'Knöllchen' für Richtig Parken?!?

Hallo zusammen!
Ich habe zum erste Mal ein Ticket an der Windschutzscheibe gehabt, obwohl ich richtig geparkt habe! Angeblich soll ioch die Parkscheibe falsch eingestellt haben, aber sie stand hundertprozentig richtig! Ich habe natürlich Widerspruch eingelegt, aber der Sachbearbeiter behauptet nach wie vor, meine Parkscheibe sei falsch bedient gewesen und will, falls ich nicht zahle, einen Bußgeldbescheid gegen mich erlassen! Was soll ich jetzt tun? Bisher dachte ich, man sei in diesem Land unschuldig bis einem ein Verschulden bewiesen wird?!? Kann die Politesse irgendwas behaupten, ein Ticket ausstellen und der Bürger muß zahlen? Was soll ich tun?
Danke für die Hilfe!
Gruß
Jörg

Hallo zusammen!
Ich habe zum erste Mal ein Ticket an der Windschutzscheibe
gehabt, obwohl ich richtig geparkt habe! Angeblich soll ioch
die Parkscheibe falsch eingestellt haben, aber sie stand
hundertprozentig richtig!

Wenn Du z.B. zehn vor zehn kommst, musst Du die Scheibe auf zehn stellen und von der gesamten Parkzeit Deine angefangene halbe Stunde abziehen. Also bei zwei Stunden darfst Du dann bis halb zwölf parken.

Kann die Politesse irgendwas behaupten, ein Ticket ausstellen
und der Bürger muß zahlen? Was soll ich tun?

Die Politesse ist als Zeuge auf dem Ticket eingetragen. Das heisst, sie bezeugt dass Du falsch geparkt hast. Wie weiter verfahren wird hängt oft von der Gutmütigkeit der Stadtverwaltung ab. Vorrausgesetzt natürlich Du hast alles richtig eingestellt und gehst Dich SOFORT beschweren und zwar direkt bei den Vorgesetzten.

Wir haben Jahrelang in einer Innenstadt in der Fussgängerzone gewohnt und waren den Hilfspolizisten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, haben sogar Knöllchen bekommen obwohl das Fahrzeug offen stand, gerade ausgeladen wurde und wir nur hoch zur Wohnung sind und auspgepackt haben. Im Gegensatz dazu haben die bei den Fahrzeugen die nebenan vorm Geschäft geparkt haben erst noch eine Runde gedreht an die Scheiben geklopft und höflich gefragt ob die Autos zu denen gehören.

Hi André!

Die Parkscheibe stimmte 100%ig, der Irrtum lag eindeutig bei der Politesse. Aber scheinbar sind die immer im Recht und der „kleine Mann“ kann sich nicht wehren und darf trotzdem zahlen???
Gruß
Jörg

Nö, simmt nicht ganz
Hi André,

Wenn Du z.B. zehn vor zehn kommst, musst Du die Scheibe auf
zehn stellen und von der gesamten Parkzeit Deine angefangene
halbe Stunde abziehen. Also bei zwei Stunden darfst Du dann
bis halb zwölf parken.

Nach §13 StVO, Absatz 2 muß die Parkscheibe auf die nächstfolgende halbe Stunde gestellt werden, mehr steht dort nicht. Das bedeutet, bei 2 h Parkzeit sind im Extremfall 2 h 29 min drin.

Die Politesse ist als Zeuge auf dem Ticket eingetragen. Das
heisst, sie bezeugt dass Du falsch geparkt hast. Wie weiter
verfahren wird hängt oft von der Gutmütigkeit der…

Daher laufen bei uns die Leute vom Ordnungsamt immer zu zweit rum. Dann sind 2 unabhängige Zeugen da und man hat keine Chance.

Tja, mein letztes Knöllchen habe ich beim Ausladen eines Sacks Zement bezahlt. Ich hielt im Halteverbot auf dem Gehweg, machte die Heckklappe auf, nahm den Sack und trug ihn ins Haus. Das kostete mich 15 € für die 2 Minuten.

Mein Tip: Gute Miene zum bösen Spiel, bezahlen, abhaken, vergessen. Es lohnt der Aufregung nicht, auch wenns schmerzt.

Gruß
André

Hi!

Das ist eine reine Frage der persönlichen Philosophie im Umgang mit widerspenstigen Staatsdienern.

Der Rat „vergessen und bezahlen“ ist natürlich o.k., denn es geht ja nicht um viel Geld und man ärgert sich auf diese Weise am wenigsten.
Allerdings wird derartiges Fehlverhalten von Beamten und sonstigen Schergen damit nur unterstützt.

Ich persönlich lege grundsätzlich gegen jeden Strafzettel Einspruch ein.
Ich verfüge über eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, über welche ich die Sache, sofern von der Behörde gewünscht, in jedem Fall bis zum Ende vor Gericht ausfechte.
Natürlich muss man in den meisten Fällen den Zettel am Ende doch bezahlen, allerdings ist während der Verhandlung ein Teil der Staatsmacht von der Straße weg und kann keine Knöllchen schreiben und ausserdem kostet es mich ja nichts.
Mir persönlich ist es einfach wichtig zu zeigen, dass ich Beamtenwillkür keinesfalls akzeptiere.

Aber wie gesagt, dies ist eine Frage der persönlichen Einstellung.

Grüße,

Mathias

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HI Andre!
Ich hatte die Scheibe auf 14:00 Uhr gestellt und die Politesse behauptet, sie stand auf 14:30. Ich fühle mich ein wenig der Behördenwillkür ausgeliefert. Daß Recht über Nacht zu Unrecht wurde und unbescholtene Bürger von Amtspersonen im Handumdrehen zu Schuldigen gemacht werden sollte doch eigentlich Deutschlands unrühmlicher Vergangenheit angehören…

-(

Gruß
Jörg

Hallo Mathias!
Eine Rechtschutzversicherung habe ich auch, aber kostet die nicht Selbstbeteiligung?
Gruß
Jörg

Ich verfüge über eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, über
welche ich die Sache, sofern von der Behörde gewünscht, in
jedem Fall bis zum Ende vor Gericht ausfechte.
Natürlich muss man in den meisten Fällen den Zettel am Ende
doch bezahlen, allerdings ist während der Verhandlung ein Teil
der Staatsmacht von der Straße weg und kann keine Knöllchen
schreiben und ausserdem kostet es mich ja nichts.
Mir persönlich ist es einfach wichtig zu zeigen, dass ich
Beamtenwillkür keinesfalls akzeptiere.

Und es kostet mich ja nix.

Sag ma? Daß du damit aber die Kosten der Rechtschutzversicherungen und damit die Beiträge für alle in die Höhe treibst, deine eigenen auch, das ist dir noch nicht aufgegangen?

Eine Rechtschutzversicherung ist dazu da, jemandem, der Recht hat diese zu besorgen. nicht für solche standard-einspruch-einleger wie dich.

winkel

Aber wie gesagt, dies ist eine Frage der persönlichen
Einstellung.

Grüße,

Mathias

Hallo zusammen!
Ich habe zum erste Mal ein Ticket an der Windschutzscheibe
gehabt, obwohl ich richtig geparkt habe! Angeblich soll ioch
die Parkscheibe falsch eingestellt haben, aber sie stand
hundertprozentig richtig! Ich habe natürlich Widerspruch
eingelegt, aber der Sachbearbeiter behauptet nach wie vor,
meine Parkscheibe sei falsch bedient gewesen und will, falls
ich nicht zahle, einen Bußgeldbescheid gegen mich erlassen!
Was soll ich jetzt tun? Bisher dachte ich, man sei in diesem
Land unschuldig bis einem ein Verschulden bewiesen wird?!?
Kann die Politesse irgendwas behaupten, ein Ticket ausstellen
und der Bürger muß zahlen? Was soll ich tun?
Danke für die Hilfe!
Gruß
Jörg

3 „Gefällt mir“

etwas off
Hi Mathias

Hi!

Das ist eine reine Frage der persönlichen Philosophie im
Umgang mit widerspenstigen Staatsdienern.

Wer ist hier der Widerspenstige???

Der Rat „vergessen und bezahlen“ ist natürlich o.k., denn es
geht ja nicht um viel Geld und man ärgert sich auf diese Weise
am wenigsten.
Allerdings wird derartiges Fehlverhalten von Beamten und
sonstigen Schergen damit nur unterstützt.

Schergen???
Komisch ich dachte, alle tun ihre Arbeit, auch die Beamten.
Aber wenn die dann was von einem wollen, sind es Schergen des Staates - der Staat sind wir alle, also ist der Beamte auch dein Scherge. :wink:

Ich persönlich lege grundsätzlich gegen jeden Strafzettel
Einspruch ein.
Ich verfüge über eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, über
welche ich die Sache, sofern von der Behörde gewünscht, in
jedem Fall bis zum Ende vor Gericht ausfechte.

Aha - ein Prozesshansel, der die Gerichte wegen Nichtigkeiten blockiert, auch wenn er Unrecht hat.
Und da wundert man sich, dass die Steuern so hoch sind

Natürlich muss man in den meisten Fällen den Zettel am Ende
doch bezahlen,

aber ich habe Arbeitskräfte und -zeit wenigestes unnötig blockiert.

allerdings ist während der Verhandlung ein Teil
der Staatsmacht von der Straße weg und kann keine Knöllchen
schreiben und ausserdem kostet es mich ja nichts.

DU bist es also, der dafür sorgt, dass meine Rechtsschutzversicherung jedes Jahr teuerer wird.

Mir persönlich ist es einfach wichtig zu zeigen, dass ich
Beamtenwillkür keinesfalls akzeptiere.

boah - ich find es echt toll, wie du es dem Staat immer wieder zeigst.

Gruß
HaWeThie

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Moin!

Das ist eine reine Frage der persönlichen Philosophie im
Umgang mit widerspenstigen Staatsdienern.

Wer ist hier der Widerspenstige???

Natürlich bin auch ich in den Augen mancher Paradebeamter „widerspenstig“.
Diese Attitüde pflege ich peinlich genau…

Der Rat „vergessen und bezahlen“ ist natürlich o.k., denn es
geht ja nicht um viel Geld und man ärgert sich auf diese Weise
am wenigsten.
Allerdings wird derartiges Fehlverhalten von Beamten und
sonstigen Schergen damit nur unterstützt.

Schergen???
Komisch ich dachte, alle tun ihre Arbeit, auch die Beamten.

Diese Annahme gilt höchstens noch für die Zeit bis Bismarck.

Aber wenn die dann was von einem wollen, sind es Schergen des
Staates - der Staat sind wir alle, also ist der Beamte auch
dein Scherge. :wink:

Nein, der Staat sind wir, die Beamtenschaft hat sich aber schon längst aus dem Grundverständnis dieser Berufsgrupp, Diener des Volkes zu sein, verabschiedet.

Des weiteren weise ich darauf hin, dass ich mich nach wie vor auf den aktuellen Fall beziehe, wo ein Staatsdiener ganz offensichtlich über das Ziel hinausgeschossen ist.

Ich persönlich lege grundsätzlich gegen jeden Strafzettel
Einspruch ein.
Ich verfüge über eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, über
welche ich die Sache, sofern von der Behörde gewünscht, in
jedem Fall bis zum Ende vor Gericht ausfechte.

Aha - ein Prozesshansel, der die Gerichte wegen Nichtigkeiten
blockiert, auch wenn er Unrecht hat.
Und da wundert man sich, dass die Steuern so hoch sind

Tja, das ist eben die große Frage.
Ich halte ca. 90% aller Strafzettel, welche ich so erhalte, für unrechtmässig und 100% für in der Summe unangemessen.
Zettel wegen Falschparken bezahle ich natürlich, sofern ich den Fehler eindeutig begangen habe.
Alles andere ist jedoch immer relativ.
Übrigens kommen solche Sachen eher selten wirklich vor Gericht.
Eine saubere Beweisführung und eine rechtzeitig wieder zurückgezogene Dienstaufsichtsbeschwerde wirken meist Wunder.

Natürlich muss man in den meisten Fällen den Zettel am Ende
doch bezahlen,

aber ich habe Arbeitskräfte und -zeit wenigestes unnötig
blockiert.

Ich sehe das anders. Ich halte es füräußerst wichtig, sich gegen inakzeptable staatliche Massnahmen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zur Wehr zu setzen.
Dies ist die Pflicht freier Bürger, um die Entstehung einer kommunistischen Diktatur á la DDR mit allen Kräften zu vermeiden.

allerdings ist während der Verhandlung ein Teil
der Staatsmacht von der Straße weg und kann keine Knöllchen
schreiben und ausserdem kostet es mich ja nichts.

DU bist es also, der dafür sorgt, dass meine
Rechtsschutzversicherung jedes Jahr teuerer wird.

Möglicherweise.
Ich persönlich spare meinen Versicherungsbeitrag auf die geschilderte Weise 5 mal wieder ein.
Wehre Dich auch, dann sind wir schon zwei und wenn das irgendwann 70% aller Autofahrer tun, wird sich auch an dem rigiden System etwas ändern müssen.

Mir persönlich ist es einfach wichtig zu zeigen, dass ich
Beamtenwillkür keinesfalls akzeptiere.

boah - ich find es echt toll, wie du es dem Staat immer wieder
zeigst.

Danke Dir!
Ich fühle mich auch immer wieder befreit dabei…

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias!
Eine Rechtschutzversicherung habe ich auch, aber kostet die
nicht Selbstbeteiligung?

Hi!

Nein, die Verkehrsrechtsschutz beim ADAC kostet lediglich ca. 70 EUR p.a.

Grüße,

Mathias

Ich verfüge über eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, über
welche ich die Sache, sofern von der Behörde gewünscht, in
jedem Fall bis zum Ende vor Gericht ausfechte.
Natürlich muss man in den meisten Fällen den Zettel am Ende
doch bezahlen, allerdings ist während der Verhandlung ein Teil
der Staatsmacht von der Straße weg und kann keine Knöllchen
schreiben und ausserdem kostet es mich ja nichts.
Mir persönlich ist es einfach wichtig zu zeigen, dass ich
Beamtenwillkür keinesfalls akzeptiere.

Und es kostet mich ja nix.

Sag ma? Daß du damit aber die Kosten der
Rechtschutzversicherungen und damit die Beiträge für alle in
die Höhe treibst, deine eigenen auch, das ist dir noch nicht
aufgegangen?

Eine Rechtschutzversicherung ist dazu da, jemandem, der Recht
hat diese zu besorgen. nicht für solche
standard-einspruch-einleger wie dich.

Hi!

Wieso? Ich fühle mich im Recht, wenn ich Einspruch einlege.

Grüße,

Mathias

Aber wie gesagt, dies ist eine Frage der persönlichen
Einstellung.

Grüße,

Mathias

Hallo zusammen!
Ich habe zum erste Mal ein Ticket an der Windschutzscheibe
gehabt, obwohl ich richtig geparkt habe! Angeblich soll ioch
die Parkscheibe falsch eingestellt haben, aber sie stand
hundertprozentig richtig! Ich habe natürlich Widerspruch
eingelegt, aber der Sachbearbeiter behauptet nach wie vor,
meine Parkscheibe sei falsch bedient gewesen und will, falls
ich nicht zahle, einen Bußgeldbescheid gegen mich erlassen!
Was soll ich jetzt tun? Bisher dachte ich, man sei in diesem
Land unschuldig bis einem ein Verschulden bewiesen wird?!?
Kann die Politesse irgendwas behaupten, ein Ticket ausstellen
und der Bürger muß zahlen? Was soll ich tun?
Danke für die Hilfe!
Gruß
Jörg

Hallo!

Also ich bin zwar auch dafür, dass jeder bestraft gehört, der nach dem Gesetz bestraft werden soll, nur ist nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand seine ihm zustehenden Rechte geltend macht und dazu gehört nunmal auch dies, gegen Strafen Rechtmittel zu ergreifen, wenn auch der Staat im Recht ist.

Gruß
Tom

Hallo!
Ja man legt immer alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ein, obwohl man weiss, daß man im Unrecht ist. Man macht das um den „Staat“ zu blockieren und unnötigerweise zu beschäftigen. Danach beschwert man sich über die öffentliche Verwaltung und wieviel Beamte da ihren Tag mit unnützen Arbeiten verbringen.
Denkt doch einmal nach was ihr da macht!!!
Ihr beschäftigt unnützerweise Leute die von Euren Steuern bezahlt werden, und belastet unnötigerweise eine Solidargemeinschaft (Rechtsschutzversicherte) um Euer eigenes Ego zu bestätigen.
Eine Urschreitherapie oder sowas könnte doch genauso helfen und man würde nicht die Allgemeinheit belasten.
Gruß elmore

1 „Gefällt mir“

Hallo Matthias,

ich bin ja richtiggehend erschrocken über deine Aussagen :smile:).

Ich persönlich spare meinen Versicherungsbeitrag auf die
geschilderte Weise 5 mal wieder ein.

Wow, 5 x 70 Euro, das sind nach Adam Riese, warte mal ich habs gleich … 350 EURO (!!!). Mann, ist das dein Nettogewinn am Falschparken oder gehören da auch Geschwindigkeitsübertretungen mit dazu? - Wie rechnest Du die eventuellen Punkte in monetäre Werte um? Du musst Betriebswirt sein oder so; hast Du deinen Hauptberuf schon im ersten Jahr aufgeben können? - Wie hoch sind die Steuern auf deinen Gewinn? - Agierst Du als Freiberufler?

Ähem, nur wenn du darüber sprechen darfst… bescheisst du eigentlich deine Haftpflichtversicherung, um die Beiträge wieder reinzuholen (soll keine Unterstellung sein, nur eine Frage)?

Ich fühle mich auch immer wieder befreit dabei…

Ist das dein persönlicher Widerstand gegen die Bösen im Sinne von Artikel 20 Absatz 4 GG oder nur eine Neurose?

Gruß
Udo
(*derganzwitzigfindetwasfürproblememancheleutehaben*)

Hallo Tom,

ich kenne aus meiner früheren Tätigkeit einen Kommunalpolitiker, der ständig über den zu hohen Personalstand meckert, ständig falsch parkt und gegen jedes Knöllchen angeht. Vor Gericht wird dann der Einspruch zurückgezogen, und dannach „vergisst“ dieser Politiker das Bezahlen, bis das Gericht Erzwingungshaft anordnet und die Polizei mit Haftbefehl vor ihm steht.

Aber: er nimmt ja nur seine Rechte wahr.

Gruß
HaWeThie

(Kosten des Verfahrens zahlt der natürlich nicht)

Nein, das ist kein Fake

Tach

Komisch ich dachte, alle tun ihre Arbeit, auch die Beamten.

Kannst gerne kommen und mich bei meiner Arbeit unterstützen.
Fraglich, ob du für das Geld das machen würdest.
Aber darüber lehnt sich eigentlich keine Diskussion - Leute wie du werden immer so denken und sich Argumenten gegenüber verschließen.

Nein, der Staat sind wir, die Beamtenschaft hat sich aber
schon längst aus dem Grundverständnis dieser Berufsgrupp,
Diener des Volkes zu sein, verabschiedet.

Lach mich tot.

Des weiteren weise ich darauf hin, dass ich mich nach wie vor
auf den aktuellen Fall beziehe, wo ein Staatsdiener ganz
offensichtlich über das Ziel hinausgeschossen ist.

wenn du von dir selber sprichst, und das hast du ja eingangs, ist das nicht mehr der Ursprungsfall.

Tja, das ist eben die große Frage.
Ich halte ca. 90% aller Strafzettel, welche ich so erhalte,
für unrechtmässig und 100% für in der Summe unangemessen.

Frage: hast du dich an die Verkehrsregeln gehalten oder in eigener Machtvollkommenheit nicht („Was soll den die Geschwindigkeitsbegrenzung hier??“)
Ach ja. In der Summen unangemessen: Fahr doch mal ins europäische Ausland. Danach wirst du merken, dass das Trinkgeld, das du hier bezahlst im Verglich lächerlich ist.
Wenn du in Holland wg. 10 km/h zuviel mal eben 80-120 Euro quit bist oder man den Wagen beschlagnahmt, weil du das Geld nicht dabei hast (Sogar für Falschparken)

Zettel wegen Falschparken bezahle ich natürlich, sofern ich
den Fehler eindeutig begangen habe.
Alles andere ist jedoch immer relativ.
Übrigens kommen solche Sachen eher selten wirklich vor
Gericht.
Eine saubere Beweisführung und eine rechtzeitig wieder
zurückgezogene Dienstaufsichtsbeschwerde wirken meist Wunder.

Du meinst wahrscheinlich eine Sachaufsichtsbeschwerde. (Wie der Name sagt: beschwerde wegen der Sache)
Eine Dienstaufsichtsbeschwerde richtet sich gegen das persönliche Verhalten des Mitarbeiters (übrigens auch Angestellte)
Ich hatte in sechs Jahren Bußgeldstelle ca. 8 Beschwerden. Hat mich eine Seite Stellungnahme gekostet + der Zeit, diese zu formulieren. Gekommen ist da nichts weil auch die zuständige Stelle weis, das 90% der Beschwerden vollkommen aus der Luft gegriffen sind.

Ich sehe das anders. Ich halte es füräußerst wichtig, sich
gegen inakzeptable staatliche Massnahmen mit allen
rechtsstaatlichen Mitteln zur Wehr zu setzen.

Einverstanden. Aber nicht wie du schreibst gegen alles und jedes, selbst wenn man im Unrecht ist.

Dies ist die Pflicht freier Bürger, um die Entstehung einer
kommunistischen Diktatur á la DDR mit allen Kräften zu
vermeiden.

Was hat den das schon wieder mit Kommunismus zu tun???
Bitte, schau im Lexikon, was das Wort heißt :wink:

Möglicherweise.

Ich persönlich spare meinen Versicherungsbeitrag auf die
geschilderte Weise 5 mal wieder ein.
Wehre Dich auch, dann sind wir schon zwei und wenn das
irgendwann 70% aller Autofahrer tun, wird sich auch an dem
rigiden System etwas ändern müssen.

Eigentlich habe ich von dir erwartet:
" Wenn alle Autofahrer sich zwei Jahre an alle Regeln halten, sind die Städt pleite und es gibt viel weniger Personal in den Behörden". Das ist doch die übliche Milchmädchenrechnung.

Danke Dir!

immer wieder

Ich fühle mich auch immer wieder befreit dabei…

Gruß zurück
HaWeThie

Hallo!

Alles mit der Ruhe. Eine Rechtsschutzversicherung ist immer dann leistungsfrei, wenn das Verfahren aussichtslos ist, das heißt in dem von dir genannten Fall besteht kein Versicherungsschutz.
Die Argumente sind ja rechtspolitisch durchaus zu diskutieren, es kann einem aber nicht vorgeworfen werden, wenn er die ihm im demokratisch beschlossenen Gesetz zugestandenen Rechte geltend macht. Immerhin kann man ja das Gesetz ändern. Ich streite übrigens nicht alles zu Fleiß durch, weil man ja die Verfahrenskosten (zumindest bei uns) tragen muss, wenn man schlußendlich die Verkehrsstrafe doch zahlt.
Den hohen Aufwand nimmt ein Rechtsstaat jedenfalls bewusst in Kauf - nicht deswegen weil die Lösung ideal ist, sondern weil es keine bessere gibt. Schaffe ich das Einspruchsrecht ab, dann hat man keinen SChutz vor Willkür des Staates, gibt’s einen Einspruch, dann wird er halt von manchen auch zu Unrecht geltend gemacht. Da das zweite Übel das geringere ist als das erste ist das bei uns halt so geregelt.

Gruß
Tom

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Komisch ich dachte, alle tun ihre Arbeit, auch die Beamten.

Kannst gerne kommen und mich bei meiner Arbeit unterstützen.
Fraglich, ob du für das Geld das machen würdest.
Aber darüber lehnt sich eigentlich keine Diskussion - Leute
wie du werden immer so denken und sich Argumenten gegenüber
verschließen.

Du hast Dir selbst geantwortet.
Der obige Satz ist nicht von mir.
Schon bezeichnend…

Nein, der Staat sind wir, die Beamtenschaft hat sich aber
schon längst aus dem Grundverständnis dieser Berufsgrupp,
Diener des Volkes zu sein, verabschiedet.

Lach mich tot.

Das ist es, was ich meinte…

Des weiteren weise ich darauf hin, dass ich mich nach wie vor
auf den aktuellen Fall beziehe, wo ein Staatsdiener ganz
offensichtlich über das Ziel hinausgeschossen ist.

wenn du von dir selber sprichst, und das hast du ja eingangs,
ist das nicht mehr der Ursprungsfall.

O.K., das lasse ich gelten.
Hier war meine Argumentation nicht ganz sauber.
Dennoch handle ich in solchen Fällen wie beschrieben und ich sagte ja auch bereits, dass gerade im Straßenverkehr höcgstens 10% aller Massregelungen überhaupot berechtigt sind.
Die lasse ich dann ja auch gelten.

Tja, das ist eben die große Frage.
Ich halte ca. 90% aller Strafzettel, welche ich so erhalte,
für unrechtmässig und 100% für in der Summe unangemessen.

Frage: hast du dich an die Verkehrsregeln gehalten oder in
eigener Machtvollkommenheit nicht („Was soll den die
Geschwindigkeitsbegrenzung hier??“)

Wenn ich Einspruch einlege, habe ich meiner Ansicht nach innerhalb der sinnvollen Auslegungsgrenzen bewegt.

Ach ja. In der Summen unangemessen: Fahr doch mal ins
europäische Ausland. Danach wirst du merken, dass das
Trinkgeld, das du hier bezahlst im Verglich lächerlich ist.
Wenn du in Holland wg. 10 km/h zuviel mal eben 80-120 Euro
quit bist oder man den Wagen beschlagnahmt, weil du das Geld
nicht dabei hast (Sogar für Falschparken)

Ich fahre niemals mit dem Wagen nach NL. Zu viele Wohnwagen.
Ansonsten kann ich dazu nur sagen, dass die Preise, v.a. in Südeuropa, natürlich deutlich höher sind als hier, dort aber nicht so professionell und unnachgiebig abgezockt wird wie hier.
Allein schon diese absolut überflüssigen Fahrverbote sind ja ein rein deutsches „Kulturgut“. Im Ausland baue ich Mist, bezahle dafür und fertig. Fair, cash, kurz & trocken. Nur hier wiehert der Amtsschimmel und man wird kriminalisiert wegen Lappalien. Und dagegen wehre ich mich, und das nicht ohne Erfolg.

Zettel wegen Falschparken bezahle ich natürlich, sofern ich
den Fehler eindeutig begangen habe.
Alles andere ist jedoch immer relativ.
Übrigens kommen solche Sachen eher selten wirklich vor
Gericht.
Eine saubere Beweisführung und eine rechtzeitig wieder
zurückgezogene Dienstaufsichtsbeschwerde wirken meist Wunder.

Du meinst wahrscheinlich eine Sachaufsichtsbeschwerde. (Wie
der Name sagt: beschwerde wegen der Sache)

Interessiert mich nicht, macht mein Anwalt.

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde richtet sich gegen das
persönliche Verhalten des Mitarbeiters (übrigens auch
Angestellte)
Ich hatte in sechs Jahren Bußgeldstelle ca. 8 Beschwerden. Hat
mich eine Seite Stellungnahme gekostet + der Zeit, diese zu
formulieren. Gekommen ist da nichts weil auch die zuständige
Stelle weis, das 90% der Beschwerden vollkommen aus der Luft
gegriffen sind.

Tja, hier wären wir mal wieder bei der Selbstherrlichkeit unserer lieben Staatsdiener, wie ich sie ja oben bereits gerügt hatte.
Merke: wann immer man sich zu sicher fühlt, wird man angreifbar.
Ihr gewinnt nur, weil die meisten Leute es irgendwann auf sich beruhen lassen. Spätestens dann, wenn die Rechtsschutzversicherung nicht mehr bezahlt. Ich bin da anders, ich ziehe solche Sachen knallhart durch, egal wie lange es dauert. Und dabei habe ich sicherlich so manchen Staatsdiener auf Trab gebracht…

Ich sehe das anders. Ich halte es für äußerst wichtig, sich
gegen inakzeptable staatliche Massnahmen mit allen
rechtsstaatlichen Mitteln zur Wehr zu setzen.

Einverstanden. Aber nicht wie du schreibst gegen alles und
jedes, selbst wenn man im Unrecht ist.

Wie gesagt, Recht und Unrecht ist selten schwarz-weiss.

Dies ist die Pflicht freier Bürger, um die Entstehung einer
kommunistischen Diktatur á la DDR mit allen Kräften zu
vermeiden.

Was hat den das schon wieder mit Kommunismus zu tun???
Bitte, schau im Lexikon, was das Wort heißt :wink:

Ich beziehe mich hier auf die Staatsmacht- und Willkür-Komponente, welche in solchen Systemen stark ausgeprägt ist und sich bei uns seit 1998 auch wieder auf dem Vormarsch befindet.

Möglicherweise.

Ich persönlich spare meinen Versicherungsbeitrag auf die
geschilderte Weise 5 mal wieder ein.
Wehre Dich auch, dann sind wir schon zwei und wenn das
irgendwann 70% aller Autofahrer tun, wird sich auch an dem
rigiden System etwas ändern müssen.

Eigentlich habe ich von dir erwartet:
" Wenn alle Autofahrer sich zwei Jahre an alle Regeln halten,
sind die Städt pleite und es gibt viel weniger Personal in den
Behörden". Das ist doch die übliche Milchmädchenrechnung.

…welche sicherlich aufgeht, nur ist es vollkommen unmöglich, immer perfekt zu fahren, denn viele Regelungen sind derart versteckt und nur auf Abkassieren ausgerichtet, so dass man immer mal wieder Post bekommt.
Méin Weg ist mir daher ieber, ausserdem ist es nicht mein Ziel, den Bankrott von Städten und Gemeinden herbeizuführen, sondern zügig und straffrei voranzukommen.

Grüße,

Mathias

Hi!

ich bin ja richtiggehend erschrocken über deine Aussagen :smile:).

Das ist gut.

Ich persönlich spare meinen Versicherungsbeitrag auf die
geschilderte Weise 5 mal wieder ein.

Wow, 5 x 70 Euro, das sind nach Adam Riese, warte mal ich habs
gleich … 350 EURO (!!!). Mann, ist das dein Nettogewinn
am Falschparken oder gehören da auch
Geschwindigkeitsübertretungen mit dazu? - Wie rechnest Du die
eventuellen Punkte in monetäre Werte um? Du musst Betriebswirt
sein oder so;

richtig.

hast Du deinen Hauptberuf schon im ersten Jahr
aufgeben können? - Wie hoch sind die Steuern auf deinen
Gewinn? - Agierst Du als Freiberufler?

nein.

Es handelt sich ja eigentlich nicht um einen Gewinn, sondern um eine verhinderte Investition. In bester sozialstaatlicher Manier eben… :wink:

Ähem, nur wenn du darüber sprechen darfst… bescheisst du
eigentlich deine Haftpflichtversicherung, um die Beiträge
wieder reinzuholen (soll keine Unterstellung sein, nur eine
Frage)?

Nein, ich „bescheisse“ niemanden. Weswegen denn auch?

Ich fühle mich auch immer wieder befreit dabei…

Ist das dein persönlicher Widerstand gegen die Bösen im Sinne
von Artikel 20 Absatz 4 GG oder nur eine Neurose?

Nein, eine persönliche Sparmassnahme. Die gesparte Summe investiere ich lieber in meine Freundin.

(*derganzwitzigfindetwasfürproblememancheleutehaben*)

Der Gag ist, dass ich mit der ganzen Sache am wenigsten Probleme habe, wie ich hier ja lesen darf…

Grüße,

Mathias