Kneten/Treten mit den Händen?

Hi

was bedeutet es, wenn Katzen (junge) mit den Händen gegen weiche Körperstellen (ich meine natürlich MEINE Körperstellen wie zb. Bauch) treten und kneten? Sie tun das wenn sie sich wohl fühlen, oft auch vor dem Einschlafen (auf mir).

Ich vermute daß das "Melk"bewegungen sind?? Damit treten sie Milch aus der Mutter? Kann das sein?

Und was ist mit leichtem Beißen in Hände, Zehen (!) usw.? Normal? Oder sofort scharf dagegen angehen? (wenn sie mal größer sind, dürfte der Biß nicht mehr nur kitzeln).

Gruß
dataf0x

Hey,

schau mal hier:

http://www.welt-der-katzen.de/katzenhaltung/verhalte…

und hier:

http://www.kuschelkatzen.de/webkatzen/tippskatzsprac…

Treteln ist ganz normal, das machen meine beiden auch jetzt noch (5 und 15 Jahre alt).
Im älteren Alter ein reines Wohlfühlzeichen, im jungen Alter noch nahe dem Milchtritt (ist in den Links besser erklärt).

Und das Knabbern kenn ich von den Kleinen auch noch, das hat mit der Zeit von selbst aufgehört.

Gruß
Cess

Hallo!

Und das Knabbern kenn ich von den Kleinen auch noch, das hat
mit der Zeit von selbst aufgehört.

Ich habe im Lauf der Jahre beides erlebt: Katzen, die mit der Zeit damit aufhören, aber auch welche, bei denen das Beißen dauerhaft zum Spielen gehört. Verletzen tun sie einen nie, aber es kann ordentlich zwicken. Ich weiß nicht, ob es da Regeln gibt - vielleicht merken sie einfach irgendwannn, dass dir das unangenehm ist, und weil sie ja nette Kätzchen sein wollen, lassen sie sich andere Kommunikationsformen einfallen - nur so ne Idee…

Weiter viel Spaß mit deinen Tigerles,

Beate

Huhu! :smile:

Ich vermute daß das "Melk"bewegungen sind?? Damit treten sie
Milch aus der Mutter? Kann das sein?

Genau dafür ist das Treteln ursprünglich gedacht. Später beziehen es die Katzen dann eben auf „Wohlfühlsituationen“. Nicht jede Katze tretelt, viele legen das irgendwann ab. Es scheint auch ein grosses Vertrauens- bzw. Zuneigungszeichen zu sein.
Übrigens tretelt bei weitem nicht jede Katze. Bei mir ist es nur einer meiner Kater, der dafür absolut ausdauernd. Am liebsten auf meinem Schwabbelbauch :wink:
Übrigens ist er auch einer, der nicht hörbar schnurrt, ist mir aufgefallen. Man fühlt es zwar an seiner Kehle, aber hören kann man ihn nicht.

Und was ist mit leichtem Beißen in Hände, Zehen (!) usw.?
Normal? Oder sofort scharf dagegen angehen? (wenn sie mal
größer sind, dürfte der Biß nicht mehr nur kitzeln).

Das macht ein anderer meiner Kerle *gg*
Er leckt erst, dann knabbert er, dann schnappt er leicht. Es tut nicht richtig weh, ist aber dann doch unangenehm. Dann nehme ich meine Hände oder Füsse (die bearbeitet er bevorzugt, wenn ich auf der Toilette sitze *grr*) weg, ermahne ihn ggf., und gut ist.
Wenn Du es unterbinden möchtest, würde ich eher empfehlen, sanft dagegen vorzugehen. Bei meinem Dingo ist die Abfolge so, dass ich erst ermahne, will er aber weitermachen, hebe ich einen Finger hoch. So wie eine Katze drohend die Pfote hebt, bevor sie zuhaut. Schnappt er dann nach dem Finger, der Schelm (der ist immer zu Scherzen aufgelegt), dann unterbreche ich jegliche Aktivität mit ihm.
In ganz schlimmen Fällen kann man auch mal mit dem erhobenen Finger leicht auf den Kopf oder das Näschen tupfen. Also wirklich nicht hauen oder so, das verstünde die Katze auch gar nicht, sondern einfach sanft tupfen. Wenn Du Deine beiden beobachtest, wirst Du sicher auch irgendwann dieses Verhalten sehen können. So kannst Du der Katze auf ihr verständliche Art zeigen, wenn Du etwas absolut nicht möchtest.
Aber normalerweise reicht es völlig aus, das Spielen zu unterbrechen oder die Aufmerksamkeit zu entziehen.
Ist Deine Entscheidung, in wie weit Du es zulassen willst. Ich persönlich sehe es so, wenn es zu heftig wird, kann man es immer noch abbrechen bzw. unterbinden. Ansonsten finde ich es ok, es ist halt ihre Art, etwas auszudrücken.
Ich unterbinde z.B. auch das Treteln mitunter, wenn Grommit sich zu sehr reinsteigert. Dann krallt er mir richtiggehend in den Bauch, und das tut weh. Das will ich nicht. Wenn er dann wieder anfängt, ist er viel sanfter. Er übertreibts halt in seinem Genuss manchmal etwas :wink:
Übrigens habe ich das mit dem Abbrechen etc. auch beim Spielen so gehandhabt. Viele Leute sagen, man sollte erst gar nicht anfangen, mit den Händen mit einer Katze zu spielen, damit sie nicht später mit ausgefahrenen Krallen auf Finger etc. losgeht. Meine Katzen haben das nie getan, denen waren unsere Hände irgendwann einfach zu langweilig.
Nur das Flaschenkind hat da echt viel lernen müssen. Der hat furchtbar gekrallt und gepiekt. Aber der kannte es auch nicht, dass Geschwisterkätzchen da waren, die ihm Grenzen gesetzt hätten. Aber auch bei ihm ging das nur ne begrenzte Zeit (dafür sahen alle in seiner Umgebung aus als hätten sie einen Rosengarten mit blossen Händen bearbeitet), dann hat er geschnallt, das heftig krallen bedeutet, dass man links liegen gelassen wird. Seitdem leckt er nur noch ab und zu an den Fingern, spielt aber entweder mit Spielzeug oder, wenn er bei uns zu Besuch ist, mit meinen Katern.

Liebe Grüsse
Bine :smile: