Contraproduktive Hysterie
Hallo.
Ich finde die Hysterie, die hier wegen der Konsequenz einiger Mütter verbreitet wird, mehr als contraproduktiv.
Auf der einen Seite brüllen immer alle, daß man standhaft und konsequent sein soll, dann würden die Kleinen schnell merken, daß es ein IST- Tatbestand ist und „Widerstand zwecklos“ sei; Andererseits wird jetzt hier darauf gepocht, die Kinder praktisch machen zu lassen, was sie wollen, ohne Rücksicht auf Verluste!
Einige scheinen nicht einen Deut so konsequent zu sein, wie sie teilweise selber in anderen Artikelbäumen predigen.
Ich halte es für sehr grenzwertig, die Kinder gerade beim Thema selber aufstehen, machen zu lassen, wie sie meinen. Wenn man ihnen nicht beibringt, daß sie schlafen sollen und sie aufstehen können, wann sie wollen…
Ruft ihr den Krankenwagen, wenn sie die Treppe runtergefallen sind, weil sie genausoschnell gelernt haben über das Treppengitter zu klettern, wie über das Bettgitter?
Ruft ihr den Krankenwagen, wenn sie in der Küche gewühlt und sich mit Messern und Gabeln verstümmelt haben?
Ruft ihr die Polizei, wenn eure Kinder einfach weg sind?
Und das nur, weil ihr geschlafen habt und ihr euren Kindern „beigebracht“ habt, daß es okay ist, wenn sie einfach so rumrennen, wann sie wollen.
Zum Thema Kita.
Es ist völlig legitim, die Kinder in der Mittagsruhe daran zu hindern, aus dem Bett zu klettern. Solange die Kinder nicht angebunden werden!
Es ist keinem Erzieher zuzumuten 20 oder mehr Kinder permanent wieder ins Bett stopfen zu müssen. Genau für diese Akzeptanz ihres Berufsstandes streiken die jetzt.
Ich habe alle Punkte, ausser das mit der Kita hier überspitzt dargestellt. Denn sonst wäre das hier ein Roman geworden.
Wenn ihr mich und die anderen Mütter, die konsequent BLEIBEN für Rabeneltern haltet, kann ich das leider nicht verstehen. Ich brauche mir jedenfalls nachts keine Sorgen zu machen, was meine Kinder nachts anstellen. Die wissen nämlich, daß sie im Bett bleiben sollen. Auch ohne Gitter und Schlafsack.
Lieber Gruß
Anja