Knochenmarkpunktion nur bei Krebsverdacht?

Hallo,

kann über eine Knochenmarkpunktion auch andere als Krebserkrankungen festgestellt werden? Bspw Ursachen für Schwindel-, Schwächeanfalle, Gefühl von Benebeltsein, Nervensystem, MS, Schildrüsenerkrankung oder in sonstiger Richtung?
Oder liegt es am Arzt, was er für Paramenter oder Werte bei der Knochenmarkpunkton bestimmt, bspw nur auf Hinweise in Richtung Krebs?

Danke

Hallo !
Bei einer Knochemarkspunktion wird das gewonnene Biopsat dem Pathologen vorgelegt. Der untersucht, ob die Blutzellen - also rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen (Thrombozyten) - sich darin normal entwickeln. Störungen der Zellbildung findet man häufig bei Krebserkrankungen (wenn Tumorzellen das Knochenmark infiltrieren), aber es gibt auch andere Ursachen. Ein Beispiel ist der Vitamin B12-Mangel. Fehlt dieses Vitamin, so können sich die roten Blutkörperchen nicht mehr richtig entwickeln. Es wird diese Untersuchung also nicht nur bei Krebsverdacht durchgeführt, wenngleich dies schon noch der häufigste Grund ist.

Gruß Kai

Hallo,

kann über eine Knochenmarkpunktion auch andere als
Krebserkrankungen festgestellt werden?

Wichtig ist sie bei der Diagnosestellung der Multiplen Sklerose.
Zwei Untersuchungen sind wichtig, um eine MS-Diagnose zu festigen:

  1. Läsionen im MRT feststellen
  2. Cerebrospinalflüssigkeit (Liquor) auf oligoklonale Banden zu untersuchen.

http://www.medizinfo.de/Kopfundseele/multipleskleros…

Auch unter „DMSG Liquorbefund bei MS“ findest Du dazu alles.

Oder liegt es am Arzt, was er für Paramenter oder Werte bei
der Knochenmarkpunkton bestimmt, bspw nur auf Hinweise in
Richtung Krebs?

Hinweise in Richtung Krebs kann der Arzt als Erstes durch Blutuntersuchungen bestimmen. Differenzialblutbild, zusätzlich Tumormarker. Ist eine einfache Sache.

Gruß
Karin