Hi!
In moderneren Autos wird der Kilometerstand über einen elektronischen Geber am Getriebe an einen Steuerrechner übermittelt. Dieser Rechner ist manipulierbar. Es wird einfach ein Laptop angesteckt und der gewünschte Kilomterstand einprogrammiert.
Das geht übrigens auch schon bei vielen Autos, die noch über manuelle Rädchen als KM-Standsanzeige verfügen, denn die werden oft auch schon elektronisch angesteuert. Die manuelle Anzeige diente nur der Optik (Mercedes W124).
mich würd mal interessieren wie soetwas funktioniert.
schliesst man nur ein gerät an die Elektronik an die die
KM-Stände zurück dreht ??
welche unterschiede gibt es zw. neuen modellen(elektronische
anzeige) und alten modellen(dieses maschinelle hochzaehlen).
Bei mechanisch angesteuerten Kiolometerzählern kann man manchmal die Tachowelle in eine Bohrmaschine einspannen und den Km-Stand somit vor- oder zurückdrehen.
Man kann oft auch das Gehäuse öffnen und die Rädchen mit der Hand verstellen.
Lässt sich sowas bei alten oder nurnoch bei neuen AUtos
überprüfen ob da die KM Stände manipuliert werden ??
Man sollte auf Ölwechsel- und Inspektionshinweise im Motorraum und an den Türen achten. Ferner werden bei einem Auto mit echten 50.000 Kilometern kaum die Pedale und das Lenkrad total abgenutzt sein.
Fehlt das Service-Heft, ist dies ein weiteres Indiz.
Günstig ist es, zu versuchen, den Vorbesitzer zu ermitteln und ihn zu fragen, mit welchem Km-Stand er den Wagen verkauft hat. Wenn der allerdings auch schon betrogen hat, bringt das nicht viel.
Bei BMW (vielleicht auch bei anderen, weiss ich nicht) macht es beispielsweise auch Sinn, die Fahrgestellnummer bei einem Händler in die Datenbank tippen zu lassen. War der Wagen bei BMW beim Service, so ist eine Kilometerstandsangabe zum Tag des Service möglich. Ist die höher als der heutige Stand, stimmt da wohl was nicht…
Bei vielen neueren Fiat-Modellen (ca. ab Bj. ´95), also auch Alfa und Lancia, ist es möglich, einen noch dazu neongelbfarbenen Stecker abzuziehen und so den tacho lahmzulegen. Steckt man den Stecker wieder zusammen, geht der Tacho wieder, ein Nachweis ist nicht möglich.
Man sollte sich also grundsätzlich den Verkäufer und die Eckdaten genau ansehen.
Ein 6 Jahre altes Oberklasseauto aus 4. Hand mit 58.000 km auf der Uhr ist suspekt.
Ein 4 Jahre altes Auto mit abgegriffenem Lenkrad und ohne Serviceheft ist suspekt.
Ein 2 Jahre altes Auto mit 35.000 Kilometern und abgefahrenen No-Name-Reifen ist suspekt.
Eine Person, die angibt, ein 4 Jahre altes Langstreckenfahrzeug zu verkaufen, mit dem sie jeden Tag 80 Kilometer in die Arbeit fährt, der Wagen jedoch nur 25.000 Kilometer auf der Uhr hat, ist suspekt.
Ein 4 Jahre altes Mittelklasseauto mit Standardausstattung, das vor dem Verkäufer eine Firma als Erstbesitzer hatte und 65.000 Kilometer anzeigt,. ist suspekt. Vertreterkisten haben üblicherweise locker 100.000 Km mehr auf der Uhr.
Alles klar?
Grüße,
Mathias