Kleine Rente - woher bekommt man Hilfe?

Hallo liebes Forum,

ich habe eine sehr wichtige Frage bzgl. der kleinen Rente von Ehepaar XY:

Der Mann X bekommt eine Rente von ca. 600 Euro. Er war mal selbständig und hat sonst, außer der eigenen Wohnung, keinen Besitz mehr.
Frau Y bekommt ca. 400 Euro als Rente.

Es ist ingesamt einfach zu wenig. Die Grundsicherung wurde abgelehnt; Wohngeld bekommen sie immerhin 100 Euro im Monat; GEZ-Befreiung wurde abgelehnt. ?! Frau Y benötigt aufgrund chronischer Krankheit auch immer viele Medikamente. Die Krankenkasse übernimmt vieles schon nicht mehr.
Jetzt steht wieder eine Zahnsanierung an, die letzte Rechnung über 1 000 Euro hatte eine der beiden Töchter bezahlt.

Kann das sein, dass da die Krankenkasse bei dieser kleinen Rente nur einen Teil übernimmt?

[MOD] Satz gelöscht

Habt Ihr Ideen oder Tricks, wie man dem Renterpaar XY finanziell helfen kann?
Macht es Sinn, die Wohnung (bezahlt/Eigentum) auf die andere Tochter umzuschreiben, damit da kein Besitz da ist ?

Herzliche Grüße und lieben Dank
Jutta

MOD:
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Hallo,

Der Mann X bekommt eine Rente von ca. 600 Euro. Er war mal selbständig und hat sonst, außer der eigenen Wohnung, keinen Besitz mehr.
Frau Y bekommt ca. 400 Euro als Rente.

Wohngeld bekommen sie immerhin 100 Euro im Monat;

also 1100 € Einkünfte, und keine Mietkosten.

GEZ-Befreiung wurde abgelehnt. ?!

Sicher, die Voraussetzungen dafür sind ja auch nicht erfüllt.

Es ist ingesamt einfach zu wenig.

Kann das sein, dass da die Krankenkasse bei dieser kleinen Rente nur einen Teil übernimmt?

Es mag sein, daß ich Dir Unrecht tue, aber das klingt irgendwie nach
Jammern auf hohem Niveau. Wir leben in einem Sozialstaat, das bedeutet aber nicht, daß jedem „Full Service und all inclusive“ zuteil wird.

Ich finde 1 100 € plus Miete zwar nicht besonders viel, aber auch nicht „einfach zu wenig“. Davon kann man leben. Urlaub, Zahnsanierung… das sind dann doch eher Luxusgüter.

Gruß,

.m

MOD: Titel analog zu Ursprungsposting editiert

Hallo Jutta,

Die Grundsicherung wurde abgelehnt;

also liegt ihr Einkommen über der entsprechenden Grenze.

Wohngeld bekommen sie immerhin 100 Euro im Monat;

Immerhin. Dann haben sie ein Gesamteinkommen von € 1100 für zwei Personen, ohne für Mietkosten aufkommen zu müssen. Hast Du Dich schon einmal mit Hartz-IV-Bedarfssätzen beschäftigt?

Jetzt steht wieder eine Zahnsanierung an,

Einzelne Krankenkassen übernehmen auf Antrag bei ausgewiesenen Härtefällen und per Einzelfallentscheidung die Kosten bestimmter Behandlungen ganz oder teilweise; auch ist in der Regel eine Ratenzahlung möglich.

[MOD] Satz im Ursprungsposting gelöscht

Ja, ja, die anderen…

Habt Ihr Ideen oder Tricks, wie man den Renterpaar XY finanziell helfen kann?
Macht es Sinn, die Wohnung (bezahlt/Eigentum) auf die andere Tochter umzuschreiben, damit da kein Besitz da ist?

…und jetzt seid Ihr einmal dran, den Staat auszunehmen?!?

Verständnislose Grüße

=^…^=

PS: Du schrammst haarscharf an der FAQ:1129 vorbei.

… deshalb …
MOD: zitierten (kursiv) Text sowie Titel analog zu Ursprungsposting editiert

Hallo jutta,

ich weiß jetzt schon, dass dir meine Antwort nicht gefallen wird.

Das Ehepaar hat 1100 Euro zur Verfügung – ohne Miete bezahlen zu müssen, da sie in ihrer Eigentumswohnung wohnen. Also haben sie deutlich mehr Geld zur Verfügung als den Grundsicherungssatz (oder Alg II). Das ist mehr Geld, als viele Menschen in Deutschland zum Leben haben. Deswegen auch keine Grundsicherung und keine Befreiung von der GEZ.

Wie die Sachlage bezüglich des Zahnersatzes aussieht, müsste man mal im Versicherungsbrett fragen.

Gruß

Samira

MOD: Titel analog zu Ursprungsposting editiert

Hallo jutta,

Das Ehepaar hat 1100 Euro zur Verfügung – ohne Miete bezahlen zu müssen, da sie in ihrer Eigentumswohnung wohnen.

Wurde denn schon einmal eine Zusammenstellung gemacht, welche Einnahmen und Ausgaben so pro Monat anfallen? Hier könnte Einsparpotential zu finden sein. Beispielsweise könnten gewisse Versicherungen wegfallen, ebenso ist es aus meiner Sicht bei Rentnern nicht mehr nötig, (größere) Rücklagen zu bilden.

Gruß
Jörg Zabel

MOD: Titel analog zu Ursprungsposting editiert

Hallo Jutta,

[MOD] Satz im Ursprungsposting gelöscht

Schon witzig, wie gering einem der Hartz IV/Grundsicherungssatz vorkommt, wenn man selbst – oder jemand im engeren Kreis – davon leben muss, und als wie hoch er empfunden wird, wenn ihn Fremde bekommen.
Ob man da etwa mit unterschiedlichen Maßstäben misst?

Ich kann Deine Frage aber schon nachvollziehen, meine Eltern haben zusammen auch nicht viel mehr Rente (ca. EUR 1.200,–), zahlen davon aber sogar noch Miete. Große Sprünge sind da wirklich nicht drin, und die kaputte Waschmaschine wird zum echten Problem.

Extras, z. B. die Familienfeier zum 70. meiner Mutter nächste Woche, sind für sie eigentlich nicht drin (wobei diese Generation sich noch für den Verzicht auf eine Feier schämt) – sie bekommt die Feier jetzt von mir als Geburtstagsgeschenk finanziert.

Und das ist die einzige Idee, die ich bis jetzt hatte (direkte Unterstützung würden meine Eltern nie akzeptieren) – zum Geburtstag/Weihanchten/Hochzeitstag als Geschenk einfach mal den einen oder anderen Geldbetrag (je nachdem, was man sich selbst leisten kann) oder eben mal mit einem Teil, das gerade gebraucht wird, in der Tür stehen (hab’ gerade „zufällig“ ein Sonderangebot entdeckt). Das mit den Geldgeschenken klingt vielleicht etwas schnöde – aber wenn’s hilft.

Und natürlich, wenn die nötige Vertrautheit da ist, mal mit den älteren Herrschaften über ihre regelmäßigen Ausgaben reden. Was gibt es da alles für Verträge? Hab’ schon Rentner kennengelernt, die jeden Monat in eine Berufsunfähigkeitsversicherungen einzahlen oder in eine Lebensversicherung, weil die Kinder ja sonst nichts erben.

Gruß
Werner

MOD: Titel analog zu Ursprungsposting sowie Satzteil editiert (kursiv)

Hallo

Er war mal selbständig und hat sonst, außer der eigenen Wohnung, keinen Besitz mehr.

Macht es Sinn die Wohnung (bezahlt/Eigentum) auf die andere Tochter umzuschreiben, damit da kein Besitz da ist?

Das macht auf jeden Fall schon mal keinen Sinn, da eine Wohnung, die man selber bewohnt, nicht als verwertbares Vermögen angesehen wird.

Sind die beiden Leute denn noch einigermaßen fit? Können die nicht evtl. irgendwas hinzuverdienen? Es muss ja nicht viel sein.

Viele Grüße
Simsy

MOD: zitierten (kursiv) Text sowie Titel analog zu Ursprungsposting editiert

nur leicht ot
Hallo,

gewisse Versicherungen wegfallen, ebenso ist es aus meiner Sicht bei Rentnern nicht mehr nötig, (größere) Rücklagen zu bilden.

Das ist mit 1.100 € auch Nicht-Rentnern nicht möglich. :smile:

Gruß
Didi

Hallo Didi,

es war anders gemeint.

Mit beispielsweise 30 muss man daran interessiert sein, Geld für „schelchte Zeiten“ zurückzulegen. Da sind Kinder in Ausbildung, kann Arbeitslosigkeit drohen, gibt es die Lebens- und die Unfallversicherung usw.

Mit beispielsweise 65 kann man „von der Hand in den Mund“ leben, Vorsorge ist nur noch begrenzt nötig. Was am Ersten auf dem Konto ist, kann am letzten (fast) restlos ausgegeben sein.

Von daher mag es hier Einsparpotential geben.

Gruß
Jörg Zabel

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Hallo,

ich schließe mich den anderen voll und ganz an.
Ich bin 29 Jahre und habe auch nicht mehr im Monat, finanziere meinen studierenden Freund teilweise mit und zahle Miete.

Natürlich sind Medikamente teuer, aber man bekommt eine Befreiung ab einem gewissen im Jahr bezahlten Betrag (bei anerkannt chronisch Kranken 1 % des Bruttojahreseinkommens, bei allen anderen 2 %), darüber vielleicht mal informieren. Denn alles, was dann darüber kostet, zahlt die Kasse.

Wie es mit der Zahnsanierung aussieht, weiß ich nicht, einfach mal mit der Kasse reden. Die Frage da bleibt ja, ob es medizinisch nötig ist oder eher kosmetisch.

Grüße
Jessica

[MOD] Vollzitat gelöscht

MOD: Titel analog zu Ursprungsposting editiert