Kleine Rechenhilfe

Hallo zusammen!

Ich bräuchte mal gerade eine kleine Hilfe beim Rechnen mit Kondensatoren… ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig mache :wink:

Wenn ich mittels eines Kondensators einem Verbraucher 6,1A über 0,2 Sekunden bei 9V zufügen möchte… ist es dann richtig, dass ich dafür einen Kondensator mit 135mF brauche?

Vielen Dank!

hallo auch,

bei deiner rechnerei gehst du von 9volt startspannung aus, und 0volt endspannung am kondensator.
und von einem konstanten stromfluss von 6,1 ampere.
da aber die spannung am kondensator nicht konstant ist, wird auch der stromfluss nicht konstant sein. ergo werden die 6,1ampere nur beim beginn der entladung fliessen.
schau dir mal ne entladekurve an. zb hier:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/020530…

wenn ich deine schaltung berechnen müsste, würde ich eine spannungsdifferenz von ca 1volt zulassen (start= 9volt, nach 0,2sek noch 8volt) - dann könnte annähernd von konstantem stromfluss gesprochen werden. ergo würde dort ein brocken von ca 1,2F verwendet werden müssen.

ich gehe im übrigen davon aus, das es sich immernoch um deine led-impulsbetriebslampe dreht.

dazu nochn paar anmerkungen (du hast glaub ich dafür einen alten elektor artikel (1981) zurate gezogen).
wenn ich mich noch richtig dran erinnere, wurden damals folgende eckdaten angestrebt:

  1. ca 1ampere/led mit einer impulslänge von ca 0,1msek länge.
  2. impulspause ca 10msek
  3. die impulse wurden von einer timerschaltung (rechteckgenerator) erzeugt, und war nicht abhängig von dem glättungskondensator.

sinn der damaligen schaltung war, standart leds etwas heller erscheinen zu lassen, und dennoch weniger energie zu verbrauchen.

falls ich mich nach knapp 30jahren nicht mehr korrekt erinnern kann, bitte ich das zu entschuldigen, und ggf um richtigstellung.

bei deiner gewünschten impulslänge von 0,2sek dürfte die led nicht lange leben…

Wenn ich mittels eines Kondensators einem Verbraucher 6,1A
über 0,2 Sekunden bei 9V zufügen möchte… ist es dann
richtig, dass ich dafür einen Kondensator mit 135mF brauche?

richtig gerechnet hast du - leider mit den falschen eckdaten…

gruss wgn

Vielen Dank!

Ok, danke schonmal soweit :wink:

Lange oder konstant leuchten müssen die LEDs nicht. Ein einziger „Blitz“ würde reichen… (danach sind auch mind. einige Sekunden Ruhe zur Entspannung eingeplant)

Gedacht hatte ich übrigens an 61 „ultra bright“ LEDs, die dann jeweils parallel kurzzeitig mit etwa 100mA bedient werden sollten… dass die Spannung des Kondensators schnell nachlässt, ist mir bewusst; die 0,2 Sekunden sollten eher geschätzte Eckdaten sein. Die Spannung soll sogar recht schnell unter die kritische Grenze fallen, sodass die LEDs keinen Schaden nehmen, wenn der Stromkreis etwas länger geschlossen ist (könnte die Spannung nach 0,2 Sekunden bei oder unter 3-4V liegen?).

Wo komme ich damit am Ende aus?

Danke schonmal :smile:

huhu,

grob über den daumen gepeilt, ist der stromfluss bei verwendung eines 135mF kondis nach ca 0,1sek auf ca 20mA gefallen.
(ich bin von 61 weissen leds und vorwiderständen 47ohm ausgegangen)

gruss wgn

grob über den daumen gepeilt, ist der stromfluss bei
verwendung eines 135mF kondis nach ca 0,1sek auf ca 20mA
gefallen.
(ich bin von 61 weissen leds und vorwiderständen 47ohm
ausgegangen)

Uh, ok… warum 47 Ohm Vorwiderstand? ^^ Bzw. warum überhaupt Vorwiderstand? 0,1 Sekunden sollten die LEDs das doch schaffen oder nicht? (klär mich auf, wenn ich mich vertu ^^)
Tatsächlich sind es übrigens rote LEDs, die selbst nur 2,2V Spannung „erwarten“.

dankesehr :wink:

hallöle,

Uh, ok… warum 47 Ohm Vorwiderstand? ^^ Bzw. warum überhaupt
Vorwiderstand? 0,1 Sekunden sollten die LEDs das doch schaffen
oder nicht? (klär mich auf, wenn ich mich vertu ^^)

öööhhhmm, tja, wie fange ich an?
die vorwiderstände brauchst du, um sicherzustellen, das trotz led-vorwärtsspannungstoleranzen, durch alle leds etwa der gleiche strom fliesst. ausserdem brauchst du sie um überhaupt eine strombegrenzung zu haben. eine led direkt an eine spannungsquelle (bei dir der kondensator, vermutlich aus einer 9-volt-block-batterie gespeist) anzuschliessen bedeutet theoretisch unendlich hoher strom - ergo: led tot. in den meisten datenblättern zu standart oder ultrabright-leds wird ein maximalstrom von 1A für 10µsek angegeben.

Tatsächlich sind es übrigens rote LEDs, die selbst nur 2,2V
Spannung „erwarten“.

naja, nicht schlimm - anstatt 47ohm nimmste dann halt 68 ohm.

den kondi kannste dann auch auf 100mF verkleinern *g*

gruss wgn

Ok… muss denn jede LED ihren eigenen Vorwiderstand haben? Das würde recht … unübersichtlich ^^ Ich meine, die sollten sich doch alle etwa gleich verhalten? Mit statischen „Schildern“ aus denselben LEDs, jeweils 4 in Reihe und die Reihen parallel an 9V habe ich jedenfalls nur positive Erfahrungen gemacht :wink:

Ok… muss denn jede LED ihren eigenen Vorwiderstand haben?

ja.

Das würde recht … unübersichtlich ^^ Ich meine, die sollten
sich doch alle etwa gleich verhalten?

les dir die datenblätter der leds durch…
„etwa gleich verhalten“ ist relativ, und die toleranzen verstärken sich noch durch deinen erhöhten gewünschten stromfluss.
ohne verwendung von vorwiderständen, fliesst duch die led mit der geringsten flussspannung der höchste strom - dann begrenzt nur noch der dynamische innenwiderstand der led und der innenwiderstand der spannungsquelle den maximalen stromfluss (dieser kann bei deiner kondensator an 9volt-block lösung) vernachlässigt werden.

Mit statischen
„Schildern“ aus denselben LEDs, jeweils 4 in Reihe und die
Reihen parallel an 9V habe ich jedenfalls nur positive
Erfahrungen gemacht :wink:

na dann iss doch prima…
2,2volt x 4 = 8,8 volt - bleiben 0,2volt die der dynamische innenwiderstand der leds abfangen muss, oder der innenwiderstand der spannungsquelle.
beim anschliessen von nur einer led, müsste der innenwiderstand der led einige volt mehr abfangen…
um mit nur einem vorwiderstand auszukommen, solltest du die leds selektieren, oder dir welche suchen, die für parallelbetrieb gezüchtet/hergestellt wurden.

dann schalte doch auch jetze 4 leds in reihe…der gewünschte stromfluss wird sich zwar vermutlich nicht einstellen, aber wenigstens geht nix kaputt.

ich kann dir nur noch empfehlen: zieh dir grundlagen rein:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/100601…

gruss wgn

ps: hast du kaufmann gelernt?

ps: hast du kaufmann gelernt?

Ich studiere Informatik, habe infolgedessen von Elektrotechnik nur grundlegende und oberflächliche Kenntnisse; vor allem, was Extremsituationen wie diese angeht. Deshalb frag ich ja hier :wink:

Ich werde es dann mal mit Widerstandsnetzwerken versuchen, vielleicht kann man die einigermaßen platzsparend auf der Platine unterbringen.

Danke auf jeden Fall für deine Hilfe!