Hallo Andreas,
Ich bin ja auch nicht das Problem. Wie gesagt, hier fahren
täglich mehrere Autos vom Hof. Darunter natürlich auch viele
Jugendliche und deren „Kumpels“, die hier vielleicht auch noch
Ortsfremd sind.
Wenn man die kleinen Matzen auch sieht, ist ja alles in
Ordnung. Schlimm ist eben insbesondere die „Grösse“. Wie
gesagt, der Matz geht mir gerade mal bis zum Knie. Wenn die
hinter dem Auto steht, sieht man sie nicht. Und ich kann ja
nicht jedesmal erst den ganzen Parkplatz absuchen, ob sie
vielleicht mal wieder irgendwo zwischen den Fahrzeugen steht
(ist für das Kind vermutlich faszinierend zwischen den Dingern
zu stehen
)
OK, ich hab hier ein wenig überzogen reagiert und Du bist
sicher der Letze, bei dem das angebracht gewesen wäre.
Es scheint also so zu sein, daß wir (unsere Gesellschaft)
es schaffen, die Welt mit supermodernen Magnetschwebebahnen,
Atomkraftwerken und uranfreier panzerbrechender Munition zu
beglücken - aber scheitern, wenn es um die Anordnung von
„Wohnsiedlung - Parkplatz - Spielplatz“ geht.
Es ist klar, daß hier ein „desaster waiting to happen“ ge-
schaffen wurde und die Aussiedlerfamilie, endlich aus dem
Kriegsgebiet in der Freiheit angekommen, hier die tödlich
gefährlichen Prioritäten neu lernen muß.
„Auf die anderen Kinderlosen entsprechend einwirken“. Da weiß
ich jetzt nicht wirklich wo der Sinn liegt. Soll ich nun mit
dem Megaphon durch die Gegend laufen, damit alle gewarnt sind,
wenn das Kind wieder „unbeaufsichtigt“ herumläuft ? Das ist ja
gerade die Kernfrage. Einfacher wäre es ja das Kind „wegzunehmen“.
Naja, das war von mir ein wenig provozierend formuliert.
Natürlich kannst Du nichts an dem ändern, was das Verhängnis
unserer Zeit ist. Die einzige Lösung, die in Frage käme, wäre
sicher, mit der Familie in Kontakt zu treten - wie das von
vielen anderen schon vorgeschlagen wurde. Aber warum dann
gerade Du und nicht die xx anderen Parteien.
Ich verstehe das Problem nicht ganz. Was machen denn
die ganzen anderen 2-4-Jährigen im „Ballungsgebiet“?
Sind die den ganzen Tag in der Wohnung? Im Kindergarten?
Die gehen mit ihren Eltern auf dem Spielplatz oder haben
ältere Geschwister die sich immer in der Nähe befinden.
Vielleicht hat die „neue Familie“ auch noch keinen
entsprechenden Anschluß gefunden.
Ich denke, die gehen davon aus, daß sie jetzt „in Sicherheit“
sind, hier in Deutschland. Warum sollen in so einem Land nicht
die Kinder „einfach so“ draußen spielen? Das muß man eben
erst auf die „harte Tour“ lernen.
(schon mal „Kleine Strolche“ angeschaut?
http://www.thelittlerascals.net/picture7_enlarged.html)
Nein… Warum ? 
Das war noch in der Zeit, wo die Kinder völlig
selbstständig in ihrem normalen Lebensumfeld
herumgerannt sind. Sehr aufschlußreich.
Grüße
CMБ