Hallo,
Habe jetzt gelesen, dass Östrogen dafür sorgt, dass Knochensubstanz nicht abgebaut wird, während Progesteron dafür sorgt, dass Calzium verwertet werden kann zum Knochenaufbau. Weshalb eine Hormonersatztgerapie für die Frau in den Wechseljahren sinnvoll sein kann.
Was passiert eigentlich bei den Männern, wenn sie älter werden? Es gibt doch auch bei Männern Osteoporose und mit welchen Mechanismen wird das verhindert?
Gruß und danke Aurikel
Hallo Aurikel
Neuste Studien haben widerlegt, dass eine Hormonersatztherapie sinnvoll sei!!! Rate Dir also dringend davon ab.
Bei den Männer ist wei Du es richtig erkannt hast, dies natürlich oft auch ein Problem, dass leider oft nicht erkannt wird. Rückenschmerzen können ein Anzeichen davon sein
Gruss
Beat
Hallo Aurikel,
eine Studie (Oxford) mit einer Kombi-Hormontherapie bei Frauen wurde vor nicht all zu langer Zeit abgebrochen, weil das Brustkrebsrisiko unverhältnismäßig stark anstieg…
Auch eine weitere Studie wurde „aus ethischen Gründen“ abgebrochen, weil das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen „geringfügig“ anstieg…
Also ich wäre da äußerst vorsichtig!
Osteoporose kann günstig beeinflußt werden, wenn man sich ausreichend bewegt, denn der Belastungsreiz verhindert einen verstärkten Knochenabbau. Immobilität läßt die Knochen schneller „brüchig“ werden und heute bewegen sich die Menschen nun mal meist weniger, als noch vor 50 Jahren (Bürojobs, Autos und viele andere Hilfsmittel im Alltag, die unsere körperliche Arbeit verhindern). Außerdem spielt die Ernährung eine nicht unerhebliche Rolle. Obwohl in unseren Breiten sehr viel Milchprodukte verzehrt werden, die ja bekanntermaßen viel Kalzium enthalten, haben wir höhere Osteoporose-Zahlen als bspw. Länder, in denen keine Milchprodukte verzehrt werden. Unsere Ernährung ist stark säurebildend (wenig Rohes und meist stark Verarbeitetes) und enthält zudem noch Unmengen an Phosphatsäure. Vielen Nahrungsmitteln, wie Wurst u.dgl., werden diese Phosphate zugesetzt, sind also nicht nur in Cola vorhanden. Unser Stoffwechsel muss aber seinen ph immer bei etwa 7,36-7,44 halten und demnach ständig abpuffern. Und das dafür notwendige Kalzium besorgt er sich aus den Zähnen und von da, wo es sowieso kaum gebraucht wird, nämlich den immobilen Knochen…
Eine vernünftige Ernährung, die nicht nur Augenmerk auf den Kalziumgehalt der Lebensmittel legt, sondern weitere Umstände mit in die Überlegungen einbezieht und ein aktives, „selbstbewegtes“ Leben sind die beste Prophylaxe.
lg gundja
Hallo,
Männern kommen gut 10 Jahre später in die „Andropause“. Gemacht in Deutschland wird gar nichts. HRT - im Falle eines Mannes Testosteron - kann vermutlich präventiv gegen die Problematik helfen, da ein mehr an Testosteron auch ein mehr an Östrogen bei ihm bewirkt.
Gruss
Enno
Danke!
Genau diese Information wollte ich haben. Kurz und auf den Punkt gebracht1
Gruß Aurikel
Was weiß ein Mann . . .
… was die Wechseljahre für ein Frau bedeuten? Ganz ohne Emotionen und Vorwürfe sage ich das, aber kann sich ein Mann vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn einer Frau mitten im ‚blühenden Leben‘ auf einmal die Hormone genommen werden, die sie zur Frau machen ? Aus welchem Grund sollte sie den Rest ihres Lebens mit dem Hormonstatus eines Mannes herumlaufen? Warum soll sie auf einmal keinen Spaß am Sex mehr haben, weil auf Grund des Hormonmangels ihre Scheidenschleimhäute austrocknen, schrumpfen und schmerzen, sie nachts nicht mehr richtig schlafen kann, weil ein Harndrang auf Grund der schrumpfenden Blasenschleimhaut sie ein paarmal nachts raustreibt, sich die Organe im kleinen Becken absenken, weil der Muskeltonus nachlässt. Warum soll sie sich mit einem beginnenden Bartwuchs abfinden oder einer tieferen Stimme? Weiterhin trocknen auch die Augen- und Nasenschleimhäute, der Rücken schmerzt, der Kiefer schrumpft, so dass die Zähne sich lockern. Die Haare büschelweise ausgehen. Mal ganz abgesehen von den Konzentrationsstörungen, depressiven Stimmungen, Unausgeglichenheit. usw. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Symptome.
Und wenn mit einer ausgewogenen Homonersatztherapie diese Beschwerden innerhalb von 2 Wochen verschwinden, warum sollte man sie nicht dankbar annhemen? Zumal die Studien, von denen gesprochen wird in Amerika gemacht wurden, wo nur isoliert Östrogen gegeben wird und nicht die sinnvolle Kombination mit Progesteron, wo es weder Brust- noch Kreislaufbeschwerden gibt.
Und selbst wenn ich zu dem geringen Prozentsatz gehören sollte,d er daran einmal erkrankt, so möchte ich doch lieber noch zwanzig Jahre als Frau leben als 22 Jahre in einem androgynen Zustand, wo man sich dazu noch erschöpft durch den Tag schleppt und das nicht als Hausfrau, die sich ausruhen kann, wann immer sie will und sich schont und das Leben schön macht, wie man es Frauen immer in den Wechseljahren empfiehlt (Denken Sie auch mal an sich, Sie haben es sich verdient!), sondern bis zur Rente als Berufstätige aushalten muss.
Also, nichts für ungut - ich bin für die HET!
GRuß Aurikel