Ich habe vor Jahren irgendwann einmal angefangen, dass ich bei einer Bewegung nach links oder rechts des Halses, einen Knacksen höre und verspüre.
Damals hatte ich angefangen, weil dieses knacksen mich „befreit“ hatte. Die Verspannung, Blockade war weg und es ging mir wieder gut.
So ging das Spielchen dann eine ganze Weile, doch irgendwann dachte ich mir, dass das ja so gesund nicht sein könnte und habe wieder damit aufgehört.
Ende 2007 ging es dann von vorne los, da ich an Kopfschmerzen litt und ich so hoffte, dass ich mich wieder damit „befreien“ könnte.
Meistens ging es auch, aber ab und zu dachte ich, dass es danach fast schlimmer zurückkommt.
Seit der Zeit versuche ich immer wieder das knacksen zu minimieren oder ganz aufzuhören und nun seit Februar, März leide ich ab und an an einer Art Schwankschwindel.
Die Halswirbelsäule wurde 2008 im MRT untersucht, der Orthopäde gab dabei grünes Licht, es wäre alles ok.
War nun wieder bei ihm und er meinte, dass dies durch Physiotherapie weggehen würde. Neue HWS-Untersuchung bräuchte man nicht mehr, da diese ja bereits untersucht worden wäre und ok ist.
Nun habe ich am Samstagabend leider wieder „ordentlich“ geknackst, Resultat: seit 2 Tagen Schwindelgefühl, extrem verspannt. Seitdem knackse ich nun wieder nicht und es wird allmählich besser.
Gilt es denn nun einfach nicht mehr zu knacksen oder kann ich dadurch schon etwas irreparabeles kaputt geknackst haben?
Danke für Eure Meinungen,
mit besten Grüßen und angenehmen Start in die Woche,
Hallo Alex!
Um deine Frage direkt zu beantworten… JA! Man kann dabei etwas irreperabel kaputt machen!
Nämlich die Arteria vertebralis. Das ist eine der Hauptversorgungsadern des Gehirns. Diese Arterie führt durch die Halswirbel 1 bis 6. Das Knacken der Halswirbelsäule führt neben dem (eigentlich unschädlichen) Verschieben der Gelenke zu einer möglichen Überdehnung dieser Ader. Dabei können sich nun die Tunica interna oder Tunica media (die inneren Schichten der Ader) ablösen und den Blutfluss (und damit die Sauerstoffversorgung)stören oder sogar stauen. Im Schlimmsten Fall führt das sogar zu einem Schlaganfall.
Vielleicht erklärt das auch dein Schwindelgefühl.
Autsch.
Obwohl ich das ja auch einige Zeit gemacht habe (allerdings nur „normal“ links und rechts, nie mit Unterstützung der Hand oder ähnlichem) tut mir das ja schon fast weh beim zuschauen.
Und wenn die Bänder ausgeleiert sind, kann es ja nun auch nicht sooo gesund sein.
Wie auch immer, ich bin nun seit 3 Tagen trocken und hoffe dass ich es auch bleibe.
Es war einfach zu offensichtlich bei mir die letzten beiden Male als ich „ordentlich“ durchgeknackst habe, dass ich danach mehr verspannt war, es mir schwindelig war… und wenn man überlegt, was denn alles im Hals und Nacken hoch und runter läuft wie die Aorta vertebralis, die Gehirn- und Sehnenstränge, da sollte man doch schon an die Gesundheit denken und nichts übertreiben.
Ich schaue nun, dass ich meine Muskulatur gefestigt bekomme… nehme 2 Hanteln, lasse sie seitwerts am Körper an den Händen und hebe nur mit Kraft der Schultern die Arme hoch bis zum Ohr, 3-4 Sekunden lassen und wieder sacken lassen…
Ich hoffe dann bin ich gestärkt genug.
Nach meinen Erfahrungen würde ich jedenfalls jedem ans Herz legen aufzuhören.
Und hier noch was zum lesen: http://www.neuro24.de/show_glossar.php?id=417
Zitat:„Manipulationen an der Halswirbelsäule oder Traumen können ursächlich sein“ für eine Aorta vertebralis Dissektion.
Beste Gesundheit Euch allen!
Danke auch an dich und auch für die anschließenden Mails.
Habe hier drüber in meiner Antwort wohl schon alles zum Besten gegeben.
Alles Gute und nochmals danke,