Klingenlänge bei Messern?

Mein gutes altes Fahrtenmesser gibts nicht mehr, und ich wollte nun als „großes“ Messer wieder eins besorgen.

Wo (welche Suchworte) kann man denn am einfachsten danach suchen, was denn genau in Deutschland, Schweiz, Frankreich, Spanien und Italien erlaubt ist?

Ich weiss nur, dass man unterscheiden muss zwischen Klappmesser, Feststellbarem Klappmesser, Springmesser, Feststehendem Messer, und alles ist überall irgendwie anders beschränkt.

Wenn schon einer einen Suuupterippt für sein Lieblingsmesser hat: Man sollte ohne Griff dreckig machen am Nutellaglasboden rumkrazen können, ein Brot aufschneiden können, und ganz wichtig: Sicher verstauen, --> entweder eine Metallscheide (Fahrtenmesser) oder ein Klappmesser sollte es sein.

Und in allen o.g. Ländern sollte es auf jedenfall mitgenommen werden dürfen.

Danke!

Nick

Hallo,

laut deutschem Waffengesetz gibt es bei feststehenden Messern keine Beschränkungen, was die Klingenlänge angeht. Lediglich Balisongs (Butterflymesser), Springmesser, Faustmesser u.ä. unterliegen Beschränkungen bzw. sind verboten. Du kannst also ruhig einen White Hunter kaufen :wink:. Im Ausland kenne ich mich leider nicht aus. Mit einem Taschenmesser kannst Du aber vermutlich nicht viel falsch machen, sofern Du nicht irgendeine Riesenanfertigung kaufst, wie sie es manchmal für Sammler gibt.

Mein Alltagsmesser ist derzeit dieses hier:
http://cgi.ebay.de/Laguiole-Extra-Einhandmesser-G-Da…
(bin mit dem Shop nicht verwandt oder verschwägert, habe dort aber schon mal gekauft - eine wahre Freude!)

Es gibt auch aus der Schmiede R. David ein schönes Einhandmesser, welches ich auch habe. Der Griff ist dabei nur zum Teil aus Holz, daher ist es etwas schwerer.

Auch die „klassischen“ Laguioles sind als Gebrauchsmesser sehr schön, wenn auch etwas filigraner. Der Vorteil: wenn man es im Büro auspackt, werden die Sekretärinnen nicht gleich ohnmächtig. Eine preiswerte Alternative sind natürlich die Opinels. Auch die gibt es mittlerweile mit schönen Edelholzgriffen oder als „Slim“ Variante, wenn man sowas mag.

Was feststehende Messer angeht, bin ich ein Freund der nordischen Messer. Ein mittelgroßer „Ilves“ (Luchs) von Marttiini oder ein schönes Messer von Helle oder Brusletto. Die haben eigentlich immer einen Durchstechschutz in der Messerscheide:

Hier habe ich letztens einen ganz tollen Shop gefunden: http://www.nordische-messer.de/index_ebene2.html

Weiterhin habe ich vor kurzem meine Begeisterung für nepalesische Khukuris entdeckt, aber das ist eher was für die Wildnis, passt auch nicht ins Nutellaglas:

http://www.egun.de/market/uploaded/958149_44a262f8a6…

Gruß,

Myriam

Antwort auf die eigene Frage…

Hallo,

laut deutschem Waffengesetz gibt es bei feststehenden Messern
keine Beschränkungen, was die Klingenlänge angeht. Lediglich
Balisongs (Butterflymesser), Springmesser, Faustmesser u.ä.
unterliegen Beschränkungen bzw. sind verboten. Du kannst also
ruhig einen White Hunter kaufen :wink:. Im Ausland kenne ich mich
leider nicht aus. Mit einem Taschenmesser kannst Du aber
vermutlich nicht viel falsch machen, sofern Du nicht
irgendeine Riesenanfertigung kaufst, wie sie es manchmal für
Sammler gibt.

http://www.messerkoenig.at/downloads/Diverses/messer…

Habe keine Ahnung, wie zuverlässig die dort abgelegte Information ist, sie ist aber ziemlich übersichtlich.

Wenn sie stimmen sollte, darf man nicht mal ein Brotmesser (Klingenlänge) und auch kein Einhandmesser wirklich auf die Reise durch Schweiz Frankreich und Italien mitnehmen…

Mein Alltagsmesser ist derzeit dieses hier:
http://cgi.ebay.de/Laguiole-Extra-Einhandmesser-G-Da…
(bin mit dem Shop nicht verwandt oder verschwägert, habe dort
aber schon mal gekauft - eine wahre Freude!)

Es gibt auch aus der Schmiede R. David ein schönes
Einhandmesser, welches ich auch habe. Der Griff ist dabei nur
zum Teil aus Holz, daher ist es etwas schwerer.

Auch die „klassischen“ Laguioles sind als Gebrauchsmesser sehr
schön, wenn auch etwas filigraner. Der Vorteil: wenn man es im
Büro auspackt, werden die Sekretärinnen nicht gleich
ohnmächtig. Eine preiswerte Alternative sind natürlich die
Opinels. Auch die gibt es mittlerweile mit schönen
Edelholzgriffen oder als „Slim“ Variante, wenn man sowas mag.

Ok, ich mag die „deutschen“ made in Solingen vom Design und die Victorinox vom Design und von der Robustheit am meisten.

Was feststehende Messer angeht, bin ich ein Freund der
nordischen Messer. Ein mittelgroßer „Ilves“ (Luchs) von
Marttiini oder ein schönes Messer von Helle oder Brusletto.
Die haben eigentlich immer einen Durchstechschutz in der
Messerscheide:

Hier habe ich letztens einen ganz tollen Shop gefunden:
http://www.nordische-messer.de/index_ebene2.html

Weiterhin habe ich vor kurzem meine Begeisterung für
nepalesische Khukuris entdeckt, aber das ist eher was für die
Wildnis, passt auch nicht ins Nutellaglas:

http://www.egun.de/market/uploaded/958149_44a262f8a6…

Gruß,

Myriam

Vielen Dank für die sehr hilfreiche Antwort!!!

Nick

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Hallo,

also mit einem „Brotzeitmesser“ wirst du im europ. Ausland wohl nirgendwo Probleme haben.

Mein Tipp:
Wenns was edles und robustes sein soll: Laguiole ( aber Vorsicht, da ist viel „falsches“ auf dem Mark, fuer was echtes muss man schon 50EUR und mehr investieren, btw: Die Schmiede DAVID rangiert am unteren Ende der Qualitaetsskala bei Laguiole, und ist auch nicht in Laguiole ansaessig sonder in Thiere.)

aber da waere noch ein Messer das ich seit Jahren benutze:
Robust, allzwecktauglich, waffengesetzkonform, leicht zu saeubern etc.: Böker Speedlock http://www.roedter-messer.de/speedlock.htm

Auch schoene Messer gibt es auch Spanien von Nieto.

aber es gibt endlos viele gute Messer fuer jeden Zweck.

Tschau
Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Wenns was edles und robustes sein soll: Laguiole ( aber
Vorsicht, da ist viel „falsches“ auf dem Mark, fuer was echtes
muss man schon 50EUR und mehr investieren, btw: Die Schmiede
DAVID rangiert am unteren Ende der Qualitaetsskala bei
Laguiole, und ist auch nicht in Laguiole ansaessig sonder in
Thiere.)

Nur weil es in Deinem Posting so klingt, als wären die Messer von „David“ (es gibt R. David und G. David) Fälschungen: das ist nicht der Fall. Es existieren 134 Laguiole-Schmieden, G. David gehört zu den 5 besten. Es arbeitet unter anderem der bekannte Schmied Thierry Dozolme dort.

Was stimmt ist, dass die Schmiede sich in Thiers befindet, nicht in Laguiole selbst (das ist ein recht kleiner Ort). Es gibt aber keine Bestimmungen, dass ein Messer in dem Ort hergestellt werden muss, um Laguiole zu heißen.

Korrekt ist auch, dass es unheimlich viel Ramsch unter dem Namen Laguiole gibt.

Gruß,

Myriam

Wenn sie stimmen sollte, darf man nicht mal ein Brotmesser
(Klingenlänge) und auch kein Einhandmesser wirklich auf die
Reise durch Schweiz Frankreich und Italien mitnehmen…

Danke der Link ist klasse,
aber Ganz so schlimm ist es dann doch nicht: das Brotmesser ist kein Problem, denn es ist nur auf einer Seite angeschliffen (egal ob unter oder über 30 cm)
Generell hab ich in Europa eigentlich mit einem Fahrtenmesser (alter Pfadi) noch nie Probleme gehabt, weder am Zoll, Flugplatz noch bei Polizeikontrollen.
Wirklich verboten sind meist nur Messer welche zum schnitzen und Brotschmieren aus meiner Sicht eh untauglich sind.
Gruß
Nurgut