Klinikentlassung

Hallo,
also ein Alkoholkranker erkennt sein Problem und geht damit in die Klinik. Er bekommt dort keine Medikamente, also auch kein Diazepam.
So beschließt er, die Klinik wieder zu verlassen. Geht aber nicht, weil das Ding wie ein Knast zugebaut ist. Erst am vierten Tag darf er, gegen ärztlichen Rat, wieder raus.
Im Moment ist er „frei“ und dazu trocken.
War die Sache OK oder passt die besser ins Rechtsbrett?
Danke
Zeulino

ach zeuli,
was ist nochmal Deine Frage?
ich verstehs nicht…
Gruß synapse
willst Du Valium? willst Du Maoam? Willst Du Elfmeter?

Moin Zeulino,

wo ist das Problem? Der Mann hätte bestimmt Medikamente zur Vermeidung/Abschwächung von Entzugserscheinungen bekommen wenn die Ärzte der Ansicht gewesen wären, dass er sie wirklich braucht. Prophylaktisch wird wahrscheinlich kaum ein Arzt in einem solchen Fall Medikamente einsetzen.
Und warum ausgerechnet Diazepam? Schau mal hier:
Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)? Medikamenten-, Drogen- und Alkoholabhängigkeit
Schwere Leberfunktionsstörungen

http://www.netdoktor.de/Medikamente/Valocordin-r-Dia…

Es dürfte auch normal sein, dass man den Mann drei Tage lang unter Verschluss gehalten hat. Bei einem Entzug können gefährliche, sogar lebensbedrohliche Erscheinungen auftreten, die dann medikamentös behandelt werden können. Daher sollte ein Entzug auf jeden Fall unter ärztlicher Aufsicht stattfinden und es wäre unverantwortlich gewesen, ihn nicht unter Beobachtung zu halten.
Nach drei Tagen ist die größte Gefahr vorbei, und deshalb hat man ihn wohl gegen ärztlichen Rat von dannen ziehen lassen.

Im Moment ist er „frei“ und dazu trocken.

Es war eine dumme, wenn nicht gar saudumme Entscheidung, dass der Mann sich selbst entlassen hat - aber das ist sein Bier, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das wartet schon an der nächsten Ecke. Der Mann ist bestimmt nicht trocken.

War die Sache OK?

Von seiten der Ärzte ja, von seiten des Mannes nein.

Grüße
Pit