Hallo
Und so lernen in der „Goldenen Wiege“ schon die Ein- bis
Zweijährigen die Zahlen bis 199 in Englisch und Chinesisch. Dafür,
sagt Chen Yue, liege ihr IQ zur der Einschulung bei 130, andere
Kinder brächten es nur auf 100.
Diese Dreijährigen, vollgepumpt mit Wissen, werden chinesischen
Bildungsexperten langsam unheimlich. Nur lernen macht unkreativ,
warnen sie. Liu Ying meint dagegen, „wir zwingen unseren Jungen ja
nicht, er lernt doch gerne“.
Quelle:
http://www.br-online.de/politik/ausland/themen/2006/…
Ich habe den Beitrag im Weltspiegel gesehen und war verbluefft, was
die Kleinen schon alles konnten. Die sassen mit 2 oder 3 Jahren schon
im stundenlangen Frontalunterricht und die Mutti paukt ihrem
Sproessling noch beim Zaehneputzen Vokabeln ein. Ihr Dreijaehriger
kann schon ein Kinderbuch lesen, das mit 500 verschiedenen
Schriftzeichen geschrieben ist. Die chinesische Schrift ist auch fuer
Chinesen viel schwerer zu lernen als fuer uns die lateinische.
Folgende Fragen kommen mir in den Sinn:
- Sind diese Kinder ungluecklicher als unsere, die immer nur
spielen? - Was wird aus ihnen?
- Was wird aus uns, bei dieser Konkurrenz?
- Sollte man diese Methoden, vielleicht in moderater Form auch bei
uns einfuehren?
Zu 2. Das wird das Experiment zeigen, aber erst in 10-20 Jahren.
Mir kommt da der Fall des Philosophen John Stuart Mill in den Sinn.
Diesen hat sein ehrgeiziger Vater schon als Knabe bis auf’s
Auesserste mit Wissen vollgestopft.
John Stuarts Erziehung beginnt mit drei Jahren er las Äsop Fabeln
im Original, danach die Anabasis von Xenophon, Herodot, Diogenes,
Lukian und Isokrates und lernt Griechisch und Latein, später noch
fließend Französisch und Deutsch. Mit sieben Jahren las er die ersten
Dialoge von Platon und begann unter Aufsicht seines Vaters mit dem
Studium der Arithmetik. Zur Erholung las er die Übersetzung von
Plutarch und Humes Geschichte Englands. Als er acht Jahre alt war,
begann er damit, seinen jüngeren Geschwistern Latein beizubringen,
und studierte die lateinischen und griechischen Klassiker. Im Alter
von 13 durchlief er einen kompletten Kurs der politischen Ökonomie.
Als er 14 war reiste er nach Montpellier und studierte dort Chemie,
Zooologie, Mathematik, Logik und Metaphysik. Nachdem er bis zum
vierzehnten Lebensjahr ohne Kontakte zu Gleichaltrigen erzogen und
„lediglich“ in wissenschaftlichen Disziplinen (Staatslehre,
Philosophie, Logik, Wirtschaft) unterrichtet worden ist, erhält er
bei einem Bruder Benthams (Sir Samuel Bentham) in Frankreich nahe
Toulouse erstmals die Möglichkeit, Freundschaften zu schließen und
körperliche Aktivitäten zu entwickeln (Reiten, Schwimmen, Fechten und
Tanzen).
Quelle: wikipedia
John wurde zwar mit 20 depressiv, aber depressiv werden auch andere,
die nicht so gedrillt werden.
Ich kann mir jedoch vorstellen, dass die fehlenden Sozialerfahrungen
Depressionen beguenstigen.
Was denkt ihr?
Gruss, Tychi
