'Knackige' und kontraststarke Fotos, aber wie?

Hallo

Immer wieder blicke ich neidisch auf richtig kontraststarke und „knackige“ Fotos im Web (die aber trotzdem nicht künstlich aussehen), und frage mich, wie man sowas hinbekommt?

Liegts an der Kamera, an der Aufnahmetechnik, an der Nachbearbeitung?

Wer hat Tipps, Tricks, Erfahrungen?

Freue mich auf eure Antworten!

Hallo Maximaennchen,

Liegts an der Kamera,

weniger. Ab einer bestimmten Qualität der Optik, spielt das kaum noch eine Rolle.

an der Aufnahmetechnik,

Zum Teil.

an der
Nachbearbeitung?

Wenn ein Originalbild mies ist, hilft keine Nachbearbeitung.

Wichtig ist das richtige Licht. Ohne das, nicht zu hart, nicht zu weich, gibt es keinen vernünftigen Kontrast. Dann muß die Belichtung sehr präzise sein, denn bei hohem Kontrast sind geringe Belichtungsabweichungen fatal.

Gandalf

Hallo Maximaennchen,

Hi,

Liegts an der Kamera,

weniger.

Na? - Ok, meistens nicht :smile:.

Ab einer bestimmten Qualität der Optik, spielt das
kaum noch eine Rolle.

Also doch! Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass maximaennchen mit eine Kompakten fotografiert. Und da kann er leider die Optik nicht von der Kamera trennen. Ich will damit nicht sagen, dass mit einer solchen Kamera keine künstlerisch wertvollen Fotos gemacht werden können, nur knackscharf und kontrastreich - da brauchts halt dann doch eine entsprechende Kamera mit der qualitativ hochwertigeren Optik.

an der Aufnahmetechnik,

Zum Teil.

In den meisten Fällen :smile:. Obwohl, die Programmautomatiken werden schon recht gut mit den verschiedenen Lichtsituationen fertig :wink:.

an der
Nachbearbeitung?

Wenn ein Originalbild mies ist, hilft keine Nachbearbeitung.

Stimmt.

Wichtig ist das richtige Licht. Ohne das, nicht zu hart, nicht
zu weich, gibt es keinen vernünftigen Kontrast. Dann muß die
Belichtung sehr präzise sein, denn bei hohem Kontrast sind
geringe Belichtungsabweichungen fatal.

Und ganz wichtig ist, dass man sich auch mal ein kleines bisschen mit der Theorie auseinandersetzt. Zusammenspiel zwischen Blende und Verschlusszeit, ISO, Schärfentiefe, Bewegungsunschärfe usw…

Ach ja, und dann noch ganz viel sehr wichtig :smile:), die Bedienungsanleitung der Kamera.

Gandalf

Gruß Jürgen

Ich würde auch sagen, dass das Licht wichtiger ist als die Ausrüstung.

Eine schöne Landschaft in der Morgen- oder Abendsonne wird mit einer billigen 08/15-Kompaktkamera viel besser aussehen als diesselbe Landschaft in praller Mittagssonne mit einer teuren Spiegelreflex. Dasselbe gilt natürlich auch für Portraits und sonstige Aufnahmen.

Aber natürlich kriegst du vom teuren Equipment dann noch ein bißchen mehr Schärfe etc., aber für den Anfang nimm mal was immer du hast und versuch es mit besserem Licht. :smile:

Schöne Grüße, Robert

Hallo

Immer wieder blicke ich neidisch auf richtig kontraststarke
und „knackige“ Fotos im Web (die aber trotzdem nicht künstlich
aussehen), und frage mich, wie man sowas hinbekommt?

Im Bildbearbeitungsprogramm deiner Wahl evtl. eine Tonwertkorrektur durchführen, Sättigung erhöhen, Kontrast erhöhen, nachschärfen.

Hallo Fragewurm,

Liegts an der Kamera, an der Aufnahmetechnik, an der
Nachbearbeitung?

Grundsätzlich fängt es schon bei der Optik an.

Eine Linse hat immer eine gewisse Abweichung von der idealen Form. Dies führt zu einer „Unschärfe“ und somit zu einem Kontrastverlust.
Bei heutigen Kameras funktioniert der Autofokus so, dass die Optik auf maximalen Kontrast im Bild eingestellt wird.
Billige Noname-Kameras verwenden gerne billige gepresste Linsen. Diese sind aber etwas ungenauer als geschliffene.

Das nächste Problem sind die Reflexionen zwischen den Linsengruppen. Dies macht sich besonders bei grosser Helligkeit und starken Kontrasten bemerkbar. Gute Linsen werden deshalb vergütet. Es werden dabei dünne Schichten auf die Linsen aufgedampft, welche die Reflexionen verringern. Eine gute Vergütung ist aber auch entsprechend teuer.

Die Auflösung der Optik ist endlich. Wenn man also ein Muster aus schwarzen und weissen Linien abbildet, zeigt die Optik ab einer bestimmten Feinheit der Linien nur noch eine graue Fläche und keine einzelnen Linien mehr. Deshalb sind auf Testbildern Flächen mit unterschiedlich feinen Linienmustern. Den selben Grund haben auch die „Sterne“ auf den Testbildern.

Das nächste Element ist dann der Sensor selbst. Es gibt da unterschiedliche Effekte, wodurch sich benachbarte Pixel gegenseitig beeinflussen. Unter anderem streut jedes Pixel auch etwas Licht, sodass auch ein benachbartes Pixel Licht abbekommt.
Neben der Pixelzahl spielt auch die Grösse des Sensors eine Rolle bei der Bildqualität. Bei gleiche Pixelzahl liefern grössere Sensoren ein besseres Bild als kleine. Die praktische Grenze für Kompaktkameras liegt so in etwa bei 3µm für die Pixelgrösse. Grössere Sensoren sind aber teurer und benötigen zudem eine grössere Optik mit längerer Brennweite.

Momentan geht bei den Kompakten der „Pixelwahn“ um, wie die GHz bei den CPUs.

Besonders bei Noname-Kameras ist die Auflösung der Optik schlechter als das was der Sensor auflösen kann, was auch zu flauen Bildern führt. Eine gute Optik ist nach wie vor teuer, die Sensoren werden laufend günstiger, bzw. die Auflösung höher. Für die Werbung ist aber nur die Pixelzahl wichtig.

MfG Peter(TOO)

Also als allererstes: Ich bekomm auch mit einer der ersten Digicams, dies gab gute Fotos hin, wen ich gute Motive hab und weiß, wie ich mit der Kamera umgehen muss. Das IST UND BLEIBT das A und O.

Dann muss ich dich fragen, was du mit „knackig“ und „kontrastreich“ meinst?

Bei Portraits? 99% liegts an der guten Studiobeleuchtung und dem dementsprechenden Einstellungen an der Kamera (ISO, Blende, Vzeit).

Bei Landschaftsaufnahmen: Sonnenstand und vor allem: PERSPEKTIVE
Auch eine EOS 1Ds Mark III wird aus ner dummen Wiese keine kontrastreiche, farbenfrohe, abwechlungsreiche, schön gestaltete Landschaft machen.

Also das wichtigste ist Licht und Perspektive. Wenn deine Kamera das unterstützt, dann hilft dir Blenden und Zeitwahl zur besseren Gestaltung.

mfg
ShoX

p.s: der Vergleich MPixel vs. GHz hinkt. GHz sind GHz - da gibts keine „Qualitätsunterschiede“ (die Abwärme kann dem End-User zu 90% der Fälle recht egal sein)
Bei den Sensoren ist das was anderes. Da wird versucht, einem 10x10cm-Chip 12MPixel aufzudrücken, obwohl er nur mit 5-6MPixel gut läuft => Rauschen de Luxe und weitere Einbußen in Kontrast, Farbumfang, etc…