Kleines Netzwerk erstellen

Moin Kundige,

für einige hier dürfte es ein Klacks sein, ich als Dummie möchte mich aber im Vorfeld schlau machen.

Seit gestern haben wir DSL (nachdem ich vor fünf Jahren meinen Antrag gestellt habe wurden wir endlich Versorgungsgebiet).

Der Anschluß hat soweit auch geklappt, jetzt möchte aber Frau und in absehbarer Zeit auch Kinder auch ins Netz.
Können sie zwar schon von meinem Rechner aus, aber es soll jetzt jeder seinen eigenen Rechner und Zugang kriegen.

Problem für mich, der (ISDN)-Zugang ist in meinem Arbeitszimmer und das liegt in einem Nebengebäude.
Über den Nebenanschluß im Haus, über den das Telephon läuft klappt es nicht qua DSL ins Netz zu gehen.

Es gegeben sich wohl zwei Möglichkeiten.
ein kleines wLAN oder alles mit Kabeln zu machen.

Wenn ich das soweit richtig verstanden habe, muß an den Splitter (oder das DSL-Modem?!) ein Router, der das Netzwerk verwaltet.
Weiter ginge es dann eben mit Kabel oder per Funk.

In FAQ:463 werden die maximalen Längen von Kabeln angegeben und das wäre auch alles im grünen Bereich, aber doch recht aufwendig.

wLAN - wie aufwendig ist das?! Und wie sicher?
Ein weiteres Problem könnte werden, daß wie gesagt der Router in einem Nebengebäude steht, das ca. 10 m vom Hauptgebäude entfernt ist und das zwei massive ca. 40cm starke Ziegelmauern zwischen Sender und Empfänger lägen.

Als Stichwort habe ich Frit!Box gelesen.
Das scheint wohl mittlerweile ein Standard zu sein.

Fragen über Fragen für einen Dummie

Ach ja, wenns wichtig ist, das Telephon geht weiter über den üblichen Weg, weil die maximale Datenrate des DSL viel zu klein fürs Telephon ist.

Gandalf

Laptops
Hallo Gandalf,

wenn ihre keine Laptops nutzen wollt um auch auf der Terrasse surfen zu können, würde ich immer das Kabel bevorzugen.

Aber zumindest würde ich erst mal mit einem Kabel ins Hauptgebäude gehen und von dort aus WLANen.

Gruß

Stefan

Hallo Stefan,

wenn ihre keine Laptops nutzen wollt

Madame hat einen solchen, aber

um auch auf der Terrasse
surfen zu können,

Das wäre ihr, zumindestens im Winter zu frisch :wink:

würde ich immer das Kabel bevorzugen.

Aha!

Aber zumindest würde ich erst mal mit einem Kabel ins
Hauptgebäude gehen und von dort aus WLANen.

Ne Zwitterlösung also.
Zum Verständniss:
Vom Router in meinem Zimmer also ein Kabel ins Haus (nebenbei, wie wetterfest sind diese Kabel?!) und dort einen wLAN-Sender hinstellen?

Hat der Router denn mehrere Ausgänge, damit ich in meinem Zimmer weiterhin ins Netz kann?

Gandalf

Hallo,

ich würde ebenfalls zu einer Festverkabelung der Geräte raten, die stationär betrieben werden. Die Qualität der Verbindung ist einfach besser, sicherer ist die Sache auch. Wenn das Notebook tatsächlich an wechselnden Orten betrieben werden soll, dann braucht man für diesen Bereich eben einen oder mehrere Access-Points.

Zum Verständniss:
Vom Router in meinem Zimmer also ein Kabel ins Haus (nebenbei,
wie wetterfest sind diese Kabel?!) und dort einen wLAN-Sender
hinstellen?

Ja, genau so. Bzgl. Wetterfestigkeit würde ich es bevorzugen ein KG-Rohr in frostsicherer Tiefe (ab 80cm zu verlegen und dahinein das normale Verlegekabel zu ziehen. Notfalls kannst Du auch Panzerrohr oder einen Minikanal verwenden und auf Wänden entlang gehen, wenn es durchgängige Mauern zwischen den Gebäuden gibt. Ich habe auch schon Stahlseile gesehen an denen jemand ein flexibles Panzerrohr (Panzerschlauch) aufgehängt hat, in dem dann das Kabel geführt wurde. Wichtig: Das Kabel muss Spannungsfrei sein, die Erdpotentiale auf beiden Seiten müssen ausgeglichen sein).

Hat der Router denn mehrere Ausgänge, damit ich in meinem
Zimmer weiterhin ins Netz kann?

Die heute üblichen Router für Heimnetzwerke bingen oft vier kabelgebundene Anschlüsse mit, reichen die nicht aus, kommt ein kleiner Switch zum Einsatz. Ich könnte mir also vorstellen, dass Du den Router (ggf. mit eingebautem WLAN-AP) im Bürotrakt hast, daran direkt die Geräte im Büro und die Leitung ins Wohnhaus anschließt und dann im Wohnhaus an das andere Ende einen kleinen Switch hängst, von dem dann die Leitungen zu den stationären PC und zum WLAN-AP des Wohnhauses angeschlossen werden.

Das Zeug kostet heute alles so gut wie nichts mehr. Ich habe im Technik-Raum alle dort stehenden Komponenten auch direkt am nicht WLAN-fähigen Router hängen, darunter auch den WLAN-AP. In das Arbeitszimmer/Kanzei geht eine Leitung, an der dann ein kleiner Switch hängt. Router gab es damals umsonst, AP von Linksys hat ca. € 50,-- gekostet, der Router € 40,–. Teurer war die Festverkabelung des gesamten Hauses mit Patchfeld und inzwischen sicher 30 Dosen, an denen vom SAT-Reveicer über die TK-Anlage und deren Telefone, zukünftige Türsprechstelle mit Video, … alles hängt.

Gruß vom Wiz

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Hallo Gandalf,

Wenn ich das soweit richtig verstanden habe, muß an den
Splitter (oder das DSL-Modem?!) ein Router, der das Netzwerk
verwaltet.

Der Spliter ist eigentlich eine Frequenzweiche, welcher die Frequenzen fürs Telefon (ISDN U-Bus) und DSL aufteilt, also english splitet.

An den Splitter kommt dann einerseits der NT und am anderen Anschluss ein aDSL-Modem. Ein aDSL-Modem kann eigentlich, genau wie in altes analoges, nur einem Herren dienen. Deshalb benötigt man zwischen LAN und Modem noch einen Router, welcher auch noch NAT können muss.
Vor jahren waren das tatsächlich noch getrennte Geräte, heute bommst du das eigentlich nur noch zusammen in einem Gehäuse.

Leider hat sich etwas Wirrwarr gebildet, was die Bezeichnugen angeht. Die meisten Leute sprechen von einem Router, was aus der Sicht des LAN eigentlich auch stimmt, da protokolltechnisch nur der Router sichtbar ist. Aus Richtung Telefonzentrale sieht man aber nur das aDSL-Modem. Also nicht wundern, wenn „Modem“ und „Router“ als Synonyme verwendet werden.

Virhin habe ich noch mit NAT geworfen:
NAT = Network Address Translation.
Dein Modem, bzw. dein Router, bekommt vom Provider eine IP-Adresse zugeordnet, du möchtest aber mit mehreren Computern gleichzeitig in WWW. Die IP-Adresse ist aber die Zustell-Adresse für die Datenpakete und die sollten eigentlich bei den entsprechenden PC ankommen, nicht nur beim Router.
Zum Glück hat jedes Datenpaket noch eine „Seriennummer“.
Deine PCs haben zudem noch eine IP welche nur in deinem LAN verwendet wird.
Mit NAT merkt sich der Router die „Seriennummer“ und die interne IP des Datenpakets und versendet es dann aber mit seiner eigenen IP in WWW. Beim Empfang wird dann das Daten-Paket durch den Router wieder an die ursprüngliche interne IP weitergeleitet.

In FAQ:463 werden die maximalen Längen von Kabeln angegeben
und das wäre auch alles im grünen Bereich, aber doch recht
aufwendig.

Gut, ich würde auch mindestens bis ins Haus Kabel verlegen.
Wegen der diversen Problemen bin cih sowieso gegen WLAN, wenn es sich vermeiden lässt.

wLAN - wie aufwendig ist das?! Und wie sicher?

Die Sicherheit ist der erste Punkt. Allgemein ist davon auszugehen, dass ein WLAN in etwa 2 Tagen geknackt werden kann.

Das Hauptproblem ist aber, dass wenn zu viele Sender zusammenkommen es einfach Wellensalt gibt. Im besten Fall geht dann deine Bandbreite in die Knie, wenn man Pech hat, geht nichts mehr. Weisst du schon ob sich dein Nachbar nicht auch ein WLAN zulegen möchte oder schon eines in Betrieb hat ?

Ein weiteres Problem könnte werden, daß wie gesagt der Router
in einem Nebengebäude steht, das ca. 10 m vom Hauptgebäude
entfernt ist und das zwei massive ca. 40cm starke Ziegelmauern
zwischen Sender und Empfänger lägen.

Ziegelmauern sind ein kleineres Problem als Stahlbeton. Jegliche Art von elektrischen Leitern dämpft halt elektromagnetische Wellen.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

Der Spliter ist eigentlich eine Frequenzweiche, welcher die
Frequenzen fürs Telefon (ISDN U-Bus) und DSL aufteilt, also
english splitet.

soweit klar.

Deshalb
benötigt man zwischen LAN und Modem noch einen Router, welcher
auch noch NAT können muss.

Auch klar.

Vor jahren waren das tatsächlich noch getrennte Geräte, heute
bommst du das eigentlich nur noch zusammen in einem Gehäuse.

Das wäre dann z.B. so ne Fritz!Box, oder?

Danke erst mal.

Gandalf

Hallo Wiz,

Ja, genau so. Bzgl. Wetterfestigkeit würde ich es bevorzugen
ein KG-Rohr in frostsicherer Tiefe (ab 80cm zu verlegen und
dahinein das normale Verlegekabel zu ziehen.

würde ich gerne tun, aber zwischen Haus und Büro ist eine Einfahrt, die früher von schwerem Gerät befahren wurde und daher mit etwa 20 cm dickem Beton versehen ist.
Vor Jahren hab ich das mal aufgestemmt um Wasser und Strom dorthin zu legen - war ne Woche Arbeit, aber leider hab ich damals noch nicht an sowas wie Netzwerk gedacht und keine Leerrohre verlegt ich Depp.

Notfalls kannst
Du auch Panzerrohr oder einen Minikanal verwenden und auf
Wänden entlang gehen, wenn es durchgängige Mauern zwischen den
Gebäuden gibt.

Darauf wirds wohl rauslaufen.

Auch Dir vielen Dank

Gandalf

Fritz!Box
Hallo Gandalf,

würde dir die Fritz!Box empfehlen. Gibt es bei vielen DSL Providern zur Billigflat kostenlos dazu. Das Ding ist wirklich klasse.

Infos zur Box hier:
http://www.avm.de/de/Produkte/FRITZBox/index.html

GMX-Angebot mit Fritz!Box hier:
http://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/access/order/ho…

Hallo,

Gut, ich würde auch mindestens bis ins Haus Kabel verlegen.
Wegen der diversen Problemen bin cih sowieso gegen WLAN, wenn
es sich vermeiden lässt.

Ich würde auch - wo möglich - Kabel bevorzugen.

wLAN - wie aufwendig ist das?! Und wie sicher?

Die Sicherheit ist der erste Punkt. Allgemein ist davon
auszugehen, dass ein WLAN in etwa 2 Tagen geknackt werden
kann.

Nein, so ist das falsch. Solange sichere Verschlüsselun benutzt wird, ist WLAN nicht so schnell zu knacken. WEP ist in dem Zusammanhang nicht sicher WPA mit guten Passwörtern hingegen schon.

Gruß,

Sebastian