Wer kann mir einen Erfahrungsbericht, Tipp, Hinweis geben zum Thema „Ist eine Knochenmarkspunktion wirklich notwendig bei Grenzwerten“? Bei mir sind die Werte für Erythrozyt, Hämoglobin und Hämatokrit alle Grenzwertig (HB 11,5 Häma 34%, Ery 3,5). Waren vor 1 Jahr schon schlechter. Fühle mich absolut nicht müde, schlapp oder ähnliches. Mein Blutdruck lässt aber zu wünschen übrig. Treibe Sport und bin ein sehr aktiver Mensch. Kann es nicht auch einfach MEnschen geben, die grentwertige Grenzwerte haben? Möchte ungerne gleich eine Punktion machen lassen. Ach ja: eisen Ok
Hi!
Die „Grenzwerte“ sind sicher nicht das einzige, warum nun eine Knochenmarkspunktion vorgeschlagen wird.
Anscheinend ist bei dir ein Eisenmangel ausgeschlossen worden (ich hoffe du meinst mit Eisen auch das Speichereisen des Körpers, sprich: Ferritin). Möglicherweise auch je nach Blutbild Vitamin B12- und/oder Folsäuremangel.
ICh vermute mal, daß im Labor noch anderes verändert war, warum man gleich eine Knochenmarkspunktion vorschlägt. Zum Beispiel bildest du vielleicht trotz ausreichend Eisen im Körper nicht genügend neue Blutzellen, das sieht man im Labor, wenn man die sog. Retikulozyten bestimmen läßt. Oder es fiel ein erhöhtes LDH auf. Oder dein Arzt machte eine sog. Elektrophorese und darin sieht man, daß der Körper gewisse Proteine nicht genügend oder gar zuviel produziert.
All das würde auf jeden Fall für eine Knochenmarksuntersuchung sprechen!
Am besten besprichst du das noch mal mit deinem Arzt, wenn du Bedenken hast!
Gruß,
Sharon
Hallo Bee !
Um die Frage beantworten zu können, werden weitere Informationen
benötigt:
Wieso ist man auf die Idee gekommen, eine KM-Punktion
zu machen ? Für so etwas gibt es doch Gründe !
Gibt es noch Symptome oder Befunde, die auf eine Erkrankung
des Blutes bzw. Knochenmarkes hindeuten (geschwollene
Lymphknoten, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Fieber) ?
Müdigkeit wurde ja zumindest schon mal verneint !
Wie hoch ist der Ferritin-Wert ? Der Eisenspiegel allein
sagt nicht viel aus, man sollte zumindest auch den Wert
des Speichereisens (= Ferritin) kennen. Ist dieser Wert
sehr hoch und das Eisen dabei eher niedrig oder zu niedrig,
so ist das z.B. ein Hinweis auf eine chronische Entzündung.
Wie sind die Werte der anderen Blutzellen (Leukozyten,
Thromboyzten) bzw. wie sieht das Differentialblutbild
aus (Anteile von Lymphozyten, Neutrophilen etc. in Prozent) ?
Diese Informationen wären für eine präzisere Beurteilung
noch von Bedeutung.
Berücksichtigen muß man ja auch, dass Laborbefunde immer
noch eine „Momentaufnahme“ des Körpers bzw. Blutes sind.
Es zählt also die Gesamtheit der Befunde bzw. der klinischen
Beschwerden.
Allgemein gilt sonst:
Man behandelt Menschen mit Beschwerden und keine Laborbefunde…
Hoffe, diese Info hilft Dir erstmal weiter.
Gruß
Kai (Arzt für Innere Medizin)
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Kai! DANKE für Deine Antwort! Ich bin 36 und in diesem Alter haben Frauen halt immer besonders viel Angst, wenn irgendwas gefunden wird. Meine Gedanken sind einfach:ich passe absolut nicht zu dem ANämie-Typen. Ich bin weder matt noch unkonzentriert etc. Ich habe einfach einen niedrigen Blutdruck, und ein wenig grenzwertige Werte im Blut. Ich habe am Donnerstag einen Termin beim ONkologen/Hämatologen zum Gerspräch. Da werde ich all meine „Bauchgefühle“ rauslassen. Meinem Hausarzt kann ich es nicht verdenken, dass er mich da hin schickt…wäre mir auch sicherer. Was mich beruhigen würde: Hast Du schon Patienen erlebt, die mir so grenzwertigen Werte eben NICHTS gehabt haben, sondern bei denen es einfach so ist? Muss da zwingend immer was sein, wenn diese 3 besagten Werte niedrig sind (und ein Hb von 11,5 ist ja nun noch nicht so schlecht, oder?) lieben Gruß von einer sehr nachdenklichen Bestagerin
Danke für Deine ANtwort! Beim großen Blutbild waren ALLE anderen Werte im Normbereich. Nur diese 3 waren grenzwertig. DAS ist es, was mir Sorgen macht. Gruß, Bee
Hallo, Bee,
beim Lesen deines Artikels und der Antworten ist mir nicht klar geworden, welcher Arzt eine Knochenmarkspunktion bei dir vorgeschlagen hat. Dein Hausarzt? Beim Hämatologen warst du doch noch nicht.
Grüße,
Montanus
Hallo, Bee,
beim Lesen deines Artikels und der Antworten ist mir nicht
klar geworden, welcher Arzt eine Knochenmarkspunktion bei dir
vorgeschlagen hat. Dein Hausarzt? Beim Hämatologen warst du
doch noch nicht.
Der Hausarzt hatte mich genau vor 1 Jahr schon mal zum Hämatologen gecshickt. Er hat Milz untersucht (ob) und mich dann nach hause geschickt. Sollte Blut halt im Auge behalten bzw. der hausarzt. Da die Werte jetzt wieder grenzwertig sind, hat nun der Hausarzt erneut die Überweisung ausgestellt mit dem Hinweis der Knochenmarpunktion (wäre vielleicht besser…). Ich bin aber dagegen, weil ich mich nicht wie ein Anämie-Patient fühle! Hoffe, man kann anhand des Blutes noch einige andere Untersuchungen machen, ohne eine KMP.
Danke für ANtwort sagt Bee