Hallo,
vor ca. acht Jahren begann durch schleichende Taubheit in den Füssen meine Polyneuropathie.
Seit fast sechs Jahren trinke ich keinen Alkohohl mehr und esse möglichst ausgewogen und regelmässig.
Die bis an die Oberschenkel reichenden Schmerzen und Taubheitsgefühle sind bis zu 85% einfach weg.
Jeden Tag besser, kann ich empfehlen!
Unter vollen Angabe meiner Gesundheitszustände im Laufe des Lebens und einer Blutentnahme wurde ich in die Knochenmarkspenderdastei der „DKMS“ aufgenommen.
Vor vier Tagen bekam ich einen Anruf, dass in die engere Wahl gekommen zu sei und einen Fragebogen bitte ausfüllen möchte. Ich gab erneut die „Polyneuropathie“ als „gehabte“ Nervenkrankheit an.
Jetzt rief mich eine der „verantwortlichen“ Ärztinnen an, und bedauerte zutiefst das Risiko einer erneuten „Entflammbarkeit“ bei Polyneuropathie für mich als Spender nicht eingehen zu können(wohl auch für de Empfänger einer Knochenmarksspende!?).
Sie nahm mich aus der Spenderdatei wieder heraus.
Das ist ja auch alles in Ordnung so. Gewusst habe ich davon nur nichts, aber ist das denkbar?
Haben die von mir geschädigten und wieder gesundeten Nervenübertragungswege etwas mit meinem Knochenmark zu tun?
ich bin in dieser Angelegenheit kein Spezialist, möchte aber folgendes dazu sagen:
Dass eine Polyneuropathie sich vollständig zurückbildet, ist nicht die Regel, und deshalb ist es umso erfreulicher, dass sie es bei dir getan hat. Die weitaus überwiegende Zahl verläuft chronisch und ist irreversibel.
Es empfiehlt sich daher, jede mögliche Ursache eines Wiederaufflackerns zu meiden.
Eine unmittelbare Beziehung zwischen Knochenmark und Nervensystem besteht wohl nicht. Aber alle mit dem Prozedere der Spende verbundenen Einwirkungen könnten sich vielleicht als ungünstig erweisen.
Das Heimtückische der Polyneuropathie, die in vielen Fällen auch ohne jede erkennbare Ursache ausbrechen kann, ist meines Ermessens hinreichend Grund, wegen der in diesem Fall unwägbaren Folgen einer Spende diese zu unterlassen.