Kletterhortensie - Rettungsaktion sinnvoll?

Hallo nochmal, ich bin’s schon wieder!

Komm grad aus unserem „alten“ Garten zurück, wo ich Pflanzkübel und Gartenmöbel Frühjahrs- und vor allem Umzugsfein schrubbte (nur noch 6 Tage und noch soooo viel zu tun).

Und da fiel mein entsetzter Blick auf den Torso unserer geliebten Kletterhortensie, die wir seinerzeit vor 7 Jahren gemeinsam mit den Nachbarn ans Haus pflanzten, und die den neuen Mietern im Erdgeschoss offensichtlich nicht so gut gefiel wie uns…
Vielleicht dachten sie auch, sie sei tot - hatte in diesem Frühjahr noch nicht ausgetrieben.

Egal, jedenfalls liegt die vermeintliche Leiche nun an den Wurzeln doch arg geschröpft auf dem Kompost, und ich frag mich, ob das gute Stück vielleicht noch wiederzubeleben ist. Allerdings ist vom Wurzelballen rundrum nicht mehr sehr viel da - vielleicht 15 bis 20 cm Wurzellänge. Meint ihr, das könnte ihr reichen? Nach 7 Jahren muss das gute Stück ja mindestens das doppelte an Wurzelumfang gehabt haben, wenn nicht mehr.

Auch bin ich nicht sicher, wann genau die Nachbarn sie entwurzelt haben. Können eigentlich nicht mehr als 2 Wochen sein. Hat ihr der kürzliche Nachtfrost an den Füßen da vielleicht den letzten Rest gegeben?

Ich hab hier noch nen alten Mörtelkübel stehen, den ich ihr versuchsweise als Krankenbett herrichten könnte. Was meint ihr, wie lange ich abwarten sollte, ob sie sich nochmal fängt? Und gibt’s vielleicht Substrate o.ä., die der Wurzelneubildung helfen?
Dann würde ich dem guten Stück nur zu gern einen Ehrenplatz im neuen Gärtlein zukommen lassen.

Danke für eure Tips und liebe Grüße sagt

„Luise“, die langsam merkt, dass der Abschied vom schön eingewachsenen alten Garten nun doch wehtut.

Hallo,

wenn Wurzel fehlen hilft nur radikal zurückschneiden. In etwa gleich viel, soll heißen 50% Wurzeln fehlen dann 50% Strauch zurück. Mir ist klar, dass du da nix genaues weißt, versuch einfach zu schätzen.

Viel Erfolg.

Gruß

Katl

Hallo nochmal, ich bin’s schon wieder!

hallo, ich auch:smile:

weniger der frost als die trockenheit (also die offen am kompost liegenden wurzeln) könnten der hortensie den garaus gemacht haben. trotzdem meine ich, dass ein versuch lohnt.

die oberirdischen teile bis auf ca. 10 cm zurückschneiden (wie beim flieder:smile:, die freiliegenden, trockenen wurzeln ebenfalls kürzen, den verbliebenen ballen einen tag lang wässern und dann und in - auf keinen fall kompostierte oder gedüngte - erde setzen, gut angiessen und … bis ende mai abwarten.

millia

vergessen …

nochmals hallo,

man kann relativ einfach feststellen, ob die pflanze noch „lebt“: wenn du sie abschneidest, muss das mark innen noch kräftig grün sein. weissliches mark lässt nur noch wenig hoffnung zu.

millia

Hallo Luise.
Kratz ein wenig von der Rinde ab. Darunter liegt eine dünne grünliche Schicht. Das Mark von Hortensien dient nicht zur Beurteilung, ob die Pflaneze noch lebt. Denn das ist fast immer weisslich- braun. Auch bei lebenden Pflanzen.
Ist es unter der Rinde braun, dann hat’s keinen Sinn mehr.
Gruß Anja

Danke, ihr Lieben, für eure Tips!
Leider habe ich beim Kratztest an der Rinde (Danke, millia) festgestellt, dass die Hortensie schon im Pflanzenhimmel war *schnüff*. Schade sowas, aber kannste machen nix.
Liebe Grüße!
„Luise“