Hallo,
Zum anderen habe ich schon Kinder gesehen, die aus purem Trotz
z.B. den Kopf auf den Boden schlagen, die Luft anhalten, bis
sie ohnmächtig werden. Warum sich nicht übergeben? Nicht aus
bösem Willen, den unterstelle ich Kindern nicht, sondern
einfach, weil es funktioniert. Wer hilft nicht einem Kind,
wenn es sich selbst verletzt? Das ist schwer, da wieder raus
zu kommen. Das sind ja Mittel, die immer wirken.
Unser Sohn hat bei Trotzanfällen den Kopf auf den Boden geschlagen, er hat sogar Kanten gesucht, um den Kopf dagegen zu donnern.
Aber nie wäre ich auf die Idee zu kommen, dass er das mit Absicht tut.
Du schreibst zwar „nicht aus bösem Willen“, mir ist aber wichtig, dass es **überhaupt nicht mit Willen" geschieht, dass ein Kind in einem Trotzanfall nicht in der Lage ist, dieses Gefühlschaos zu kontrollieren.
Und bevor jemand fragt: die Methode damit umzugehen war, es nicht soweit kommen zu lassen (nicht durch Nachgeben, durch Vorausdenken (=Vermeidung von Hochschaukeln von Situationen) und durch Ablenken. Wenn es doch vorkam (und es kam vor - man ist nicht immer überall, man macht Fehler, dann kann man sich darum kümmern, dass das Kind sich nicht verletzen kann, kann ihm beistehen, wenn es dieses für ihn beängstigende Phase durchmacht, ohne ihm Nachzugeben).
Das beantwortet nicht meine Frage. Nimm das Beispiel mit dem
Kindergarten: Das Kind weint herzzerreißend, weil es die Nähe
der Mutter braucht/will. Die Mutter muss z.B. arbeiten gehen
und kann dem Bedürfniss nicht nachkommen. Ist das in Deinen
Augen schon Misshandlung?
Je nachdem, wie man damit umgeht.
Das Schwierige in dieser Diskussion für mich ist:
Grundsätzlich gebe ich Dir recht. […] Aber mir geht es einfach zu weit, wie Du hier
eine ratsuchende Mutter angreifst,
Das habe ich auch schon geschrieben. Auch halte ich es für kontraproduktiv.
Das Problem ist hier nur, dass die Kindern diejenigen sind,
die die Fehler der Eltern ausbaden müssen.
In jeder Beziehung.
Gruß
Elke**