Klettermaxe

Muss denn „Kontakt aufnehmen“ heißen, dass das Kind zur Mutter (Eltern) kommen kann/muss? Meine Kinder wissen, dass wenn sie rufen, Mama oder Papa auch wenige Minuten später am Bett stehen. Das reicht völlig aus.

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Hallo Finnie, das war kein Angriff gegen Dich, sondern einfach mal eine Feststellung wie es zu diesem „Schlafsackwahn“ kam.
Grüße,
Alexandra

Moin,

Muss denn „Kontakt aufnehmen“ heißen, dass das Kind zur Mutter
(Eltern) kommen kann/muss? Meine Kinder wissen, dass wenn sie
rufen, Mama oder Papa auch wenige Minuten später am Bett
stehen. Das reicht völlig aus.

Wofür reicht das aus? Meiner Meinung nach machst du dir mit dieser Strategie das Leben unnötig schwer. Kinder möchten ihre Eltern nun mal gerne erreichen und werden es immer wieder versuchen. Erst aus dem Gitterbettchen klettern, dann allein aus dem Schlafsack schlüpfen, dann versuchen die Treppensperre zu überklettern… und dann? Irgendwann wird nichts mehr helfen, es sei denn, du schließt die Kinder in ihrem Zimmer ein, was du vermutlich dann doch nicht machen möchstest. Dann steht dir genau das ins Haus, was du eigentlich vermeiden möchtest, nämlich den Kindern das Gefühl vermitteln, dass es in ihrem Bett doch auch ganz schön ist und sie da sicher sind. Zu dem Zeitpunkt haben die Kinder, die immer freien Zugang zu ihren Eltern haben, dies längst gelernt und schlafen friedlich in ihren Betten.

Du löst das Problem also nicht, sondern verschiebst es lediglich in die Zukunft. Das bedeutet für dich, erst monatelanger Kampf und „austricksen“ der Kinder, dass sie dich körperlich nicht erreichen können, und später, wenn sie eh alle Hindernisse überwinden können, hast du es noch schwerer, ihnen anzugewöhnen im Bett zu bleiben. Es ist mir völlig unbegreiflich, warum du dir das antun willst.

Falls das als Überzeugung noch nicht reicht: Vielleicht solltest du dir überlegen, wie du als immerhin Erwachsene dich fühlen würdest, wenn du vom Rest der Familie räumlich ausgesperrst wirst, und dir erst durch Rufen Aufmerksamkeit verschaffen und hoffen musst, dass dann jemand kommt. Ich wette, wenn dein Mann das mit dir machen würde, hättest du nach 1 Woche die Scheidung eingereicht.

Gruß
Marion

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Völliger Unsinn!

Hallo erstmal.
Kinder sind wie Wasser. Sie suchen den Weg des geringsten Widerstandes. Es ist doch so herrlich einfach, nur zu rufen und Mama steht parat. Wenn die das kapiert haben, steht kein Kind mehr nachts auf, ausser es muß auf die Toilette.
Warum zum Berg gehen, wenn der Berg zu einem kommt?!
Deshalb habe ich meinen Kindern beigebracht einfach zu rufen, wenn was ist und ich komme. Sie können sich immer darauf verlassen. Und es gibt auch Situationen (schlechte Träume z.B.), wo sie auch mal für ein Viertelstündchen zu uns ins Bett dürfen. Dann ist das aber meine Entscheidung und nicht die meines Kindes.

LG Anja

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Hallo,

Kinder sind genauso vernunftbegabte Wesen wie Erwachsene - sie haben nur noch nicht so viel Wissen und Erfahrung angesammelt.

Es stellt sich die Frage, welches Ziel Du mit Deiner Erziehung verfolgst: Möchtest Du, dass am Ende selbstbestimmte, verantwortungsbewusste Menschen dabei herauskommen, oder sollen es gehorsame Untertanen werden?

Grüße

=^…^=

PS: Und was ist, wenn Dein Kind mitten in der Nacht ruft und Du einmal nicht sofort wach wirst?

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Moin,

Kinder sind wie Wasser. Sie suchen den Weg des geringsten
Widerstandes.

Das ist falsch. Kinder sind nicht wie Wasser und sie testen gerne Grenzen aus. Immer wieder.

Deshalb habe ich meinen Kindern beigebracht einfach zu rufen,
wenn was ist und ich komme.

Das erinnert mich jetzt an die alten Hollywood-Filme, wo die weibliche Hauptperson bei Gefahr einfach auf ihrem Hintern sitzen bleibt und nach dem „Held“ schreit, statt zu fliehen, Hilfe zu holen oder sich selbst zu helfen. Ich habe diese Unselbständigkeit noch nie als ein erstrebenswertes Erziehungsziel angesehen.

Deine Kinder werden älter und vielleicht ist Mama dann nicht immer in Hörweite. Wenn deine Kinder in schwierigen Situation dann daran gewöhnt sind, einfach zu bleiben wo sie sind und nach Mama zu schreien, kann das durchaus mal problematisch werden.

Gruß
Marion

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Hallo kali,

beim Lesen der bisherigen Artikel musste ich ein wenig schmunzeln.
Vor einiger Zeit habe ich eine ähnlich Frage gestellt und sehr viel weniger Antworten bekommen als du (da bin ich im Nachhinein fast froh drüber). Interessanterweise haben mir zwei Männer geantwortet - und zwar ganz anders als die meisten hier:

/t/schlafen-ohne-schlupfsprossen/4800891

Mir hat das tatsächlich geholfen, das etwas gelassener zu sehen. Vielleicht können Frauen ab und zu doch mal von den Männern lernen…

Gruß
SingSang

PS:
Übrigens schläft unser Sohn immer noch im Schlafsack, weil er es unbedingt will, nicht weil wir ihn einengen wollen. Und die Stäbe sind inzwischen manchmal drin und manchmal nicht, es gibt Tage, da fordert er das Einsetzen energisch ein!

Hier wurde nicht einmal erwähnt, dass es noch eine andere Möglichkeit gibt, neben einsperren und das Kind umherwandern lassen.

Meine Tochter ist 17 Monate alt. Sie kann aus ihrem gitterbett nicht klettern, weil sie gar nicht die zeit hat, zum üben.
das bett ist zum schlafen da. und so wird sie beim einschlafen begleitet. ich bin immer solange bei ihr, kuschel mit ihr, streichel sie, bis sie eingeschlafen ist. abends wenn wir eltern wach sind, schläft sie in ihrem gitterbett (mit entfernten schlupfsprossen) und kann, falls sie wach wird, barrierefrei zu uns, wo sie auch immer willkommen ist.
wenn sie nämlich kommt, dann hat sie kummer, und dann werde ich sie trösten und ihr helfen wieder einzuschlafen.
gehe ich auch ins bett, so nehme ich meine tochter in das elternbett, das jedoch familienbett ist. wir schlafen jede nacht alle dadrin. es ist stressfrei und jeder kommt zu ausreichend schlaf.

Nicolle
Kleinschreibung wegen kleinkind

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Rufbereitschaft

Muss denn „Kontakt aufnehmen“ heißen, dass das Kind zur Mutter
(Eltern) kommen kann/muss?

Hallo!

Muss es nicht. Muss jeder selber wissen, finde ich. Und ist abhängig vom Alter des Kindes und der Wohnsituation. Aber mit fast 2 Jahren fand ich persönlich es zumutbar, dass mein Sohn zu mir kommt, wenn er etwas möchte.
Wacht er weinend / schreiend auf, weil er schlecht geträumt hat, geh ich natürlich zu ihm. Höre ich ihn im Treppenhaus, schaue ich nach ihm, er schlafwandelt nämlich und verwechselt schon mal die Räumlichkeiten (was beim Thema Toilette schon zu unschönen Pfützen führte :wink: ).

Grüße
kernig

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Wer glaubt, durch den Gebrauch von Schlafsäcken und Gitterbettchen einen unterwürfigen Leibeigenen erschaffen zu können, kann das bei meinen Kindern gern mal ausprobieren.

Jetzt habt euch alle wieder liebt. Aufeinander einhacken und Müttern prophezeien, dass sie gestörte Kinder hervorbringen und sie eigentlich so gar keine Ahnung vom Umgang mit ihren eigenen Kindern haben, bringt die UP mit ihrem Problem auch nicht weiter.

friedliche Grüße
finnie

mit 3 Jungs, die Flaschenmilch, Gehfrei, Pucksäcke, Treppengitter und frühkindliches Fernsehgucken über sich ergehen lassen mussten :wink:

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Hallo.

gehe ich auch ins bett, so nehme ich meine tochter in das
elternbett, das jedoch familienbett ist. wir schlafen jede
nacht alle dadrin.

Dumme Frage:
Wie machst du das, wenn du mit deinem Mann/ Freund mal was vor hast, wo Kinder mal nicht erwünscht sind???

Immer wenn ich höre,daß das Elternbett ein Familienbett sei, zwängt sich mir der Verdacht eines Kommunenlebens auf.
Das ist sicher nicht das, was man einem Kind beibringen sollte.
Und wie lange willst du das machen?
Bis sie ausgezogen sind?

Mitleidiger Gruß
Anja

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Hallo,

Immer wenn ich höre,daß das Elternbett ein Familienbett sei,
zwängt sich mir der Verdacht eines Kommunenlebens auf.

Immer wenn ich höre, dass Eltern ihre Kinder in ein Kinderzimmer abschieben, drängt sich mir der Verdacht von kalten, herzlosen Eltern auf.
Gleiche Schwarzweißmalerei, andere Seite der Medaille.

Das ist sicher nicht das, was man einem Kind beibringen
sollte.

Warum eigentlich nicht?

Und wie lange willst du das machen?
Bis sie ausgezogen sind?

Was soll diese Polemik? Wieviele Eltern kennst du, bei denen Kinder im großen Bett mitgeschlafen haben, die das nach - um mal hochzugreifen - dem Alter von 10 Jahren noch machen?

Mitleidiger Gruß
Kann ich dir zurückgeben, wie kann man nur in solchen enggesteckten Grenzen denken und leben?

Elke

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Wir haben ja auch ein Familienbett und zudem weitere Räume. Mag sein, dass damit einher eine größere Phantasie bei der Gestaltung der Partnerschaft einher geht :smile:

Unser Kind ist Teil unserer Partnerschaft, es gehört dazu und zu uns. Nichtsdestotrotz kleben wir nicht 24 Std zu dritt beieinander sonder es gibt eben zu den verschiedenen Zeiten unterschiedliche Konstellationen - diese aber so dass es jederzeit allen dreien gut geht.

FS

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Mein Kind ist nicht Wasser, es ist ein Mensch. Mit Bedürfnissen und Wünschen, so wie ich. Nun ist es an mir mir zu überlegen, welche ich davon befriedigen bzw. erfüllen möchte/kann.

Wenn ich einem Bedürfnis nicht nachgeben möchte, sollte man aber auch einfach dazustehen.

Meine Erfahrung ist im übrigen, dass befriedigte Bedürfnisse verschwinden.
FS

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Hallo.

Dumme Frage:
Wie machst du das, wenn du mit deinem Mann/ Freund mal was vor
hast, wo Kinder mal nicht erwünscht sind???

Dumme Gegenfrage? Hast Du nur im Bett/Schlafzimmer Sex?

Ich empfehle das Buch *In Liebe wachsen* von Carlos Gonzales. Dort erklärt er, warum Babys und Kleinkinder das Bedürfnis haben immer!!! bei der Mutter zu sein.
Babygehirne moderner Menschen sind so ausgestattet, wie die Babyhirne der Steinzeitmenschen. Auch diese haben in Familienhöhlen und in *knäulen* geschlafen. Sex muss es auch gegeben haben, sonst gäbe es uns ja nicht :wink:)

Immer wenn ich höre,daß das Elternbett ein Familienbett sei,
zwängt sich mir der Verdacht eines Kommunenlebens auf.

Ich weiß nicht, was Du damit meinst, bin wahrscheinlich zu jung.

Das ist sicher nicht das, was man einem Kind beibringen
sollte.

Ich bringe meinem Kind bei, dass ich ihre Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit achte und erfülle.

Und wie lange willst du das machen?
Bis sie ausgezogen sind?

Ja, bis sie aus dem Familienbett in ihr Bett gezogen ist. Das wird noch lange vor der Zeit sein, in der sie ihr Studium beginnt.
Kritiker der bedürfnisorientierten Erziehung gehen aus mir unverständlichen Gründen davon aus, dass Kinder nicht groß werden wollen. Meine Tochter hat bislang 99% ihrer Entwicklungsaufgaben selbständig gemeister zu einem Zeitpunkt, den sie sich gewählt hat. Meine Tochter möchte großwerden, aber alleine schlafen ist jetzt noch nicht dran. Bestimme ich das, dann kann sie sich aber nicht auf die Entwicklungsaufgaben konzentrieren, die von ihr selbst kommen.

Mitleidiger Gruß

Ich brauch dein Mitleid gar nicht, weil ich nicht leide! Ich bin glücklich.
Wenn du stattmeiner leiden willst, Bitte. Aber auch das tut nicht Not. Jeder kann mit seinen Kindern so umgehen, wie er das für richtig hält (Im Rahmen der pädagogischen und juristischen Richtlinien natürlich)

Der Kernpunkt meines Postings war allerdings ein anderer. Mir ging es darum entgegen der bisherigen Antworten zu verdeutlichen, dass man sein KInd auch beim Einschlafen begleiten kann. So muss es eben nicht erst Klettern, um zu seinen Eltern zu kommen. Es kann sich gleich dem Einschlafen widmen.

Nicolle

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Hallo Nicolle!

Der Kernpunkt meines Postings war allerdings ein anderer. Mir
ging es darum entgegen der bisherigen Antworten zu
verdeutlichen, dass man sein KInd auch beim Einschlafen
begleiten kann. So muss es eben nicht erst Klettern, um zu
seinen Eltern zu kommen. Es kann sich gleich dem Einschlafen
widmen.

Wo steht denn, dass das Kind aus dem Bett klettert, um zu Mama und Papa zu kommen? MEIN Sohn will eigentlich nur aus dem Bett, weil er dann a) aus dem Bett geklettert ist und das toll findet und b) dann noch ein bisschen in seinem Zimmer rumwursteln kann…

Die Posterin hat offensichtlich kein „mien Kind kann nicht ohne mich einschlafen“-Problem, sondern ein reines „mein Kind will aus dem Bett, um sonstwas zu tun“-Problem, das ist es, was die meisten Antwortenden meiner Meinung nach aus den Augen verloren haben.

Gruß,
finnie

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Hallo Finnie,

Wo steht denn, dass das Kind aus dem Bett klettert, um zu Mama und Papa zu kommen? MEIN Sohn will eigentlich nur aus dem Bett, weil er dann a) aus dem Bett geklettert ist und das toll findet und b) dann noch ein bisschen in seinem Zimmer rumwursteln kann…

seltsamerweise werden derlei Aktionen aber für Kinder, die nicht in ihr Bett ‚eingesperrt‘ werden, sondern frei darüber entscheiden können, ob sie es verlassen oder auch nicht, sehr bald sehr uninteressant.

Spannend bleibt das doch nur, weil es den Geruch des ‚Verbotenen‘ hat…

Gruß

=^…^=