Hallo!
Ich habe mich gerade zur Typisierung bei der dkms.de registriert und werde in den nächsten Tagen ein Typisierungsset bekommen. Ich bin zwar noch nicht 18, habe auf anderen Seiten aber gelesen, dass Typisierung schon mit 17 möglich ist, Spende aber erst ab 18, sind ja nur noch 3 Monate.
Auf dkms.de steht unter Ausschlusskriterien, dass Personen mit Erkrankungen „der Psyche und des zentralen Nervensystems
wie z.B. behandlungsbedürftige Depressionen, Psychosen, Schizophrenie, Epilepsien, Multiple Sklerose“ als Spender ungeeignet wären.
Weshalb? Ist es für den Spender oder den Empfänger gefährlich? Eine Freundin war einige Monate wegen einer Zwangsneurose in Behandlung (keine Medikamentengabe, nur Gesprächstherapie), ist natürlich nicht geheilt, aber es geht wohl, und würde sich eigentlich gerne registrieren lassen, zögert aber ob dieser Einschränkung.
Eure Antworten würden mich interessieren!
Liebe Grüße,
Verena
Hallo Verena,
ich denke mal, dass die dich allenfalls ausschließen würden, wenn du bestimmte Medikamente nimmst, da diese natürlich auch u.U. Auswirkungen auf das Blut und das Knochenmark haben können. Genauso wie du auch beim Blutspenden „aussortiert“ wirst, wenn du Medis nimmst (oft zumindest). Ansonsten sehe ich keinen Sinn dahinter, „gesunden“ und spendefähigen Menschen genau das abzusprechen, ist ja auch im Interesse der Allgemeinheit, dass möglichst viele potentielle Spender in der Kartei sind.
Wichtig ist erst mal, dass sie erst mal in die Kartei kommt - ob sie dann als Spender letztlich in Frage kommt, entscheiden dann viele Faktoren.
Gruß aus München,
susie
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Hallo,
Auf dkms.de steht unter Ausschlusskriterien, dass Personen mit
Erkrankungen „der Psyche und des zentralen Nervensystems
wie z.B. behandlungsbedürftige Depressionen, Psychosen,
Schizophrenie, Epilepsien, Multiple Sklerose“ als Spender
ungeeignet wären.
Weshalb? Ist es für den Spender oder den Empfänger gefährlich?
MS wäre für den Empfänger des Knochenmarks mit Sicherheit gefährlich! Im Tierversuch wird EAE (=Tiermodell der MS) ja durch Knochenmarkübertragungen von einem Tier zum anderen übertragen.
Was die anderen Krankheiten angeht, lese ich hier das Wort „behandlungsbedürftig“ und vermute, dass es hier um Psychopharmaka geht, die der Spender vielleicht einnimmt, und die für den Emfänger nicht gesund wären - egal ob nun Blutspende oder Knochenmarkspende.
Eine Freundin war einige Monate wegen einer Zwangsneurose in
Behandlung (keine Medikamentengabe, nur Gesprächstherapie),
ist natürlich nicht geheilt, aber es geht wohl, und würde
sich eigentlich gerne registrieren lassen, zögert aber ob
dieser Einschränkung.
Ich würde das den Leuten bei der Registrierung so erklären und hören, was die dazu sagen. Vielleicht zögern sie, dann auch wenn die Freundin im Moment keine Medikamente nimmt, heißt das ja nicht, dass das so bleibt. Vielleicht hat man dann in zwei Jahren einen Empfänger gefunden, und dann geht’s nicht, weil sie irgendwelche Psychopharmaka einnimmt …
Schöne Grüße
Petra
Hi,
Weshalb? Ist es für den Spender oder den Empfänger gefährlich?
MS wäre für den Empfänger des Knochenmarks mit Sicherheit
gefährlich! Im Tierversuch wird EAE (=Tiermodell der MS) ja
durch Knochenmarkübertragungen von einem Tier zum anderen
übertragen.
Hm, also aus Expertenhand habe ich davon noch ncihts gehört (allerdings auch grad eben nur recht kurz gesucht). Hier ein zugegebenermaßen relativ alter Artikel:
http://www.ms-life.de/mslife/forum/actionViewThread…
Unter den Betroffenen zirkuliert die Information hartnäckig, einigen wurde wohl auf die Frage, ob Blut spenden möglich sei, gesagt, dass man eine Übertragung von MS dabei nicht ausschließen kann (genausowenig wie die Übertragung von Allergien).
Ich habe mich auch erkundigt, bezüglich Blutspenden, und mir wurde gesagt, dass die Spende selbst bei mir einen Schub auslösen kann und dass natürlich die Medikamente, die ich im blut habe, wenn ich in einer Basistherapie bin, für den Empfänger nicht gerade gut wären.
Die Franzi