer
Konjunktur-Flaute dagegen soll mehr Geld ausgegeben werden als
eingenommen wird. Man macht also Schulden oder verbraucht das
zuvor angesammelte Kapital. Eingesetzt sollte das Kapital zum
Konsum-Anreiz werden. Die Sozialhilfe bzw. Arbeitslosengeld
ist sogesehen ein derartiges Instrument. Wenn die Wirtschaft
gut läuft, gibt es wenige Arbeitslose, wenn die Wirtschaft
schlecht läuft, gibt es mehr Arbeitslose und durch diese
Sozialleistungen wird der Konsum teilweise aufrecht erhalten.

Auch das funktioniert nur kurzfristig. Außerdem bringt das nur etwas, wenn man im Zeitverlauf rechtzeitig mit dem Staatskonsum beginnt. Dummerweise klappt das in der Praxis nicht, weil es da lästige Probleme gibt. Dazu gehört einerseits, daß Daten zur Wirtschaftsentwicklung nicht zeitnah genug zur Verfügung stehen und andererseits, daß der Staat Formalismen wie Haushaltsgesetze und ähnliches beachten muß.

Weiterer Keynesianischer Punkt wäre die Ausdehnung der
Geldmenge (expansive Geldpolitik). Auch dies sollte eine
Nachfrage-Steigerung zur Folge haben.

Mit einem Zeitversatz von 18-24 Monaten, genau das richtige, um kurzfristig auf eine Rezession zu reagieren.

Unter dem Strich könnte man Keynesiansiche Maßnahmen als
nachfrage-orientiert bezeichnen.

Oder als theoretisch interessant aber praktisch untauglich.

Gruß,
Christian

Kein Beitrag zum Thema des Fragenden.
.

Keynesianismus
Und wenn schon. Hier sind VWL-Themen bestens aufgehoben. Was hindert Dich also daran, zu meinem Artikel Stellung zu beziehen?

Gruß,
Christian

Übrigens ist der ganze Keyensianismus auf kurzfristige Effekte
ausgelegt, was aber insbesondere die Politik nicht begriffen
hat.

Ich versteh sowieso nicht was man an manch einer Uni/FH lernt…
Kurzfristig - mittelfristig - langfristig … das wurde bei mir ausreichend schon in meiner Makroökonomievorlesung im Grundstudium(!) behandelt.

Das Buch vom Herrn Müller beinhaltet auch keine bahnbrechend neue Erkenntnisse. Bei 4 Jahren bis zur neuen Wahl, bleibt auch nur die kurzfristige Sicht übrig um irgendetwas vorzuweisen :wink:

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Guten abend,

Ich versteh sowieso nicht was man an manch einer Uni/FH
lernt…
Kurzfristig - mittelfristig - langfristig … das wurde bei
mir ausreichend schon in meiner Makroökonomievorlesung im
Grundstudium(!) behandelt.

so sollte es sein.

Das Buch vom Herrn Müller beinhaltet auch keine bahnbrechend
neue Erkenntnisse.

Das stimmt, aber es stellt grundlegende Sachverhalte gut verständlich und ohne erkennbare ideologische Grundeinstellung dar. Kurz: Ein Buch für jeden Politiker. Nur werden die lieber in das Parteiprogramm als in ein vernünftiges Buch werfen und so bleibt alles beim alten…

Gruß,
Christian