in letzter Zeit fällt mir vermehrt auf, dass bei Warenlieferungen die Kartons nicht mit Klammern oder Klebeband, sondern mit Klebstoff verschlossen sind, und zwar sowohl die Unterseite, also auch die Oberseite. Wenn man die Kartons aufreißt, sieht man schmale Klebstoffspuren wie von einer Heißklebepistole.
Der Klebstoff klebt „wie Hulle“, d.h. meistens reißt eher die Kartonfläche, als dass sich die Klebung löst.
Weiß jemand, um welche Art Klebstoff es sich handelt und ob dieser auch „für Privat“ verfügbar ist? Falls das Heißklebegeräte sind, wird’s natürlich schwierig bzw. teuer.
Das Ganze muss ja relativ schnell im Handling sein, sonst würde es nicht in professionellen Verpackungsprozessen verwendet.
Ich würde da mal rein ins blaue vermuten, das der Versender da eine speziell auf Pappe oder allgemein Papier angepaßte Rezeptur eines Heißklebers benutzen könnte. Das der gut an Pappe haften kann, sieht man eigentlich schon bei guten Heissklebesticks auf Pappe oder Papier, wenn man den Klebstoff in seiner Pistole nur auf seine optimale Betriebstemperatur bringt.
Dann wird der Heisskleber fast so flüssig wie Wasser und kann in die Poren der Decklage ( Pappe ist auch grundsätzlich Papier ) gut eindringen.
Der Heisskleber daheim ist eher ein Vergleich wie UHU für schulkinder zu ähnlichen lösungsmittelbasierten Industrieklebern.
Im Paketbereich wären auch extrem schnell härtende Mehrkomponentenkleber denkbar, wenn die Faltung des Kartons ebenfalls automatisiert ist.
Der Kleber muss dabei nur flüssig genug sein, dass er sich optimal mit der Struktur des Deckblattes verbinden kann und durch seine Rezeptur entsprechend schnell reaktiv / aushärtend für Automation.