Hi alle,
anlässlich gleich zweier ähnlich lautenden Reaktionen auf meine Anfrage betreffend „Tumor“ bin ich doch interessiert, wie weit ihr selbst oder Freunde/Familie Opfer von ärztlichen „Kunstfehlern“ ward.
Ich kann gleich mit zweien dienen:
Nr. 1
Einmal hatte ich an einem Freitag Nachmittag einen Verkehrsunfall, wurde als Fußgänger von einem Auto angefahren, und in der Ambulanz des Krankenhauses, in das ich gebracht wurde, schickten mich zwei sichtlich angeschickerte Ärzte mit ein bisschen Creme auf die dicke blaue Beule am Knie mit der Diagnose „Prellung“ (sie lachten noch und sagten, eine Prellung sei oft schmerzhafter als eine Fraktur). Am Montag rief mich der Chefarzt des Krankenhauses an und fragte mich, wie es mir denn gehe (sic!). Ende vom Lied: Er bestellte mich nochmals ins Krankenhaus, wo eine Tibia-Kopf-Fraktur diagnostizierte wurde und ich das ganze Bein für 4 Monate in Gips gelegt bekam…
Nr. 2
Ich wollte nie abtreiben, leider kam ich dann doch in die Situation, dies zu „müssen“. Ich wurde in ein Krankenhaus eingewiesen und drei Tage nach dem Eingriff entlassen. Eine Woche später ging ich zu meinem Frauenarzt, der dann feststellte, dass die Schwangerschaft noch fortbestand. Es stellte sich heraus, dass bei dem Eingriff mein Muttermund verletzt worden war und der Arzt in der Meinung, der Embryo sei entfernt, nicht weiter kontrolliert hatte.
Um dies klar zu stellen: Mir geht es nicht darum, die Ärzte in einen Sack zu stecken und mit Knüppeln drauf zu schlagen, es nur einfach ein Interesse, was so alles geschehen kann.
Neugierig:
Anja
Hallo Anja,
da kann ich auch mit einem Fall dienen: vor vielen Jahren wurde ich - ohne alle Notfallsachen auf dem platten Land unterwegs - von einer heftigen Migräneattacke befallen. Es war Mittwoch Nachmittag, keine diensthabende Apotheke in der Nähe, also bin ich miot letzter Kraft in ein zufällig am Wege liegendes Krankenhaus, habe mein Problem geschildert und bat um eine Spritze, die erfahrungsgemäß den Anfall zuverlässig beendete. Ungünstigerweise bin ich zwei noch recht unerfahrenen Ärzten in die Hände gefallen, die, trotz fehlender Sympthomatik, darauf bestanden, daß ich an akuter Appendizitis litte und eine Notoperation angezeigt sei. Jede (sowieso nur schwer mögliche) Diskussion war zwecklos, ich habe mich dann halb tot da raus geschleppt und beim nächten Arzt geklingelt, meine Spritze bekommen und gut war’s. Der Grund für die Vermutung der beiden Kollegen ist mir heute noch rätselhaft, das Erbrechen allein kann es doch nicht gewesen sein. Aber damals wurde Migräne noch weniger ernst genommen als heute, und wer das totale Vernichtungsgefühl, das man in schweren Fällen dabei haben kann (und so wirkt man dann ja wohl auch) nicht aus eigenem Erleben kannte, konnte es vielleicht wirklich nicht mit „nur Kopfschmerzen“ in Verbindung bringen.
Viele Grüße
Heidi
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Hi,
leider kürzlich erst passiert.
Ein Bekannter (Grunderkrankung liegt vor)klagte über andauernden Husten und bekam von seinem Hausarzt irgendwelche Tabletten verschrieben.
Nachdem 2/3 der Tabletten aufgebraucht waren und es ihm immer noch nicht besser ging, begab sich der Bekannte zu einem neuen Termin beim Doc. Dieser beruhigte ihn, er solle doch einfach die Tabletten zuende nehmen, dann ginge es ihm schon besser.
Damit gab er sich nicht zufrieden und bat darum gründlich untersucht zu werden, was der Hausarzt aber ablehnte…
Daraufhin begab sich mein Bekannter ins KH in dem ihm dann aus der rechten Lunge 3Liter Wasser entfernt…
Andersherum bei meinem Kleinen. Der war mal eine Nacht zur Beobachtung im KH…(Grund spielt keine Rolle, sonst wirds zu lang)
3 Mal wurde ich gefragt, wie die Schwangerschaft verlaufen sei, erstes Wort und das ganze Gedöns das man bei kleineren Kindern gerne macht…jedesmal von jemand anderem, aber alles Aipler oder Praktikanten. Beim 4.Mal fragte ich dann, wieso ich das jetzt schonwieder sagen solle, man möge doch bitte in die Unterlagen schauen…die Gute druckste herum war verbal aber noch nicht sehr geschickt, so dass ihr entfleuchte, die Unterlagen wären gerade nicht auffindbar.
Zu allem Überfluss wollten die übereifrigen Damen und Herren am darauffolgenden Tag-wir warteten eigentlich nur noch auf den versprochenen Abschlussbericht- bei meinem Kind auch noch Galleabflußstörungen diagnostizieren und das obwohl ich ihnen versicherte, dass seine Hautfarbe von dem vielen Karottensaft herrührte, den er täglich trank und erst vor 14 Tagen vom Kinderarzt auf den Kopf gestellt wurde (wg. Kur)…eine der angehenden Ärztinnen suchte dann schon nach einer geeigneten Vene um Blut abzunehmen…
Sobald die Mannschaft das Zimmer verlassen hatte, packte ich unsere Sachen und dann nichts wie fort…
Gruß
Maja