nachdem wir uns noch nicht zum Kaufen entschliessen konnten,
hier mal eine andere Überlegung des Bauens.
Aber was muss ich alles berücksichtigen,
wenn ich wirklich selber bauen will,
um auch wirklich alle Kosten zusammen zu bekommen?
Haus Schlüsselfertig (mit Böden + Tapeten)
Grundstück mit Erschliessung
Anschlusskosten an Versorgungsleitungen
Zugang zum Haus (Pflaster usw.)
Notar
Grunderwerbskosten
Was fehlt noch, um das Haus normal bewohnbar zu machen?
Aushub, Grundleitungen und Keller bzw. Bodenplatte sind üblicherweise nicht in einem Fertighausvertrag enthalten (Vertragsklausel beachten)
Möglicherweise weiterhin nicht enthalten: Alternative Energiequellen.
Einfriedungskosten wenn gewünscht oder gefordert.
Stellplätze mit Entwässerung wenn gewünscht oder gefordert.
Weitere Außenanlage
Notar und Grunderwerbsteuer werden bei einem Grundstück mit zu bauendem Haus (Bauträger, Fertighausfirma) nach dem Gesamtwert Grundstück UND Haus errechnet. Das kann richtig teuer werden.
ganz wichtig ist, dass man sich beim Schlüsselfertigen Bauen darüber im Klaren sein muss, dass „schlüsselfertig“ nicht gleich „schlüsselfertig“ ist. Jedes Bauunternehmen meint damit etwas anders. Deswegen ist es immens wichtig sich die Bauleistungsbeschreibung genauestens durchzulesen. Am besten noch jemanden hinzuziehen, der sich mit sowas auskennt und das Ganze deuten kann.
Des Weiteren sollte man beim Schlüsselfertigen Bauen bedenken, dass man in der Regel noch Zusatzkosten einplanen muss, da man sich dann doch oft für die teureren Fliesen, die bessere Sanitärausstattung etc. entscheidet.
Hallo Sebastian,
aus eigener Erfahrung: am besten zuerst - vor Vertragsabschluss! - bei einer der Bauherrenschutzorganisationen beraten lassen. Das kostet nicht viel, verhindert aber schon oft die schlimmsten Fehler. wer möchte, bekommt dort auch eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen Fachmann, der dem Bauträger auf die Finger schaut und die Interessen des Bauherren vertritt.
Viel Glück!
florestino
Aber was muss ich alles berücksichtigen,
wenn ich wirklich selber bauen will,
um auch wirklich alle Kosten zusammen zu bekommen?
könntest Du den Satz hier vielleicht etwas verdeutlichen? Was meinst Du mit „wirklich selber bauen“ - willst Du den Rohbau im Schweiße deines Angesichts erstellen, die Fenster einbauen und dann tapezieren? Oder willst Du einzelne Handwerker beauftragen die dir das Zeugs hinstellen?
wie Samira schon sagte… teurere Fliesen - ok, ich nenne den Faktor mal den fenininen/maskulinen Faktor.
Männer haben in der Regel einen Hang zu technisch ausgereiften und aufwendigen Lösungen. Das ist ihre Achillesferse. Da wird schnell mal - die feudalere Heizanlage gewählt, die Rollläden und der Garagentorantrieb werden elektrisch oder sogar PC gesteuert. Die Dachziegel wird 100 Jahre halten usw. usw… Ganz übel wird es wenn der Banker auch noch ein Auge zudrückt und ein neues Auto mit in die Finanzierung gepackt.
Frauen neigen zur Ästhetik – bessere/schönere Innentüren, Fussbödenbelege, Tapeten, Farben Innentreppen, Gardinen usw. usw. Sanitäre Anlagen und Küchen beherbergen echte Bomben.
Überschneiden sich die beiden Interessensgebiete, wie bei der Küche haben Verkäufer ein leichtes Spiel… dafür werden sie trainiert. Bei Verkaufsgespräch beginnt ein wechselseitiges sogenanntes „Ja“ sammeln. Zum Schluss entscheiden beide – „na ja, sind ja nur ein paar Euro mehr“ – das sie dies wiederholen merken sie erst wenn die finanziellen Mittel nicht mehr ausreichen und nachgeschossen werden muss – da freut sich dann wieder der Banker.
Ein weiterer übeler Fehler ist m.E. das neue Heim um die vorhanden Möbel zu planen – evtl. ist ein Neukauf billiger.
Für manche Dinge gibt es aber auch eine kostengünstige Lösung. Zukunftssicher planen.
Elektroanschlusskasten etwas grösser – ein paar Hohlrohre mit in den Beton/Wand für zukünftige Elektroinstallationen. Ein kleiner Versorgungsschacht neben dem Schornstein ermöglicht den nachträglichen Einbau einer Solaranlage. Heizung richtig platzieren falls man so etwas später vorhat.
Wir haben vorab Möbelhäuser/Sanitärausstellungen und Baumärkte besucht um uns einen Überblick über unsere Präferenzen und die Preise zu schaffen. Wir haben uns die Dinge aufgeschrieben (das haben wir sehr detailliert in einem Excelmodell gemacht. Dann haben wir Budgets für einzelnen Posten festgelegt und 20% draufgeschlagen und immer wieder durchdiskutiert/gerechnet.