Bei den hier angestellten Diskussionen über den Begriff des
„kleinsten gemeinsamen Nenners“ bzw. die „Berechtigung“ einer
Verwendung des Adjektives „kleinsten“ war die Beschränkung auf die
Zahlen 7 und 8 (oder 111 und 113) nicht dazu angetan, Verständnis
zwischen den Streithähnen zu schaffen.
Da die beiden Zahlen im Ausgang schon nichts „Gemeinsames“ haben,
ergibt die Multiplikation der beiden damit ohnehin schon einen
Denominator, der kleiner nicht sein kann - warum also das Gestreite?
Ich entsinne, daß den Schülern zwei Kolonnen von Zahlen gegeben
wurden, aus denen sie die „kleinsten gemeinsamen Nenner“ berechnen
sollten zu den Zahlenpaaren, die sich aus den beiden Kolonnen
kombinieren ließen. Nun war man damals nicht so dumm, die Zahlen
dieser Kolonnen auf Primzahlen zu beschränken (und dann noch in
beiden Kolonnen verschiedene), denn sonst hätten die Schüler nichts
anderes tun müssen, als die Zahlen miteinander zu multiplizieren. Bei
den verwendeten Zahlen mußten also Kombinationen auftauchen wie z.B.
9 und 15, und da ist wohl einleuchtend, daß die Multiplikation dieser
Zahlen (denen ja schon die 3 als Faktor gemeinsam ist) NICHT
automatisch zum KLEINSTEN gemeinsamen Nenner führen kann, sondern
dieser nach der Multiplikation erst durch Kürzung erreicht wird.
Wenn ich als Lehrer den Schülern unter den genannten Bedingungen die
Aufgabe stellte, den „kleinsten“ gemeinsamen Nenner zu ermitteln,
dann stand das Adjektiv schon zu Recht dort oder?
Etwas vorsichtiger also mit den Attacken …