Kleingeld

Hallo!

Kann mir jemand erklären, wozu die roten Cent-Münzen gut sind? Sie sind schwer zu unterscheiden, mein Geldbeutel quilt regelmäßig über davon, es kostet Zeit an der Supermarktkasse und man kriegt nichts dafür. Wenn ich mich recht entsinne, war der billigste Artikel, den ich seit der Euro-Umstellung gekauft habe, ein Würfel Hefe für 9 Cent. Würde man Rechnungssummen auf ganze Zehner-Beträge runden, dann hätte meiner Meinung nach niemand einen spürbaren Verlust. (Im Prinzip wird das ja an der Tankstelle mit der Zehntels-Cent-Stelle schon gemacht und in Italien gab es vor der Euro-Umstellung auch nichts kleineres als 100 Lire, wenn ich micht recht erinnere).

Ich nehme an, dass die Kosten für die Herstellung der roten Münzen in keinem Verhältnis zu ihrem praktischen Wert stehen.

Gruß, Michael

P.S.: Okay, wenn man die Cent-Stücke abschaffen würde, müssten Bräute in Zukunft barfuß zum Traualtar gehen, aber ich finde, auchd das hätte etwas für sich :wink:

Hallo,

Kann mir jemand erklären, wozu die roten Cent-Münzen gut sind?
Sie sind schwer zu unterscheiden, mein Geldbeutel quilt
regelmäßig über davon, es kostet Zeit an der Supermarktkasse
und man kriegt nichts dafür. Wenn ich mich recht entsinne, war
der billigste Artikel, den ich seit der Euro-Umstellung
gekauft habe, ein Würfel Hefe für 9 Cent. Würde man
Rechnungssummen auf ganze Zehner-Beträge runden, dann hätte
meiner Meinung nach niemand einen spürbaren Verlust.

Nun ja, im Grunde hast Du da schon nicht ganz unrecht. Allerdings muss man auch bedenken, wenn man z.B. Obst und andere abzuwiegende Waren kauft, dass dann eben nur kg-Preise gesetzt werden können und niemand so genau wiegen kann. Dies nurmal als ein Beispiel.

Wesentlich wichtiger ist aber der „verkaufspsychologische Effekt“, der insbesondere mit „x.99“ Beträgen erzielt werden kann. Es wurde man herausgefunden, dass Leute bei x,99 etwas eher kaufen, als wenn es über den vollen Betrag geht. Dabei wissen die Konsumenten selber, dass 1 Cent „gar nichts“ ist, verhalten sich aber trotzdem so. Als Beispiel sind hier die „Kampfpreise“ im Supermarkt zu nennen. Plus macht dies ja über seine „kleinen Priese“ auch in der TV-Werbung bekannt. Diese Preise gab es in Deutschland schon immer und stellen somit eine wichtige Erfahrung der Konsumenten schon seit vielen Jahrzehnten dar.

Ich nehme an, dass die Kosten für die Herstellung der roten
Münzen in keinem Verhältnis zu ihrem praktischen Wert stehen.

Mein Vorschlag wäre, dass man wie in den USA dazu übergeht und verstärkt mit EC-Karte bezhalt. Selbst wenn man kleine Beträge zu zahlen hat, sollte man zu Karte greifen.

Viele Grüße
TraderS

Hallo!

Kleines Missverständnis: Ich möchte nicht, dass die Preise gerundet werden, sondern die Rechnungsbeträge. Der Würfel Hefe soll ruhig weiterhin 9 Cent kosten. Wenn ich einen davon kaufe (und sonst nichts), macht es mir nichts aus, dafür 10 Cent auszugeben. Sollte ich aber 100 Würfel kaufen (was auch immer ich damit anfangen möchte), dann soll der Verkäufer schon genau rechnen und mir 9 Euro abknöpfen (und nicht 10, was herauskäme, wenn er jeden Einzelpreis runden würde).

Michael

Hallo,

Kann mir jemand erklären, wozu die roten Cent-Münzen gut sind?
Sie sind schwer zu unterscheiden, mein Geldbeutel quilt
regelmäßig über davon, es kostet Zeit an der Supermarktkasse
und man kriegt nichts dafür. Wenn ich mich recht entsinne, war
der billigste Artikel, den ich seit der Euro-Umstellung
gekauft habe, ein Würfel Hefe für 9 Cent.

was ja dann - wie die x,99 Euro-Preise - eher für die Einführung der 9 oder 99 Cent-Münze spräche.

Gruß,
Christian

Stimmt so … (owt)
Hallo Michael,

der Verkäufer wird sich nicht beschweren …

Gruß
achim

was ja dann - wie die x,99 Euro-Preise - eher für die
Einführung der 9 oder 99 Cent-Münze spräche.

Hey, die 99 Cent Münze ist ein Al Bundy Patent!!!

(SCNR)

Grüße
Joshua

Hi

Wie schon gesagt wurde, die x,99 beträge sind in Deutschland das auschlaggebende, da es einen rein psychologischen Effekt hat.

In Holland hat man die Beiträge auf 10cent auf bzw. abgerundet und die 1,2 und 5 cent verwenden die nichtmehr. Die Geschäfte brauchen somit weniger Kassenfächer und sie müssen weniger neues Kleingeld besorgen. Der Verbraucher hat nicht soviel Kleinstgeld zum herumtragen. Bei Centartikel muss man dann halt z.B. 2 Lutscher anstelle von einem kaufen…

Es funktioniert also genausogut auch ohne und mir wäre das auch lieber.

Michael

was ja dann - wie die x,99 Euro-Preise - eher für die
Einführung der 9 oder 99 Cent-Münze spräche.

Hey, die 99 Cent Münze ist ein Al Bundy Patent!!!

Nicht ganz: Die wollte Steve Rhoades zum Patent anmelden, was aber mehrfach abgelehnt wurde.

Gruß,
Christian

Hallo,

nun ja, diese Überlegung ist nicht so neu, und AFAIR die Finnen ziehen die Geschichte ja jetzt auch durch.

Ich finde auch, dass die Münzen nicht besonders gut gelungen sind. Die Unterscheidbarkeit ist gegenüber den alten DM-Münzen deutlich schlechter und ich kenne viele Leute die daher das Kupfergeld kaum wieder herausgeben, weil es ihnen zu viel Sucherei und zuviel Zeitaufwand (z.B. an der Supermarktkasse) ist. Ich gehöre auch zu dieser Sorte.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]