Kleinkind findet keinen Schlaf

Moin

Sie wollte einen Rat und wird von dir als potentielle Kinderquälerin
verstanden.

Da ist nichts „potenziell“. Hier wurde ein Kind tatsächlich über mehr als eine Woche täglich so weit gequält, bis es sich vor Schreien erbrechen musste.

Kinder zu haben ist mit jedem Tag eine Herausforderung

Und wenn man dieser Herausforderung nicht gewachsen ist, dann sollte man das vielleicht auch einsehen.

Fehler in der Erziehung macht man nicht aus psychischer und
physischer Folterabsicht.

Viele Eltern sicher nicht. Aber meinst du, ein entsprechend über Tage gequältes Kind 2 Jähriges Kind kann wirklich unterscheiden, ob Mutti nun aus Absicht oder Hilflosigkeit quält?

Wie hast du das mit deinen Kindern gelöst ?- das war doch die
eigentliche Frage.

Ich hatte nie ein Kind, dessen Vertrauen schon so weit gestört war, dass es „Abendrituale“ bis in die Unendlichkeit in die Länge zu ziehen versucht, weil es Angst hatte vor dem Alleinsein oder dass die Panik und das Schreien wiederkommen. Meine Empfehlung habe ich bereits geschrieben.

Gruß
Marion

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Moin,

ich finde dich zu streng. Vermutlich ist ihr dieses Buch von
irgendeiner Autorität (Kindergärtnerin, Kinderarzt oder
irgendjemand) empfohlen worden, und sie hat es zunächst
geglaubt, was da drinsteht. Sie hat das doch nicht im
Bewusstsein gemacht, ihr Kind zu foltern.

Nein? Du meinst, nicht, sie hätte nicht ein ätzendes Gefühl gehabt, ihr Kind jeden Abend in Pank schreine zu hören ?

Wie weit Menschen gehen, wenn eine anerkannte Autorität
Anweisungen gibt, das weiß man doch spätestens seit dem
Milgram-Versuch. Sonja hat ja die Methode immerhin nach einer
Woche abgebrochen. Dass das Buch umstritten ist, das wusste
sie offensichtlich nicht.

Wie ich schon sagte. Das Problem bei diesen und ähnlichen gewaltsamen Methoden ist, dass sie einfach sind und funktionieren. Wer sich hingegen dafür interessiert, wie Kinder sich tatsächlich entwicklen, welche Bedürfnisse sie haben, wie man gewaltlos erziehen kann etc. der hat heutzutage endlose Möglichkeiten, sich zu informieren, und zwar schon, bevor die Kinder auf der Welt sind. Warum wird das denn nicht gemacht? Aus Gleichgültigkeit der Eltern ihren Kindern gegenüber? Weil es zuviel Arbeit macht?

Gruß
Marion

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Hallo!

Ist nicht vielleicht ein klitzekleiner Unterschied zwischen
Missbrauch und Bürgerkrieg und dem hier geschilderten?

Meinst du wirklich, das macht für ein Kleinkind einen
Unterschied, ob es wegen Missbrauch, Bürgerkieg oder wegen
missratener „Erzeihungsversuche“ aus Panik schreien muss, bis
es sich erbricht?

Es ist ein Unterschied. Zum einen, weil das eine mal „böse Absicht“ im Spiel ist, im anderen nicht. Das mag für das Kind egal sein. In meiner Werteskala macht das einen Unterschied. Und im heimischen Bett, die Eltern in der Nähe, zu schreien, weil man nicht seinen Willen bekommt ist etwas anderes, als körperliches Leid angetan zu bekommen. Du verhöhnst alle, die wirklich missbraucht wurden mit Deinem Vergleich, das nur am Rande.

Zum anderen habe ich schon Kinder gesehen, die aus purem Trotz z.B. den Kopf auf den Boden schlagen, die Luft anhalten, bis sie ohnmächtig werden. Warum sich nicht übergeben? Nicht aus bösem Willen, den unterstelle ich Kindern nicht, sondern einfach, weil es funktioniert. Wer hilft nicht einem Kind, wenn es sich selbst verletzt? Das ist schwer, da wieder raus zu kommen. Das sind ja Mittel, die immer wirken.

Was machen diese Heiligen denn, wenn das Kind weint, weil es
etwas möchte?

Wenn es Kind weint, weil es Geborgenheit und Nähe der Mutter
möchte, aber die Mutter nicht bereit ist, ihrem Kind dies zu
geben, dann sollte sich die Mutter vielleicht nach einer
Pflegefamilie für das Kind umsehen. Jedes Kind hat ein Recht
auf Nähe und Geborgenheit.

Das beantwortet nicht meine Frage. Nimm das Beispiel mit dem Kindergarten: Das Kind weint herzzerreißend, weil es die Nähe der Mutter braucht/will. Die Mutter muss z.B. arbeiten gehen und kann dem Bedürfniss nicht nachkommen. Ist das in Deinen Augen schon Misshandlung?

Das Schwierige in dieser Diskussion für mich ist: Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Du äußerst Allgemeinplätze, die unterschreibe ich sofort. Geht es gegen Schläge oder „Klapse“ für Kinder z.B. bin ich die erste, die da entschieden argumentiert. Aber mir geht es einfach zu weit, wie Du hier eine ratsuchende Mutter angreifst, ihr alles mögliche unterstellst. Und mir gleich noch hinterher, weil Du grad so in Rage bist.

Kinder landen meiner Ansicht nach in Tiefkühltruhen vor allem deswegen, weil Mütter/Väter überfordert sind, weil von ihnen erwartet wird, dass sie fehlerfrei erziehen. Deshalb rate ich dazu, sich Atempausen zu holen, bevor so etwas Schlimmes passiert. Außerdem sind die eigenen Erwartungen an sich selber der erste Schritt zum verzweifeln. Einzusehen, dass man nicht perfekt ist, ist der beste Weg um etwas besser zu machen als vorher.

Das Problem ist hier nur, dass die Kindern diejenigen sind,
die die Fehler der Eltern ausbaden müssen.

Das müssen sie, und das werden sie immer müssen. Den fehlerfreien Erziehungsroboter gibt es nicht, und Du wirst ihn ja nicht im Ernst wollen. Erziehung ist meiner Ansicht nach eine Plus-Minus-Abwägung. Es zählt, was an guten Dingen unten bei raus kommt, wenn man die Fehler von den richtig gemachten Dingen abzieht. Alles andere halte ich für unrealistisch.

Bei 90% der Fälle,
wo die Erziehung gründlich in die Hose geht, fragen sich die
Eltern nicht, was sie wohl falsch machen, sondern fragen
andere, was mit ihren Kindern denn wohl nicht stimmt und
welche Dressurmaßnahmen denn noch versuchen könnte.

Du verallgemeinerst, im konkreten Fall hat jemand um Rat gefragt, das spricht doch schon für die Fragestellerin.

Jemand wie du, die offen zugibt, ihre Kinder ebenfalls bis zur
Erschöpfung schreien gelassen zu haben, ist diese Diskussion
zu aggressiv?

Wo habe ich das? Wer sagt Dir, dass ein Kind bis zur Erschöpfung geschrien hat? Vielleicht ist er ja einfach eingeschlafen, weil er eingesehen hat, dass er seinen Kopf nicht durchsetzen kann? Um es kurz zu machen: Ich habe keine Lust, mich Dir gegenüber zu rechtfertigen. Du verdrehst Dir die Worte so, wie Du es brauchst für Deinen Kreuzzug.

Grüße
kernig

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Ganz einfach:
Hallo!
Zwillinge gehören verboten. Passieren sie doch, gibt man eins davon ins Pflegeheim.
(Vorsicht, Sarkasmus)

Grüße
kernig
(nicht perfekt)

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Hallo,

du hast in diesem Diskussionsthread einige Sternchen von mir bekommen. Für die Feststellung, dass diese unsägliche Methode, Kinder zum Alleinschlafen zu kriegen, falsch ist, z.B., und über die Entrüstung (die ich teile), dass es immer noch Menschen gibt, die das empfehlen.

Aber insgesamt: was willst du eigentlich erreichen?
Dass sich eine Mutter, die nach Rat fragt, überlegt, wie sie mit ihrem Kind umgehen kann, damit es in Zukunft besser läuft (was nicht heißt: für die Eltern problemlos läuft), oder dass sie sich abwendet, weil sie so angegriffen wurde, dass sie nicht mehr in der Lage ist, ihre Handlungen zu hinterfragen.
Ziel sollte doch sein: der Mutter einen Rat zu erteilen, der ihr das Leben mit ihrem Kind erleichtert und der dadurch ihrem Kind das Leben erleichtert.
Diese Absicht magst du haben, die Methode ist aber so abschreckend, dass ich nicht glaube, dass dein Rat ankommt.
Gerade weil du so für Verständnis für das Kind wirbst (mit Recht!), wundere ich mich, dass du nicht zu sehen scheinst, dass auch die Mutter Verständnis verdient und - viel wichtiger - Verständnis braucht , damit dem Kind geholfen wird.

Gruß
Elke

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Hallo,

Zum anderen habe ich schon Kinder gesehen, die aus purem Trotz
z.B. den Kopf auf den Boden schlagen, die Luft anhalten, bis
sie ohnmächtig werden. Warum sich nicht übergeben? Nicht aus
bösem Willen, den unterstelle ich Kindern nicht, sondern
einfach, weil es funktioniert. Wer hilft nicht einem Kind,
wenn es sich selbst verletzt? Das ist schwer, da wieder raus
zu kommen. Das sind ja Mittel, die immer wirken.

Unser Sohn hat bei Trotzanfällen den Kopf auf den Boden geschlagen, er hat sogar Kanten gesucht, um den Kopf dagegen zu donnern.
Aber nie wäre ich auf die Idee zu kommen, dass er das mit Absicht tut.
Du schreibst zwar „nicht aus bösem Willen“, mir ist aber wichtig, dass es **überhaupt nicht mit Willen" geschieht, dass ein Kind in einem Trotzanfall nicht in der Lage ist, dieses Gefühlschaos zu kontrollieren.
Und bevor jemand fragt: die Methode damit umzugehen war, es nicht soweit kommen zu lassen (nicht durch Nachgeben, durch Vorausdenken (=Vermeidung von Hochschaukeln von Situationen) und durch Ablenken. Wenn es doch vorkam (und es kam vor - man ist nicht immer überall, man macht Fehler, dann kann man sich darum kümmern, dass das Kind sich nicht verletzen kann, kann ihm beistehen, wenn es dieses für ihn beängstigende Phase durchmacht, ohne ihm Nachzugeben).

Das beantwortet nicht meine Frage. Nimm das Beispiel mit dem
Kindergarten: Das Kind weint herzzerreißend, weil es die Nähe
der Mutter braucht/will. Die Mutter muss z.B. arbeiten gehen
und kann dem Bedürfniss nicht nachkommen. Ist das in Deinen
Augen schon Misshandlung?

Je nachdem, wie man damit umgeht.

Das Schwierige in dieser Diskussion für mich ist:
Grundsätzlich gebe ich Dir recht. […] Aber mir geht es einfach zu weit, wie Du hier
eine ratsuchende Mutter angreifst,

Das habe ich auch schon geschrieben. Auch halte ich es für kontraproduktiv.

Das Problem ist hier nur, dass die Kindern diejenigen sind,
die die Fehler der Eltern ausbaden müssen.

In jeder Beziehung.

Gruß
Elke**

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Liebe Sonja,
von diesen agressiven Beiträgen möchte ich mich deutlich distanzieren.
Das ist keine Hilfe, sondern eine Defamierung.
Lasse dich nicht so sehr davon herunterziehen, Leute die über eine emotionale Intelligenz verfügen, können sich gut in deine Lage versetzen und sehen in dir eine Mutter, die Hilfe für ihr Kind sucht, weil sie es liebt.
Alles Gute für dich

Hallo Sonja,

du schreibst sie schläft immer gut ein wenn sie in der Kita, mit dem Kinderwage unterwegs ist etc.
Mir fällt dabei auf, dass sind alles Orte mit Geräuschkulisse.
Also Kinderlärm, evtl Straßenlärm. Die Musik von der Oma…

Vielleicht ist es ihr einfach unheimlich, wenn es so ruhig ist. Ich kenne das von meinem Bub, der braucht auch immer nen gewissen „Lärmpegel“ und schlafen zu können. Du kennst das sicher, wenn man im Bett liegt und die Mama in der Küche hört, wie sie mit dem Papa redet oder im Treppenhaus jemand läuft…das ist ein sehr beruhigendes Gefühl.
Vielleicht fehlt es ihr einfach.

Ich würde euch aber raten mal zu einer Kinderpsychologin zu gehen. Da gibt es sehr viel Beratungsangebote. Vielleicht hab ihr auch ne Zwergenambulanz etc. bei euch in der Nähe? Es ist ja für euch ALLE eine sehr belastende Situation. Vielleicht kann dich euch einfach ein paar Tipps geben.

Das heißt NICHT, dass ihr schlechte Eltern seit. Ich war da auch schon mal mit meinem Bub nach der Trennung vom Papa. Das ist auch kostenlos. Ich würde es euch ganz dringend empfelen, weil ich hab das Gefühl, hier kann dir keiner richtig helfen.

Gruß und alles Gute, auch für das neue Baby.

Lulea

Hallo,

du schreibst sie schläft immer gut ein wenn sie in der Kita,
mit dem Kinderwage unterwegs ist etc.
Mir fällt dabei auf, dass sind alles Orte mit Geräuschkulisse.
Also Kinderlärm, evtl Straßenlärm. Die Musik von der Oma…

Das halte ich für einen guten Ansatz. Ich würde unbedingt damit experimentieren.
Anekdote (hab ich bestimmt schon mal erzählt):
Während des Studiums passte ich oft auf die Kinder von Freunden auf, wenn die ausgingen. Die Mädchen (1/2 und 3/4) wussten, dass ich da sein würde, aber Mama und Papa blieben, bis sie einschliefen. Die Mädchen wachten nie nachts auf, wenn die Eltern da waren. Aber kaum war ich allein mit ihnen - wachten sie auf. Es gab nie Tränen, sie hatten auch keine Angst mit mir oder vor mir, sie wachten nur auf.
Irgendwann kamen wir auf den Trichter: sobald die Eltern weg waren, schlug ich meine Bücher auf und lernte - in konzentrierter Stille.
Als wir merkten, dass es an den fehlenden Geräuschen lag, ließ ich immer TV (Gesprächsrunden o.ä.) oder wenigstens Musik im Hintergrund laufen - und danach sind die Mädchen nie mehr wach geworden.

Allerdings auch eine „Warnung“. Unser Sohn schließ abends mehr oder weniger problemlos ein (ich rede von seiner Babyzeit, also ab etwa 3 Monaten). Aber sobald man ihn tagsüber hinlegte (egal wo), schrie er sofort und war nur zu beruhigen, wenn man ihn auf den Arm nahm. Abends und nachts (wenn er wegen Hunger wach geworden war und nach dem Essen weiterschlafen sollte) - kein Problem.
Es kann also auch an was ganz anderem liegen.

Gruß
Elke

Hallo Marion,

Wer sich hingegen dafür interessiert, wie
Kinder sich tatsächlich entwicklen, welche Bedürfnisse sie
haben, wie man gewaltlos erziehen kann etc. der hat heutzutage
endlose Möglichkeiten, sich zu informieren, und zwar schon,
bevor die Kinder auf der Welt sind. Warum wird das denn nicht
gemacht? Aus Gleichgültigkeit der Eltern ihren Kindern
gegenüber? Weil es zuviel Arbeit macht?

Nein, ich finde man wird geradezu überhäuft mit Informationen - und jeder beansprucht die Weisheit seines Wissens. Tatsächliche Erst-Eltern sind heutzutage von Ratgebern, Informationsseiten, Tips, Ratschlägen aller Seiten, Müttern, SchwieMüttern, Omas, Tanten etc. überrannt… ALLE wissen es (besser) und ALLE meinen ihre Ansicht der Lage ist die Richtige.

Wie das zu filtern ist… !? Kannst ja mal nen Ratgeber schreiben :wink:

lg, Dany

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Hallo Sonja,

ich habe noch zwei Verständnisfragen zu deinem Artikel.

Du schreibst, sie schläft seit einem halben Jahr schlecht ein, war das der Zeitpunkt als du es mit „Jedes Kind kann schlafen lernen“ probiert hast oder kam das erst später?

Und wo schläft sie, im eigenen Zimmer oder bei euch im Schlafzimmer?

Bei uns funktioniert es ziemlich gut, wenn ich mit meinem Kleinen (1 Jahr) ins Bett gehe und erst weggehe, wenn er eingeschlafen ist.
Versuch es doch mal mit besonders viel Nähe in der nächsten Zeit, deine Geduld wird sich hoffentlich lohnen!

Viel Erfolg und schöne Grüße
Miriam

@dany:
Ich kann Dir nur zustimmen. Vor lauter Nannys, Ratgebern und Psychologen usw. fällt es vielen schwer, einfach nach Gefühl aus dem Bauch heraus ganz natürlich zu reagieren.

Ich habe bei meinen Mädels (heute 19 und 15 Jahre alt) nach dem „Abendprogramm“ versucht aus dem Zimmer zu gehen. Hat das nicht geklappt habe ich mich im Dunkeln neben mein Kind gesetzt und die Hand gehalten. Aber nicht gesprochen und auch nicht auf Fragen oder „Erzählversuche“ reagiert, sondern dann nur ganz leise „schsch“ gemacht. Das hat fast immer funktioniert - nach kurzer Zeit war Ruhe. Ich habe ihr evtl. Bedürfnis nach Nähe zwar befriedigt, bin aber nicht mehr der Bespaßer.

Im Allgemeinen möchte ich sagen, dass Kinder zwar das wichtigste für ihre Eltern sein sollten. Aber wenn ich mein Kind liebe, dann muss ich auch dafür sorgen, dass es ein angenehmer Zeitgenosse für seine Mitmenschen wird. Das bedeutet auch das mein Kind lernen muss, nicht immer an erster Stelle zu stehen - natürlich altersgemäß. Wenn ich zum Beispiel - auch als die Kinder noch Kleinkinder waren - mich mit jemanden unterhalten habe und meine Kinder etwas wollten, habe ich gesagt „warte bitte einen Moment, ich unterhalte mich gerade. Gleich habe ich Zeit für dich“. Oder: Ein „schlechtes“, schnell hingeschmiertes Bild wird nicht gelobt, nur weil es von dem Filius stammt. Da kann man durchaus sagen: "Dieses Bild finde ich nicht so schön, das kannst Du viel besser. Bei Deinem letzten Bild hast du dir mehr Mühe gemacht.
Vielleicht scheinen die Beispiele für Euch keinen Bezug zu dem „Schlafthema“ zu haben. Vielleicht aber doch: ruhige Konsequenz und liebevolle (manchmal auch etwas strenge)Führung (schon von Kleinkindern) gibt den Kindern die Sicherheit, dass sie Eltern haben, die Wissen was sie tun. Das ist sehr beruhigend für die Kids.
Wir haben bestimmt nicht alles richtig gemacht, aber zwei doch sehr wohlgeratene Kinder im oben genannten Alter zeigen uns heute, dass wir zumindest sehr viel richtig gemacht haben.

Gruß Inge2

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Moin,

Es ist ein Unterschied. Zum einen, weil das eine mal „böse
Absicht“ im Spiel ist, im anderen nicht. Das mag für das Kind
egal sein. In meiner Werteskala macht das einen Unterschied.
Und im heimischen Bett, die Eltern in der Nähe, zu schreien,
weil man nicht seinen Willen bekommt ist etwas anderes, als
körperliches Leid angetan zu bekommen.

Du hast leider überhaupt keine Ahnung wovon du schreibst. Wenn ein Baby oder Kleinkind allein in einem Raum gelassen wird, hat es keine Ahnung davon, ob die Mutter ein Stockwerk tiefer vor der Glotze sitzt oder gerade ermordet wurde. Ein Baby oder Kleinkind kann diese Situation noch nicht überblicken. Es weiß nur, es ist völlig alleine und keiner ist da. Es ist völlig natürlich, dass es dann in Panik gerät und schreit.

Wer unbedingt darauf besteht, dass ein Kind Abends allein in ein Zimmer gesperrt wird, der muss dann auch die Konsequenz ziehen, und jedes mal hinlaufen, wenn das Kind weint, und zwar so lange, bis das Kind alt genug ist und begreift, ok, Mama ist nicht weg, sie ist in Rufweite und kann mich hören. Das kann schon mal 1-3 Jahre dauern.

Wenn er das nicht macht, und sein Kind Abend für Abend dieser Panik überlässt, bis es irgendwann aufgibt weil es lernt: Egal wie laut ich schreie, es kommt ja doch keiner, ja, ich bin tatsächlich allein…
Ja, der misshandelt sein Kind tatsächlich auf eine brutale Weise.

Das mag dir nicht gefallen, weil du deinem Kind vielleicht nichts schlimmes wolltest. Aber wem nutzt das, außer dir und deinem Gewissen? Dem Kind?

Gruß
Marion

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Moin,

ich rede hier nicht von schnell konsumierten „Ratgebern“ aus dem Fernsehn, der Bildzeitung und mit heißer Nadel zusammengeschusterte „Bestseller“.

Es gibt in jedem kleineren Kaff Erziehungsberatungsstellen, wo echte Menschen sitzen die echte problembezogene Beratung völlig kostenlos anbieten. Mann muss da nur einen Termin machen und hingehen.

Gruß
Marion

Liebe® orak,

von diesen agressiven Beiträgen möchte ich mich deutlich
distanzieren.
Das ist keine Hilfe, sondern eine Defamierung.
Lasse dich nicht so sehr davon herunterziehen, Leute die über
eine emotionale Intelligenz verfügen, können sich gut in deine
Lage versetzen und sehen in dir eine Mutter, die Hilfe für ihr
Kind sucht, weil sie es liebt.

bei (wörtliches Zitat!)

sie bruellt bis zum Brechreiz

ist keinerlei Diffamierung mehr notwendig. Und bei solchen Dingen sind
Gutmenschen und Wattebäuschenwerfer genau gar keine Hilfe. Im übrigen
sollte man mit Begriffen wie „emotionaler Intelligenz“ vorsichtig sein,
wenn man sich nicht absolut sicher ist, was sie bedeuten.

.m

Hi,

im Gegenteil spricht sie wahre Worte noch erstaunlich gelassen aus.

Ja, die UP sucht nach Hilfe, ist lobenswert. Dann muss sie aber auch damit rechnen, dass man ihr ehrlich antwortet. Mag ja sein, dass sie es nur gut meint und sicher will sie ihrem Kind nicht schaden - das alles ist aber dem Kind erstmal egal bzw. nicht klar. Das merkt nur, es ist alleine, hat Panik und brüllt bis zum Erbrechen.

Ich kann Marions Aussagen hier nur unterstützen. Und ich meine auch, dass die UP sich Hilfe von Erziehungsberatung o.Ä. holen sollte, wenn sie schon mit dem einen Kind überfordert ist. Wie wird das erst, wenn das Zweite kommt.

Gruß
Cess

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Moin,

Aber insgesamt: was willst du eigentlich erreichen?

Eltern zu spiegeln, wenn ihre Methoden aggressiv und brutal sind, denn offensichtlich ist vielen das gar nicht bewusst. Ich möchte Eltern eine Idee davon geben, was vielleicht in ihren Kindern vor sich geht, wenn sie in Panik schreien, bis sie kotzen. Und nein, das ist nicht schön und es ist schonungslos. Aber so lange Eltern nicht begreifen, was sie anrichten, hab ich wenig Hoffnung, dass sich was ändert. Man muss mich dafür auch nicht mögen. Wer mag schon jemanden, der ihm sagt, wer würde sein Kind quälen. Aber wenn es ihm keiner sagt, besteht dann eine Chance, dass derjenige sich ändert?

Sicher ist es netter, in liebem und verständnisvollem Ton gute Tipps zu geben, wie man es besser machen kann. Dafür haben wir hier im Brett einige recht kompetente und verständnisvolle Poster auf die ich im Zuge solcher Diskussionen auch immer zähle und die auch immer da sind.

Gruß
Marion

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Hi,

ich finde den Filter eigentlich ganz einfach: gesunder Menschenverstand!

Den hat schon eine Nachbarin von uns seinerzeit angewendet. Sie hat ihre Kinder in einer Zeit großgezogen, in der alle das Schreienlassen propagiert haben („stärkt die Lungen“). Trotzdem war sie intelligent genug zu sagen, „das kann nicht gut fürs Kind sein“ und hat es nicht gemacht.

Manchmal ist es einfacher als man meint.

Gruß
Cess

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Hallo Marion,

Es gibt in jedem kleineren Kaff Erziehungsberatungsstellen, wo
echte Menschen sitzen die echte problembezogene Beratung
völlig kostenlos anbieten. Mann muss da nur einen Termin
machen und hingehen.

Ich verstehe deinen Standpunkt, aber du schriebst:

Wer sich hingegen dafür interessiert, wie Kinder sich tatsächlich entwicklen, welche Bedürfnisse sie haben, wie man gewaltlos erziehen kann etc. der hat heutzutage endlose Möglichkeiten, sich zu informieren, und zwar schon, bevor die Kinder auf der Welt sind.

wie soll ich die Probleme (als Erst-Eltern) voraussehen bevor das Kind auf der Welt ist und mich im Vorhinein gegen alle Möglichkeiten feien und informieren?

Sicher, wie Cess sagt, gesunder Menschenverstand ist der Filter. Aber ich weiß auch, wie unsicher man in manchen Situationen sein kann - und wie viele überzeugende Tips geben. Ich bin ebenfalls wie du dafür, in Problemsituationen Beratungsstellen anzugehen (à propos, der Kinderarzt ist nicht nur für Erkältungen etc. ansprechbar, sondern auch für andere Fragen, hat mir auch geholfen!). Es ist eher ein gesellschaftliches Problem. Man fragt Leute, denen man vertraut, bekommt Ratschläge, die sinnvoll klingen, aber vllt beim eigenen Kind nicht helfen. Ich würde mich auch schwertun zu einer Beratungsstelle zu gehen und zu sagen: mein Kind schläft schlecht ein.

Daher mein Tip: erfahrene Kinderärzte können auch helfen in solchen Sachen (nicht nur medizinisch, sondern mit Rat) und vllt. ist der Schritt für manche Eltern einfacher. Wer gibt denn in dieser Zeit der überschwemmenden Ratgeber gerne zu mit einer Situation mit einem Baby/Kleinkind überfordert zu sein??? Viele belächeln einen, dass man nicht mal den Umgang mit einem Baby/Kleinkind „gebacken“ bekommt.

Die UP hat sich zuerst an Freunde gewandt, den Tip mit dem Buch bekommen (das Buch liest sich überzeugend in der Argumentation) und diesen Tip versucht umzusetzen. Die nächste Anlaufstelle ist ein Eltern, Kind und Familienbrett in einem Forum, da sie gesehen hat, dass sie ihrem Kind damit nichts Gutes tut.

Sie hat hilfreiche Informationen bekommen. Zusätzlich zu ihrer Einsicht, ihrem Kind mit der Aktion nicht geholfen zu haben bekommt sie aber auch noch ziemlich einen „reingewürgt“. Ich kann deine Seite verstehen, und Diskussionen zu diesem Buch sind im Archiv zu Hauf. Ich denke, die Diskussion sollte sich langsam beruhigen, ich denke, jeder weiß inzwischen worauf du hinaus wolltest :smile:

lg, Dany

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Hallo,

ja das ist natürlich immer ein zweischneidiges Schwert.

Gott sei Dank hatten wir nie Probleme mit dem einschlafen.
Das ist meist eine Sache von 10-15 Minuten inkl. Zähneputzen und umziehen. Der leg sich einfach hin und schläft. Aber er braucht eben immer ein wenig Geräusche. Darum lass ich die Zimmertüre auf und er kann mich in der Küche hören oder im Wohnzimmer sogar sehen. Ich kann neben seinem Bett staubsaugen oder abends den Ferneseher normal laut stellen.

Dafür steht aber sein Bett, direkt neben meinem und er muss nur die Hand ausstrecken und kann mich anfassen. Er ist es halt so gewohnt und kann sich da auch drauf verlassen.

Gruß Lulea