Hallo ihr lieben guten Menschen da draußen,
kann mir vielleicht wer sagen warum meine selbstgemachten Bonbons (ja, ich bin immer noch am experimentieren. sorry) nach kurzer Zeit „aufweichen“ und total zum kleben anfangen??? Normale Drops sind doch auch nurin Blechdosen drin oder in Papier gewickelt aber selbst dass hilft bei mir nicht. Woran kann das liegen?
danke im vorraus
zyn
P.S. Sagt mal, weiß wer wie man Zuckerl etwas weicher kriegt? Gelatine mag ich nicht verwenden und bei butter kann man den Geschmack kaum mehr überdecken…
Hallo,
ihr lieben guten Menschen da draußen,
kann mir vielleicht wer sagen warum meine selbstgemachten
Bonbons (ja, ich bin immer noch am experimentieren. sorry)
nach kurzer Zeit „aufweichen“ und total zum kleben anfangen???
Normale Drops sind doch auch nurin Blechdosen drin oder in
Papier gewickelt aber selbst dass hilft bei mir nicht. Woran
kann das liegen?
darauf muss ich eine lange und ausführliche Antwort schreiben.
Also: zunächst muss man zwischen "Einfach"zucker und "Mehrfach"Zucker unterscheiden.
Sehr vereinfacht gesagt, gibt es „Zucker“ der aus einer Sorte Zuckermolekül besteht und anderen, bei dem die Struktur komplexer ist.
Willst Du Bonbons machen, brauchst Du beide.
Du musst nämlich dafür sorgen, dass Du einen gleichmäßigen Zuckerbonbonteig kriegst. Das klappt nur, wenn Haushaltszucker (der Mehrfachzucker) mit Fruchtzucker oder Honig gemischt wird.
Also immer ungefähr 10-20% Einfachzucker zusetzen.
Dann kommt das Wichtigste beim Bonbonkochen.
Dass der pappsüße Kram überhaupt zum Bonbon wird, liegt an der richtigen Kochtemperatur.
Du musst den Zucker zum „harten Bruch“ kochen.
Das wären mit Kochtermometer um die 180°.
Wenn Du keines hast:
1 Schüsselchen sehr kaltes Wasser und einen kleinen Löffel bereitlegen.
Bonbonmasse kochen.
Wenn sie richtig kräftig Blasen im Topf wirft, eine kleine Probe mit dem Löffel entnehmen.
Ins kalte Wasser kippen.
Je nach Temperatur des Zuckers passiert Folgendes:
zuerst hast Du im Wasser einen Klecks, der verläuft.
Dann kannst Du den Klecks zwischen den Fingern zu einem weichen Bällchen drehen
etwas später zu einem harten Bällchen
kurz bevor der Zucker karamellisiert, ziehst Du ein kleines hartes Teil aus dem Wasser, das zerbricht, wenn Du es knickst.
Diesen „harten Bruch“ musst Du erreichen!
Dann ist aber Schnelligkeit angesagt.
Sofort Zuckermasse aus dem Topf auf eine kalte Fläche kippen; am besten tatsächlich leicht geölter Marmor. Alternativ Backblech aus dem Ofen.
Besorge Dir eine gute Spachtel und schiebe die Zuckermasse mit dem Spachtel zusammen.
Sobald Du sie nur irgend anfassen kannst, zieh sie zum Strang.
Diesen Strang schneidet man mit der Schere in Bonbons.
Im Detail ist die Prozedur noch ein bisschen komplizierter. Es kommt z.B. stark auf die Menge der Flüssigkeit an, die vor dem Zuckerkochen zugibst. Für sichtig harte Bonbons sollte sie sich im Eßlöffelbereich bewegen. Gilt auch für Butter.
danke im vorraus
zyn
P.S. Sagt mal, weiß wer wie man Zuckerl etwas weicher kriegt?
Gelatine mag ich nicht verwenden und bei butter kann man den
Geschmack kaum mehr überdecken…
wenn Du meine Ausführungen zum Zuckerkochprozess noch einmal durchliest - einfach nicht bis zum „harten Bruch“ kochen, sondern nur bis zum Ballgrad.
Gelatine kommt in Gummibärchen, aber nicht in Bonbons.
viele grüße
Geli
Hui…Eine lange Antwort. Ich werd mich mal damit befassen. Danke für deine Mühe.
zyn